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Beim Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Georg in Böbing wirkten diesmal insgesamt vier Gruppen mit. 

Blaskapelle Böbing

Bei Adventskonzert 1980 Euro für krebskranke Kinder gespendet

Böbing – Ein feines Gespür für die Auswahl klassischer und traditioneller Adventsmusik und eine feine Umsetzung: Das Konzert der Blaskapelle Böbing war nicht nur musikalisch ein voller Erfolg.

Es ist mucksmäuschen still in der Böbinger Pfarrkirche St. Georg. „Wir wollen Sie am Abend des ersten Advent mit Musik auf die staade Vorweihnachtszeit einstimmen“, sagt Musiker-Vorstand Franz Hückl. Böbings Pfarrer Josef Fegg indes erinnerte an Papst Benedikt, der einmal sagte, „die Musik ist die Sprache der Seele.“ Im Übrigen komme gerade in der Adventszeit durch die Musik die Sehnsucht der Menschen nach Frieden zum Ausdruck.

Die 31 Musiker der Blaskapelle Böbing haben registerweise vorne am Altar unter dem Deckenbild der heiligen Dreifaltigkeit Platz genommen. Die Gruppe Choropax, der Böbinger Jugendchor und das Wildlacher Harfenduo teilten sich den Platz oben auf dem Chor. Alle warten sie auf ihren Einsatz zum diesjährigen Adventskonzert. Der kommt auch. Immer mit dem Glockenschlag.

Diesmal war es das Bläserquintett der Musikkapelle um ersten Vorstand Franz Hückl, das zum Auftakt des gut eineinhalbstündigen Konzerts das „Presto“ spielte. Die Gruppe Choropax mit Leiterin Regina Huwiler-Tralmer sang „Es wird ein Stern aufgehen“, „Veni, Veni Emanuel“ und das Verheißung versprechende Lied „ Wir sehen den Stern am Himmel stehen.“ Das Wildlacher Harfenduo spielte die „Papst Benedikt- Weis“, „Staad werd’n“ und das Stück „Staade Weis“. „Advent is am Leuchtn“ sang der Böbinger Jugendchor mit seiner Leiterin Veronika Strunz.

Die Blaskapelle kam erst nach dem Auftritt der drei Gruppen zum Einsatz. Eigentlich recht ungewöhnlich für das Adventskonzert. Mit „Aschenbrödels Tanz“ (Cinderella’s Dance) , „Die Winterrose“ und „Möge die Straße uns zusammen führen“ waren es drei Stücke, bevor zum Ende des Adventskonzerts Musikkapelle und die drei beteiligten Gruppen zusammen mit den Besuchern den Choral „Macht hoch die Tür“ sangen und spielten. Zwischen den Musikstücken hat Max Becker die bewegte Geschichte vom Engel Fidor gelesen.

Es war alles in allem ein feines Konzert. Die jeweils verantwortlichen Leiter hatten ein feines Gespür für die Auswahl klassischer und traditioneller Adventsmusik: Der Eintritt zum Konzert war frei. Allerdings bat Franz Hückl um eine Spende zugunsten krebskranker Kinder.

Margarethe Bader aus Ohlstadt, die Vorsitzende der Eltern-Initiative krebskranker Kinder, sprach über das Leid der Kinder, und auch darüber, wie deren Leid durch medizinische Maßnahmen gemildert und geheilt werden kann. „Wir benötigen das Geld für medizinische Maßnahmen, die durch die Fallpauschalen der Krankenkassen nicht möglich sind.“ 70 bis 80 Prozent der krebskranken Kinder könnten geheilt werden.

Die Elterninitiative kümmert sich auch dafür, dass die Eltern bei ihren Kindern bleiben können. Sie hat dazu fünf Wohnungen angemietet. Und sie finanziert Nachsorgeprojekte. Egal, in welchen Kliniken die Kinder behandelt worden sind.

Die Böbinger Adventskonzert-Besucher haben tief in ihre Tasche gegriffen, um einen kleinen Betrag zur Linderung der Not dieser kranken Kinder zu leisten. 1980 Euro kamen am Ende zusammen. Mit dabei ist auch der Erlös aus dem Verkauf von Glühwein auf dem Böbinger Kirchplatz.

wk

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