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Die neu gewählte Vorstandschaft der UWV-Altenstadt ohne den Schriftführer: von links Helmut Horner, Claudia Reich, Kathrin Högg (neue 1. Vorsitzende), Bernhard Schöner und der scheidende Vorstand Sepp Reich.

UWV-Altenstadt bekommt neuen Vorsitzenden

Abgang mit Geschichte

Altenstadt - Sepp Reich ist Geschichte. In der Mitgliederversammlung der Unabhängigen Wählervereinigung UWV legte er sein Amt als Vorstand nieder, nach 26 Jahren. Vor seinem Abgang aber erinnerte Reich an die Geschichte der UWV in Altenstadt.

Es war eine relativ kurze Mitgliederversammlung, zu der die Vorstandschaft der Unabhängigen Wählervereinigung UWV/FW Altenstadt eingeladen hatte. Nach einem recht kurzen Kassen-Bericht, der sich im Prinzip über zwei Wahlperioden erstreckte, übergab die Kassiererin das Wort an Sepp Reich. Und der kam sogleich auf den Punkt.

Er wolle nach 26 Jahren, in denen er das Amt begleitet habe, aufhören, so Reich. „Das Amt gehört in jüngere Hände“, befand der Gemeinderat, der seit zwei Amtsperioden auch zweiter Bürgermeister der Gemeinde ist. Bevor er aber abgehe, so Reich, wolle er einen Rückblick geben auf die Geschichte der UWV in Altenstadt. Die beginnt im Prinzip schon 1966, damals allerdings hieß die Gruppierung noch unpolitische vereinigte Wähler, UVW. Wie die Freien Wähler tellte die UVW seinerzeit zwei Gemeinderäte. Schon zwei Jahre später, 1968, trat die UVW mit Adolf Parsch zu den Bürgermeisterwahlen an, unterlag aber, wie Reich resümierte. Dafür aber wurde Georg Haberstock, UVW-Gemeinderat, damals zweiter Bürgermeister. Dank einer Listenverbindung mit den Freien Wählern konnte die UVW aber 1972 vier Kandidaten in den Gemeinderat bringen, 1977 schließen sich die beiden Gruppierungen dann zusammen. Es folgen durchwachsene Jahre für die Gruppierung, die sich 1996 schließlich in Unabhängige Wählervereinigung umbenennt und damit offiziell nicht mehr unpolitisch ist. Das sei nicht vorstellbar, erläutert Reich die Gründe. Man nähert sich damit den Schongauern an, wo die UWV auch aktiv ist. Allein für die Umbenennung habe man wieder 80 Unterschriften von Unterstützern sammeln müssen, erinnerte Reich das Procedere. 2002 gewinnt Albert Hadersebeck die Bürgermeisterwahlen, die UWV kann aber nur drei Kandidaten im Gemeinderat platzieren. Sechs Jahre später dann können die Unabhängigen die CSU-Mehrheit knacken, nunmehr sitzen fünf UWV-Räte im Gremium. Dafür allerdings habe man mit der SPD eine Listenverbindung eingehen, was Ärger mit der CSU eingebracht habe. Sepp Reich wird zum zweiten Bürgermeister nominiert. Bei den Wahlen vor zwei Jahren verliert die UWV aber einen ihrer „Stimmenfänger“ aus Altersgründen. „Das ist die Geschichte der UWV“, so Reich über den Geschichtsexkurs.

Auch die außerkommunalen Aktivitäten der UWV haben sich reduziert, früher sei man Schlauchbootfahren auf dem Lech gewesen und habe Grillabende veranstaltet. Lediglich der Stammtisch, jeweils einen Abend vor der anstehenden Gemeinderatssitzung, habe noch Bestand, so Reich.

Im Rückblick resümierte Reich weiter, habe man gute Arbeit im Gemeinderat geleistet, sei immer gut vorbereitet gewesen und habe konstruktiv für den Ort, zusammengearbeitet. Ein Lob gab es für den CSU-Kollegen Albert Hadersbeck, der immer Sorge trage, dass alle Gemeinderäte gut informiert seien und man eine gute Arbeit leisten könne.

Mit diesem Resümee seiner Arbeit und der der Kollegen übergab Sepp Reich an den Wahlausschuss, der die neue Vorstandschaft wählen sollte. Die erstmals nun von einer Frau angeführt wird: Kathrin Högg ist nun Vorstand der UWV/FW, ihr zur Seite gestellt ist Helmut Horner als zweiter Vorstand. Schriftführer wurde, in Abwesenheit, Hubert Thoma, Claudia Reich bleibt Kassiererin, Bernhard Schöner wurde zum Beisitzer gewählt.

Mit dem Aufruf, doch verstärkt zum Stammtisch der UWV zu kommen, wo die Themen der anstehenden Gemeinderatssitzung diskutiert werden und wo man sich als Bürger einbringen kann, beendete Högg dann die Sitzung.

Oliver Sommer

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