Trotz Ausweichmanöver

Rennradler rast in Traktoranhänger und stirbt

Bernbeuren - Noch an der Unfallstelle erlag er seinen schweren Verletzungen: Ein 51-jähriger Radfahrer ist bei Bernbeuren frontal in einen Traktoranhänger gerast.

Es sollte eine schöne Ausfahrt werden, die sich der Mann aus Marktoberdorf für diesen schönen Feierabendausflug am vergangenen Freitag vorgenommen hatte. Eine Ausfahrt, von der der 51-Jährige nie wieder zurückkehren sollte. Auf einer kleinen Landstraße beim Auerberg konnte der Mann aufgrund seiner hohen Fahrtgeschwindigkeit bergab nicht mehr bremsen. Er raste mit seinem Fahrrad in den Anhänger eines Traktors und wurde in eine Wiese geschleudert. Wiederbelebungsversuche von Ersthelfern waren vergebens. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Radfahrers feststellen.

Der Schock sitzt dem Traktorfahrer (21) aus dem Gemeindebereich Bernbeuren noch tief in den Gliedern. Er hatte das landwirtschaftliche Fahrzeug gefahren, war mit dem Gespann noch geistesgegenwärtig in die Wiese ausgewichen, als er den Radfahrer entgegenkommen sah. „Der war brutal schnell“, erinnert er sich. Und daran, dass er sich gedacht hat: „Das kann nicht gut gehen.“

Der junge Mann ist schon oft mit dem Gespann gefahren. An diesem Freitagabend hat er nach der Arbeit einem Freund beim Heu einführen geholfen, war gerade auf dem Weg zum Auerberg hoch, als das schreckliche Unglück passierte.

Als der Bernbeurener rechts in die Wiese fährt und dann eine Vollbremsung macht, steht der Ladewagen noch auf der Straße. Am Bulldog schafft es der Radfahrer fast vorbei, kollidiert dann aber mit Kotflügel und Seitenwand des Ladewagens.

Ab jetzt läuft für den jungen Landwirt alles ab wie in einem Film. In der Kabine hört er ein Scheppern, springt auf die Straße. Zwei Fußgänger eilen herbei, alarmieren Polizei und Rettungsdienst. Sie werden später in ihrer Zeugenaussage bestätigen, dass der Traktorfahrer noch versucht hat, auszuweichen.

Der junge Mann alarmiert seinen Freund. Bis der eintrifft, kümmert er sich um den Radfahrer. Der Mann atmet noch, als der Bernbeurener ihn aus einem Waldstück auf die Straße zieht, ihn in die stabile Seitenlage bringt. Gemeinsam mit seinem Freund startet er Wiederbelebungsversuche. Sie scheitern. Dem Schwerverletzten ist nicht mehr zu helfen. Der Notarzt kann nur noch den Tod feststellen. Der Radfahrer soll bei seiner Ausfahrt keinen Helm getragen haben.

Vergessen können wird der 21-Jährige dieses schreckliche Erlebnis sicher nie mehr. „Die Bilder kommen immer wieder.“ Bilder, mit denen er auch künftig konfrontiert sein wird, wenn er seinem Vater bei der Arbeit auf dem Hof hilft.

Vor allem in der Zeit, in der die Landwirte ihr Heu einführen, gilt es oft gegenseitig Rücksicht zu nehmen im Verkehr. Wenn Landwirte mit dem Gespann unterwegs sind, gibt es immer wieder Berührungspunkte mit Radfahrern, sagt der Jung-Landwirt und ruft zur beidseitigen Achtsamkeit und Rücksichtnahme auf, „damit so etwas Schlimmes nie wieder passieren muss.“

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

<center>Süße Weihnachtsbäckerei</center>

Süße Weihnachtsbäckerei

Süße Weihnachtsbäckerei
<center>CD "Stubnmusik zur Advents- und Weihnachtszeit"</center>

CD "Stubnmusik zur Advents- und Weihnachtszeit"

CD "Stubnmusik zur Advents- und Weihnachtszeit"
<center>Honigwilli</center>

Honigwilli

Honigwilli
<center>Honigschlehe</center>

Honigschlehe

Honigschlehe

Meistgelesene Artikel

Heuberger will erweitern

Bernbeuren - Das Autohaus Heuberger erweitert im kommenden Jahr. Geplant ist eine kleine neue Halle. Diese soll zwischen der derzeitigen Werkstatt und der Pflegehalle …
Heuberger will erweitern

700 Jahre altes Stück Himmel auf Erden

Seine idyllische Lage ist wie aus dem Bilderbuch, der Fernblick von hier aus wohl einmalig. Vom Nebelhorn bis hin zur Kampenwand zieht sich die Bergkette mit teilweise …
700 Jahre altes Stück Himmel auf Erden

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion