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Bis der Einkaufskorb gefüllt werden kann, dauert es noch, aber: Es geht voran mit dem Projekt. Auf unserem (gestellten) Foto von links Claudia Riedenauer, Mali Waibl, Andrea Waldhör und Leni Waldhör vor dem Schaufenster der ehemaligen Metzgerei.

Denklingen

Dranbleiben beim Dorfladen

Denklingen - Einen entscheidenden Schritt weitergekommen ist die Initiative, die in Denklingen einen Dorfladen gründen möchte. Die Frauen und Männer haben mit den Räumlichkeiten in der ehemaligen Metzgerei Baumann an der Hauptstraße, die in den letzten zehn Jahren als Filiale der Metzgerei Pschorr dienten, einen zentralen Ort für den Dorfladen gefunden.

Dass was vorangeht bei dem Projekt, ist beim Ausblick auf zwei Termine ersichtlich. So findet am Sonntag, 18. September, von 13 bis 17 Uhr ein Dorfladentag statt. In dieser Zeit können Interessierte die Räumlichkeit des geplanten Dorfladens an der Hauptstraße 13 in Denklingen besichtigen.

Bereits eine Woche später wird am Montag, 26. September, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Denklingen die Gründungsversammlung abgehalten. Es wird dabei das Dorfladenkonzept nochmals vorgestellt, und es können Anteile gezeichnet werden, um das notwendige Kapital zu erhalten, das zur Gründung des Dorfladens notwendig ist.

Die Initiative für das Projekt Dorfladen wird von einem so genannten Lenkungsausschuss gesteuert. Diesem Gremium gehören drei Gemeinderäte sowie vier Bürger an, erläutert Robert Merkle, der Sprecher des Lenkungsausschusses ist. Er blickt darauf zurück, dass die Metzgerei im Juni geschlossen hat und danach die Gespräche zur Nutzung der leer stehenden Räume für einen Dorfladen zu einem positiven Ergebnis geführt hätten.

Zentraler Ort für den Laden

„Mit den Räumlichkeiten in der ehemaligen Metzgerei Baumann direkt an der Hauptstraße in Denklingen haben wir einen sehr guten zentralen Ort für den Dorfladen gefunden“, kommentiert Robert Merkle. Diese werden beim Dorfladentag am Sonntagnachmittag der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist auch ein Kühlraum vorhanden. Verschiedene regionale Anbieter werden ihre Produkte zeigen. Die meisten Fieranten seien aus Denklingen, aus dem Fuchstal und bis hinauf nach Altenstadt, erklärt der Sprecher der Dorfladen-Initiative.

„Für Denklingen wäre es eine Bereicherung und Belebung des Dorfkerns, wenn es uns durch bürgerliches Engagement gelingen würde, einen Dorfladen zu etablieren.“ So bekundet Bürgermeister Michael Kießling seine Freude über die neue Nachricht zum Stand des Dorfladen-Projektes.

Die Vorgeschichte: Im Sommer 2014 schloss der EDEKA-Laden in Denklingen seine Türen. Seitdem gibt es dort keinen Lebensmittelmarkt für die Nahversorgung mehr. Zwar sind Bäcker, Gemüsehändler und ein Handarbeitsladen noch vor Ort, aber Artikel des täglichen Bedarfs muss man auswärts besorgen.

Die Gemeinde setzt seit der Schließung einen Bus ein. Dieser fährt einmal in der Woche nach Leeder zum Einzelhandel, damit Menschen, die nicht selbst fahren können, die Möglichkeit haben, sich zu versorgen. Da dies kein Dauerzustand sein kann, hatte sich im Herbst 2014 eine Bürgerinitiative gegründet, mit dem Ziel einen Dorfladen zu etablieren.

Es gab auch Niederschläge

Die Gemeinde beauftragte zur Unterstützung der Dorfladen-Initiative Wolfgang Gröll. Er kommt vom Büro „newWAY“ aus dem Landkreis Starnberg und hat als Berater schon mehrere Dorfläden begleitet und etabliert.

Nach anfänglicher Euphorie und einer gut besuchten Auftaktveranstaltung mussten die Initiatoren mehrere Niederschläge einstecken. Denn es konnten trotz großer Anstrengungen keine geeigneten Räume gewonnen werden. Diese wichtige Hürde kann nun mit den Räumen in der der ehemaligen Metzgerei genommen werden.

Ein überregionaler Vergleich besagt, dass sich die Ladendichte in Deutschland spürbar verschlechtert hat. Zahlen von 2012 drücken aus, dass auf 2075 Einwohner ein Laden trifft. Das ist etwas mehr als die Zahl der Einwohner für Denklingen und Dienhausen.

Johannes Jais

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