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Der Name Gregor Deschler bleibt mit der Sportanlage in Altenstadt für immer verbunden. Von links Gottlieb Kranzfelder, Robert, Peter und Theresia Deschler, Gregor Deschler junior und Bürgermeister Albert Hadersbeck.

Ehre, wem Ehre gebührt

Sportanlage in Altenstadt nach Gregor Deschler benannt

Altenstadt - Anfang des Jahres angeregt, jetzt vollzogen: Das Altenstadter Sportgelände wurde in „Gregor Deschler-Sportanlage“ umbenannt. „Ehre wem Ehre gebührt“, sagt dazu Theresia Deschler (89) und fügt an: „Ich bin darüber sehr glücklich."

„Ein denkwürdiger Tag“, sagte Bürgermeister Albert Hadersbeck auf der Einweihungsfeier, zu der sich eine stattliche Zahl dem Sport verbundener Altenstadter und die gesamte Familie Deschler vor dem neuen Schild versammelt hatte. Es ist ein Werk des Altenstadter Bildhauers Paul Ressl. „Gregor Deschler-Sportanlage“ steht in großen Lettern darauf. Darüber ist das grün-weiße Wappen des TSV mit der Basilika, daneben die Symbole der sechs Abteilungen des TSV.

„Gregor Deschler ist in Altenstadt ein Begriff“, sagte Hadersbeck und erinnerte an den „Gregor“, der von 1968 bis 1990 Bürgermeister des Ortes gewesen war und der 2010 verstorben ist. Dass diese Anlage so dastehe, sei allein Deschlers Verdienst. Er hatte die Anlage geplant, die Grundstückverhandlungen geführt und die Finanzierung unter Dach und Fach gebracht.

TSV-Vorsitzender Gottlieb Kranzfelder sagte vor den im TSV-Sportheim versammelten Gästen, die Namensgebung sei mehr als berechtigt. „Gregor Deschler war Fußballer mit Leib und Seele.“ Zunächst als aktiver Spieler, danach als Förderer. „Der Gregor hat 1946 in der damals höchsten Liga beim SV Ulm gespielt“, erinnerte der TSV-Vorstand.

Zwischen 1949 und 1955 hätte Deschler zwei fußballerische Sünden begangen. „Er spielte für Schongau und Schwabsoien.“ Der Grund: Altenstadt hatte in dieser Zeit gar keine Fußballmannschaft.

Zusammen mit Hermann Gschrei hatte Gregor Deschler zwischen 1955 und 1959 die Anlage angelegt. Genau zur Fertigstellung des Platzes hatte Altenstadt wieder eine eigene Fußballmannschaft. Von 1948 bis 1951, von 1953 bis 1955 und von 1965 bis 1969 war Deschler erster Vorsitzender des TSV. „Er machte jahrzehntelang den Platz zu seinem Steckenpferd.“ Die Grashalme auf dem Platz hätten „guten Morgen, Herr Deschler“ gesagt, weil kein Tag ohne seinen dessen obligatorischen Rundgang vergangen sei. „ Der Gregor war einfach gigantisch.“

1991/92 wurde das alte Sportheim abgerissen und das neue gebaut. 1,7 Millionen DM hätte es gekostet. Wenn da nicht für rund 900 000 Euro Eigenleistungen eingebracht worden wären. Heute, so Kranzfelder, seien nach 24 Jahren die Schulden nur mehr minimal. Und nochmals zu Gregor Deschler: „Der Platz war sein Heiligtum.“

Peter Deschler indes sagte in Erinnerung an seinen Vater: „Der hat draußen auf dem Sportgelände wo immer notwendig selber Hand angelegt.“ Daheim habe er sämtliche handwerkliche Tätigkeiten lieber anderen überlassen. Deschler bezeichnete die Sportanlage als Schmuckstück und Vorzeigeobjekt, und er bedankte sich bei all denen, „die das Vermächtnis meines Vaters weiterführen".

Walter Kindlmann

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