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Der Stadel beim Schnitzer soll abgerissen werden. Der Gasthof selbst (hinten) steht unter Denkmalschutz.

Beim Gasthaus Schnitzer

Einkaufsmarkt für Bernbeuren

Bernbeuren - Lange war hinter verschlossenen Türen verhandelt worden, nun werden Nägel mit Köpfen gemacht: Der Stadel beim Gasthaus Schnitzer wird abgerissen. Etwas abgerückt vom denkmalgeschützten Bernbeurer Wirtshaus soll ein kleiner Feneberg-Markt gebaut werden.

Die gesamte Fläche am Gasthof Schnitzer inklusive Stadel und angrenzende Wohnbebauung wird überplant. Hierfür stellte der Gemeinderat Bernbeuren in seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan „Schnitzer“ auf. Geht es nach dem Wunsch der Gemeinde, soll das Projekt möglichst bald umgesetzt werden.

Wie der Schongauer Städteplaner Dietmar Hörner ausführte, soll in einem größtmöglichen „Respektabstand“ zum denkmalgeschützten Gasthof ein „gefälliges“ eingeschossiges Gebäude in moderner Form für den Einkaufsmarkt mit rund 950 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche errichtet werden. Die reine Verkaufsfläche sei mit 600 bis 700 Quadratmetern „recht überschaubar“, die restliche Fläche wird für Lagerräume und Sozialflächen benötigt. Die Wandhöhe soll in etwa fünf Meter betragen, die Dachneigung 20 Grad. Detailpläne des Architekten liegen aber noch nicht vor.

Damit auch die Parkplätze weiter vom Denkmal abrücken, wird die Grundstücksgrenze hin zur bestehenden Wohnbebauung im Westen verschoben. 48 Stellplätze könnten eingeplant werden, wobei Hörner einschränkte, dass auch 25 bis 30 genügen würden. Die Parkplätze könnten sowohl von Besuchern des Feneberg-Marktes genutzt werden als auch bei einer möglichen Wiedereröffnung des Gasthofes von Gästen. Der Schnitzer ist seit dem Tod der Wirtin Maria Schnitzer geschlossen.

Sorgen wegen Lärmbelästigung müssten sich die Anwohner im Übrigen nicht machen, wie der Städteplaner betonte. Die Anlieferung soll untertags zu Marktöffnungszeiten erfolgen, etwa im Zeitraum zwischen sechs Uhr morgens und 20 Uhr. Hörner: „Von störenden Geräuschen ist nicht auszugehen.“

Zum neuen Feneberg-Markt soll in etwa eine Fläche von 3300 Quadratmetern gehören. Der Geltungsbereich des neuen Bebauungsplans „Schnitzer“ umfasst insgesamt rund 8000 Quadratmeter. Zwar existiert bereits ein Bebauungsplan Ortskern II, aber für die Überplanung wird ein qualifizierter Bebauungsplan benötigt. Die Voraussetzungen hierfür hatte der Gemeinderat schon mit dem Aufstellungsbeschluss, den Ortskern insgesamt zu überplanen, geschaffen.

Gemeinderat Alois Suiter hinterfragte, ob nicht auch der Stadel direkt beim Gasthof, der für den Neubau abgerissen werden muss, unter Denkmalschutz stehe, möglicherweise handele es sich um einen Ensembleschutz. Hörner verneinte dies und verwies darauf, dass das Landesamt für Denkmalpflege ohnehin an der Aufstellung des Bebauungsplanes beteiligt werden – mehr als 30 Träger öffentlicher Belange bekommen die Pläne vorgelegt. „Wir brauchen irgendwann eine gewisse Planungssicherheit und müssen unsere Priorität jetzt auf die Daseinsvorsorge in Bernbeuren legen“, verwies Bürgermeister Martin Hinterbrandner darauf, dass die Prüfung der Behörden, welche Gebäude als Denkmal eingestuft sind, bereits seit 2013 abgeschlossen sei. Es habe auch Überlegungen mit den Eigentümern gegeben, den alten Stadel mit in die neuen Pläne zu integrieren. Letztlich sei dies jedoch schon im Vorfeld an den Kosten gescheitert.

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