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Beschreibt und malt in ihrer SpielWelt eine wundersame Welt im Unterbewusstsein: Die Bernbeurer Künstlerin und Autorin Andrea R. Walla.

Andrea R. Walla hat SpielWelt erschaffen

Im Online-Roman Träume wiederfinden

Bernbeuren - Eine fabelhafte Welt der Fantasie, die zu einer Reise ins Unterbewusstsein werden könnte, hat Andrea R. Walla aus Bernbeuren geschaffen. Die 37-jährige Künstlerin und Autorin möchte mit ihren Bildern und Texten möglichst viele Menschen begeistern, motivieren und inspirieren.

„Das Spiel der Macht über die Innere Welt hat längst begonnen.“ So startet man in die SpielWelt, die von Andrea R. Walla entwickelte Romanreihe, die es nur im Internet zu erleben gibt. Die Fantasy-Geschichte wird als Web-Book veröffentlicht.

Eine Druckfassung vorzulegen, wäre vermutlich auch gar nicht zu verwirklichen, denn das Buch lebt: Es wird live geschrieben und gestaltet und verwandelt sich somit ständig. Mit den Worten „Stell Dir vor, Du könntest Dein Unterbewusstsein betreten und es mit Hilfe einer Karte wie einen exotischen Kontinent kennenlernen“ wird der Besucher der SpielWelt eingeladen, dem finsteren Zeitalter einen Besuch abzustatten. Der Kern der Geschichte an sich ist schnell erzählt und ist in sieben Kapiteln bereits fertig angelegt. Andrea R. Walla beschreibt und zeichnet die Schöpfungsgeschichte rund um den ersten großen Träumer. Jeder Träumer hat ein Lebenslicht, das auf eine ganz besondere Weise strahlt. Eins Tages verschwindet der erste große Träumer – und mit ihm sein Schloss der Träume. Die große Dunkelheit will alles beherrschen und das geistige Potential der anderen Träumer nutzen. Diese wiederum versuchen, ihre Träume wiederzufinden, das Licht zurückzubringen.

Handlung und Perspektive verändern sich

Im Internet gibt es zwar auch Seiten, aber diese werden nicht einfach nur umgeblättert, sondern bieten jeweils einen neuen Zutritt in die Geschichte. Die Personen, Charaktere und die Rahmenhandlung bleiben zwar gleich, aber der Handlungsstrang und die Perspektive verändert sich. Walla macht hier eine bisher unsichtbare Türe auf oder lässt dort einen Zugang verschwinden. Die Leser können den ganzen Entstehungsprozess des WebBooks in Echtzeit verfolgen – und visuell erleben.

Und Walla illustriert ihr ganzes Werk selbst. Wie viel Zeit dahintersteckt, kann man im ersten Kapitel „Chaos folgt Ordnung“ bereits erahnen. Sämtliche Illustrationen entstehen entweder als Ölbild auf Leinwand oder, um Zeit zu sparen, über ein Zeichenprogramm auf einer digitalen Leinwand. Wobei es Walla wichtig ist, dem Leser noch genügend Freiraum für seine eigene Fantasie zu lassen, weshalb sie mit ihren Bildern eine Richtung vorgibt, die Illustrationen aber nicht bis ins Detail ausarbeitet.

Die SpielWelt bietet nicht nur den Online-Roman, sondern noch weitere Ebenen wie einen Blog oder das Glossar, über das die wichtigsten Begriffe erklärt werden. Denn die Bernbeurerin hat nicht nur eine andere Welt kreiert, sondern arbeitet auch mit einer eigenen Sprache. Kemelom beispielsweise bedeutet Himmel. Sie möchte damit verhindern, dass der Leser sofort einen weiß-blauen Himmel vor Augen, sondern die Möglichkeit hat, sich einen kosmischen Himmel vorzustellen. Auch eine Schrift hat sie selbst entworfen, und sie verzichtet auf sämtliche Umlaute. „Das Hirn muss lernen, und auf diese Weise liest man die Texte genauer“, ist sie überzeugt.

Eine  multifunktionale Scannerpersönlichkeit

Autorin und Illustratorin, dazu Webdesign und Vermarktung des Projektes – alles aus einer Hand? Die 37-jährige gelernte Bankkauffrau mit künstlerischer Weiterbildung hat sich Wissen angeeignet, ihre Fähigkeiten stetig ausgebaut. Die gebürtige Schongauerin bezeichnet sich selbst als multifunktionale Scannerpersönlichkeit mit vielen Interessen und Begabungen. Hinzu kommt eine prägende Kindheit in einem Elternhaus, in dem der Alkohol eine zu große Rolle spielte. Mit 16 begann sie zu zeichnen, das erste Ölbild entstand mit 19. „Ich habe mich selbst mit meinen Bildern therapiert, habe versucht, einen anderen Ansatz zu verschiedenen Themen zu bekommen und mittels Bewusstseinsentwicklung aus dem Hamsterrad auszubrechen.“

Das ganze Paket SpielWelt nennt Andrea Walla inzwischen „Blick ins Unterbewusstsein“, und zwar in das fiktive. „Da fliegen natürlich meine Probleme und Erfahrungen mit rein.“ Wer sich darauf einlassen will, kann das Buch als Anregung lesen, sich selbst einmal anders zu sehen, manche Dinge in Frage zu stellen. Könnte man. Muss man aber nicht.

SpielWelt

Zu finden ist der Online-Roman SpielWelt unter www.spielweltv3.com. Das erste Kapitel ist frei. Alle weiteren kosten dann in etwa so viel wie ein broschiertes Buch.

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