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Hat dem Gemeinderat die neue Ortsgestaltungssatzung erläutert: VG-Chef Hannes Scheifele.

Aus dem Gemeinderat

Böbinger Ortsbild bewahren

Böbing - Die Gemeinde Böbing hat eine neue Ortsgestaltungssatzung. Darin ist ganz genau festgelegt, welche bauliche Anlagen und Freiflächen, Antennen, Mobilfunk, Solar- und Windkraftanlagen im Ort Böbing selbst und in seinen Ortsteilen zulässig sind.

Die Gemeinde will mit dieser Ortsgestaltungssatzung die besonderen Gestaltungselemente des Böbinger Straßen-, Ort- und Landschaftsbildes bewahren und zudem eine nachhaltige Siedlungsentwicklung sicherstellen. Eines machte Bürgermeister Peter Erhard deutlich: „Die Festsetzungen in den bestehenden Bebauungsplänen bleiben von dieser Gestaltungssatzung unberührt.“

Vieles ist darin ohnedies schon geregelt, aber einiges ist dann doch neu gefasst. So bei den Dachauf- und anbauten. Satteldachgauben sind nur bei Dächern mit mindestens 22 Grad (bisher 32 Grad), Dachneigung und Schleppgauben bei Dächern mit mindestens 45 Grad Dachneigung zulässig. Zwerchgiebel und außenwandbündige Gauben sind zulässig. Die Summe der Breite aller Gauben auf einer Dachhälfte darf allerdings maximal ein Drittel der davorliegenden Trauflänge betragen.

Windkraftanlagen sind derzeit "kein Thema"

„Wir müssen das einfach großzügiger fassen, dann müssen wir uns nicht immer wieder mit Befreiungen vom Bebauungsplan befassen,“ ist Erhard wichtig. Festgelegt ist auch, dass die Errichtung von Mobilfunkübertragungsstationen innerhalb der Siedlungsbereiche unzulässig ist. Im sonstigen Gemeindegebiet sind sie lediglich innerhalb der im Flächennutzungsplan dargestellten Flächen zulässig. Wie VG-Chef Hannes Scheifele erläuterte, sind die Masthöhen den Belangen des Orts- und Landschaftsbildes unterzuordnen. Windkraftanlagen sind innerhalb von Siedlungsgebieten unzulässig. „Derzeit kein Thema“, meinte Erhard.

Nicht zulässig sind freistehende Solaranlagen. Beispielsweise im Garten auf dem eigenen Grundstück. Geregelt ist auch das Thema Stellplätze bei Ein-, Mehrfamilien und Doppelhäuser. Die Richtzahlen entsprechen dabei dem durchschnittlichen Bedarf. Geregelt ist auch alles, was mit Werbeanlagen verbunden ist. Schilder, Ständer, Fahnen und Beschriftungen, Bemalungen, Lichtwerbungen und Schaukästen. Beispielsweise dürfen Werbeanlagen eine Größe von drei auf zwei Meter nicht übersteigen. Im Übrigen, so Scheifele, gilt für sämtliche Werbeanlagen die Bayerische Bauordnung (BayBO).

Wer sich nicht dran hält, muss Bußgeld zahlen

Zuwiderhandlungen gegen die Regelungen in der Ortgestaltungssatzung werden teuer. Je nach Verstoß kann ein Bußgeld von bis zu 500 000 Euro fällig werden. Geschlossen hat der Gemeinderat der neuen Satzung zugestimmt. Sie tritt ab sofort in Kraft.

Walter Kindlmann

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