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Schüler feiern den 50. Geburtstag der Grundschule Bernbeuren.

50 Jahre Grundschule Bernbeuren

Pauken in der alten Schulbank

Bernbeuren: 50 Jahre Grundschule Bernbeuren: Wenn das mal kein Anlass zum Feiern ist – ein Festakt, zu dem auch frühere Lehrer als Gäste begrüßt werden konnten, bildete jetzt den krönenden Abschluss.

Es wurde noch einmal bunt und sehr musikalisch bei diesem Festakt zum Abschluss des Schul-Jubiläums. Rektor Matthias Igerl begrüßte auf der Gitarre mit Armin Haf (Ziach) und Lehramtsanwärter Johannes Kretzinger (Trompete) die Ehrengäste.

Igerl fasste kurz die Schulgeschichte des Ortes zusammen, da es im Dorf schon 1635 vor der Einführung der Schulpflicht (im Jahr 1802) eine Schule gab. Zuerst befand sich diese am Marktplatz im „Speiserhaus“, ab 1805 dann 160 Jahre lang bis zum Neubau der Grundschule im Gebäude der jetzigen Gemeinde, dem damaligen Mesnerhaus. Im November 1965 erfolgte der Umzug und 2000 kam noch ein großzügiger Anbau hinzu, der leider den Wegbruch der Teilhauptschule nicht mehr verhindern konnte – allerdings jetzt jede Menge Platz für die Schülerschaft biete.

Der Rektor bedankte sich bei einem großen Team an Lehrern, Eltern, Schülern und ehrenamtlichen Helfern, die sich an der Festwoche samt allen Workshops und der großen Ausstellung beteiligt haben. Igerl zeigte sich beeindruckt „mit wie viel Idealismus und mit wie vielen Händen hier dieses Fest gefeiert wurde“.

Schulamtsdirektorin Ingrid Hartmann-Kugelmann, die derzeit auf mehreren 50-/60-Jahr-Feiern eingeladen war, rief in ihrer Rede ihre „eigenen guten, positiven und prägenden Erinnerungen an die Grundschulzeit“ hervor. „Früher gab es noch Morgenandachten und die Schulklassen 1 bis 9 befanden sich in einem Schulhaus.“

Mittlerweile ist alles moderner und innovativer geworden, die Bernbeurener Grundschule sei nah an den Kindern dran, mache jede Entwicklung mit und „ist somit nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum“, bestätigte die Schulrätin. Bürgermeister Martin Hinterbrandner überbrachte ebenfalls Glückwünsche und führte aus, dass die Grundschule der Gemeinde sehr wichtig sei und „uns noch lange erhalten bleiben soll“.

Die Schüler der vierten Klasse hatten einen rhythmischen Samba einstudiert, während die Drittklässler ein von Kretzinger komponiertes Orff-Stück mit dem Titel „Berabeirar Stubenmusik“ vorführten. Mit den besten Wünschen gratulierte auch die zweite Klasse und hing diese als Bänder an einen Baum.

Für alle Gäste und Schüler stand anschließend ein gemeinsamer Luftballonstart auf dem Programm, der vor allem den Kindern große Freude bereitete. Schulleiter Matthias Igerl konnte somit eine Woche abschließen, die „sich intensiv mit der Schulgeschichte früher und heute beschäftigte“.

Jede Klasse durfte sich vier Tage lang an einem der vier angebotenen Projekte beteiligen. Mit Lehrerin Christine Knittel wurde ein Kunstobjekt mit 85 bunten Fliesen angefertigt, welches nun an die 50-Jahr-Feier erinnern wird und auf dem jedes Kind einen Platz gefunden hat. Eine Stofftasche mit dem Schulhaus als Motiv wurde mit Lehrerin Sissi Schmölz per Kork- und Kartoffeldruck hergestellt. Im alten „Kiebelehaus“ zeigte Barbara Zach die frühe Geschichte Bernbeurens inklusive Römer und der Besichtigung des kompletten Auerbergmuseums. Hier durften die Schüler auch in der nahegelegenen Kneippanlage Blumenkarten basteln und essbare Pflanzen suchen.

Die Bücherei bot mit Altbürgermeister Heimo Schmid ein zweigeteiltes Programm an. Bei einem Dorfrundgang zeigte Schmid die wichtigsten Gebäude im Ortskern, welche aber meist schon umgenutzt wurden. Der erste Kindergarten befand sich im Doktorhaus, dazu kamen die beiden ersten Schulgebäude, das Richterhaus im Filser, die Schmiede und die Wagnerei am Graben oder die alte Mühle. Erzählungen aus dem damaligen Schulleben flossen mit ein und bei der dritten und vierten Klasse war auch der ehemalige Lehrer Manfred Karlinger anwesend, der lustige Geschichten oder einen spannenden Krimi aus seinem eigenen ersten Lesebuch vorlas.

Der praktische Teil der Schulgeschichte wurde dann von den Bücherei-Damen durchgeführt, in dem die Kinder mit Schiefertafeln und Griffel, sowie mit Tinte und Feder versuchen durften die altdeutsche Schrift zu schreiben oder mit dem Setzkasten Wörter zusammenstellten. Auch alte Lederschulranzen wurden bewundert und die Beschaffenheit der eigens aus dem Gemeindedachboden geholten Schulbänke samt Tintenfasshalterung erklärt. Das Ausprobieren von alten Pausenhof-Schulspielen wie Gummitwist, Murmeln oder Hüpfspiele machte den Schülern ebenfalls viel Spaß und vielleicht wird ja das ein oder andere Spiel nun auch wieder auf Bernbeurens Pausenhof wiederbelebt.

Kathrin Zillenbiehler

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