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Handfeste Auseinandersetzungen und Missverständnisse garantieren, dass beim Theaterstück auf der Bühne der Auerberghalle in Bernbeuren keine Langeweile aufkommt. Das Stück „Sag niamols nia“ wird noch vier Mal aufgeführt.

Theater in Bernbeuren

Bürgermeister-Streit um gemeinsamen See eskaliert

Bernbeuren - Viel Applaus gab es für den heiteren Dreiakter „Sag niamols nia“. Auch lokale Spitzen fehlten nicht. Noch vier Aufführungstermine gibt es für interessierte Zuschauer. 

Die jahrelange Fehde im Dreiakter „Sag niamols nia “ von Bürgermeister Willi Dirnberger (gespielt von Christian Beer) und Bürgermeisterin Resi Fischer (Hilde Höfler) aus dem Nachbarort, geht nicht nur den Bewohnern des Dorfes auf die Nerven, sondern vor allem deren beiden Kindern. Das ist ein Themenstrang beim Theaterstück, das in diesen Tagen auf der Bühne der Auerberghalle in Bernbeuren zu sehen ist.

Steffi Schuster und Simon Sprenzel versuchen als Christl und Martin, ihre Eltern zum Einlenken zu bewegen, sind sie doch schon lange ein Liebespaar, aber die räumliche Nähe der beiden Dörfern lässt eine offen gelebte Beziehung gar nicht zu. Das Streitthema derzeit: der gemeinsame See, der sich genau auf der Gemeindegrenze befindet.

Örtlicher Bezug war reizvoll

Christian Beer und Sepp Wohlfahrt haben bei den Theaterern des Bernbeurer Trachtenvereins Regie und Gesamtleistung inne – und gestanden schon zu Beginn des Dreiakters von Achim Pöschl , dass „der örtliche Bezug zum Haslacher See furchtbar reizvoll war“.

Die beiden Hauptakteure Beer und Höfler sind als Rathauschefs übrigens beide gebürtige Bernbeurer, die seit vielen Jahren in Burggen wohnen. Beste Voraussetzungen also, um Lokalkolorit und kleine Spitzen mit einfließen zu lassen. Großes Lob gab es bei der Premiere auch für die Bühnengestaltung, denn die Kulisse ist als Wirtschaft in Wassernähe liebevoll mit Details wie Fangnetzen oder präparierten Fischen dekoriert. Und auch der lokale Bezug zu den beiden Gemeinden Bernbeuren und Burggen ist klar mit den aufgehängten Ortswappen gegeben.

Zurück zum Inhalt: Kann der See durch UNESCO-Mitarbeiterin Agnes Harsch zum Weltnaturerbe erhoben werden? Sollte das den Burggenern gelingen, dann schwört Beer in seiner Rolle, dass er die Olympischen Spiele nach Bernbeuren holt.

Auch die Wirtsleute (Georg Hiltensberger und Waltraud Sprenzel ) leiden unter den Streitigkeiten, denn sie sehen sich kulinarisch auf einem höheren Niveau, aber die Einheimischen bestellen immer nur „Wiener“ und schauen die Speisekarte gar nicht erst an. Ob der strafversetzte Pfarrer (Simon Epp ) eine Lösung für seine ihm anvertrauten Pfarreien hat, und welche Rolle Wohlfahrt als Philipp Hugo im letzten Akt innehat, erfahren Theaterfreunde aus Nah und Fern an den verbleibenden vier Spielterminen.

Weitere Spieltermine

sind am Samstag, 29. Oktober, Montag, 31. Oktober, sowie Freitag, 4. November, und Samstag, 5. November, jeweils um 20 Uhr in der Auerberghalle. Karten können vorab bei Familie Straub unter Telefon 08860/1674 reserviert werden.

Kathrin Zillenbiehler

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