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Pfarrer Joachim Schnitzer oblag es bei der Feier am Sonntag, den neuen Vereinsstadel am Sportplatz in Bernbeuren einzuweihen.

Neuer Vereinsstadel in Bernbeuren geweiht

„Ein Symbol, was in unserm Dorf möglich ist“

Bernbeuren - Was im Februar 2015 ein Raub der Flammen wurde, ist am Sonntag – feierlich umrahmt von der Musikkapelle – wieder eingeweiht worden. Mit einer Größe von zwölf auf knapp 40 Meter ist der neue Vereinsstadel mit dazugehörigem Bauhof deutlich größer als der vorherige Bau.

Der neue Vereinsstadel in Bernbeuren kann sich mehr als sehen lassen: Einen großen Teil der vorhandenen Fläche benötigt der Sportverein für seine Gerätschaften, wobei nun auch die Musikkapelle, der Trachtenverein, die Fingerhakler und die Motorsportler einen Platz für ihre Sachen zur Verfügung haben.

Da der Bernbeurer Bauhof bisher ohne Stromanschluss fernab vom Dorf untergebracht war, lag der Gemeinde schon länger ein Standortwechsel am Herzen. Die finanzielle Lage ließ dies bislang aber nicht zu. Jedoch mit dem Neubau des Stadels am Sportplatz und dem Potential so vieler Helfer, beschritt der Gemeinderat diesen Weg.

Bürgermeister Martin Hinterbrandner blickte in seiner Rede auf die zahlreichen Sitzungen bis zu dieser Entscheidung zurück. Die Gemeinde wisse sehr wohl um die kritischen Stimmen, ob es diesen Stadel in dieser Größe gebraucht hätte, „aber es war eine einmalige Chance“. Hinterbrandner stellte hierzu fest: „Es ist kein Schloss und keine Residenz, es ist ein Stadel, der als Symbol dafür stehen soll, was bei uns im Dorf gemeinsam möglich ist.“

Mit einer Größe von zwölf auf 40 Meter ist der Stadel deutlich größer als sein Vorgänger, bietet jetzt aber mehreren örtlichen Vereinen Platz für die verschiedensten Gerätschaften.

Der Ausgangspunkt für das Bauwerk sei der Brand des bisherigen TSV-Stadels gewesen, und man habe mit den Vereinen gemeinsam beraten, was das Notwendigste und was sinnvoll wäre. Sowohl die Vereine als auch die Gemeinde müssen noch viel Arbeit, Zeit und Ideen in den restlichen Ausbau stecken, aber das Wesentliche sei geschafft.

Der Bürgermeister bedankte sich bei den rund 150 Helfern, die zusammen rund 2000 ehrenamtliche Stunden geleistet haben. Das Projekt kam so inklusive Abbrucharbeiten der Brandruine und Wiederinstallation der Photovoltaikanlage auf rund 110 000 Euro.

Pfarrer Joachim Schnitzer oblag es schließlich, den Neubau zu segnen, und er ging in der im Stadel abgehaltenen Messe auf den Gemeinschaftsgeist ein. „Der heilige Paulus hätte Trainer werden sollen, denn er hielt den Korinthern keine Moralpredigt, sondern erinnerte sie mit einem Vergleich an Einheit und Zusammenhalt.“ Am Beispiel des menschlichen Leibs erläuterte der Geistliche, wie wichtig alle Glieder mit ihren unterschiedlichen Funktionen sind, und dass keiner ohne den anderen könne. „Gott sucht Mitspieler, die durch Einigkeit und mit vereinten Kräften anpacken und sich gegenseitig unterstützen.“ Die geleistete Arbeit von so vielen Helfern aus den unterschiedlichen Vereinen stehe „entgegen des Trends des Individualismus unserer Zeit“.

Bei einer gemeinsamen Brotzeit und strahlend blauem Himmel standen die verschiedenen Bereiche des Stadels anschließend zur Besichtigung offen.

Kathrin Zillenbiehler

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