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Letzte Arbeiten: Petr Zeman treibt mit der Luftramme die Stützen für die Leitplanke in den Boden.

Denklinger Steige

Der Weg für Epfacher ist frei

Denklingen/Epfach - Während die einen noch mit Hochdruck arbeiten, warten die anderen sehnsüchtig darauf, dass die einen fertig werden: Die Bauarbeiten an der Denklinger Steige sind abgeschlossen. Nach fünf Monaten Sperrung wird die wichtige Verbindung von der Lechraingemeinde zur B 17 am Montag wieder für den Verkehr geöffnet. Am Ende belaufen sich die Kosten für den Landkreis Landsberg auf eine knappe Million Euro.

Seit Tagen hat man das hektische Gehämmer in Epfach bis in die Abendstunden gehört. Wie ein Specht, nur metallisch, und viel, viel lauter. Die Lärmquelle: Mit einer Luftramme werden die Stützen für die Leitplanke in den Boden getrieben. Und mit jedem Schlag rückt die Eröffnung der Denklinger Steige ein Stück näher.

Petr Zeman von der Firma Evia Verkehrstechnik aus Hohenbrunn steht seit Stunden an der Luftramme – und das sehr konzentriert. „Man muss ziemlich aufpassen“, sagt der Straßenarbeiter und wischt sich den Schweiß ab. Zum einen, weil die Maschine eine gewaltige Kraft hat. Zum anderen, damit die 2,30 Meter langen Stützen aus verzinktem Stahl maßgenau und gerade in den Boden gehen. 1,60 Meter tief werden sie versenkt.

200 bis 400 Meter pro Tag

Währenddessen montieren Zemans Kollegen Radek Stresc und Marian Julacek die Leitplanen an die Stützen – beileibe auch keine leichte Arbeit. Pro Tag schaffen Zeman und seine Kollegen zwischen 200 und 400 Meter. Bis zum Fuß der Senke sind es aber noch mindestens 300 Meter. „Das schaffen wir heute noch“, sagt Zeman, „wir müssen!“ Denn ab Montag sollen hier die Autos wieder rollen. Zwar nicht gleich am frühen Morgen, aber doch im Laufe des Tages: Am Montag wird sich Christian Henze, Stellvertretender Sachgebietsleiter Tiefbau vom Landratsamt, davon überzeugen, dass die Arbeiten korrekt ausgeführt sind.

Dennoch: Die Straße ist doch einige Tage früher fertig geworden als geplant, die Männer haben gut gearbeitet. Nach der Öffnung sind noch ein paar Dinge zu erledigen. Die Markierungen werden „unter Verkehr“ angebracht. Und: „Wir müssen die Erdmassen unten noch entsorgen“, sagt Henze, „das werden wir aber erst im kommenden Jahr schaffen.“ Dabei wird auch der Feldweg parallel zur Steige neu gemacht, der den Arbeiten zum Opfer fiel.

Besagte Erdmassen waren ein nicht eingeplanter Kostenfaktor der Baumaßnahme. Denn bei der punktuellen Untersuchung sei man, so Henze, auf große Mengen humushaltigen Boden gestoßen: „Die mussten wir abgraben und mit Kies auffüllen.“ Hintergrund ist die dauerhafte Stabilität des Hangs. Keine Kleinigkeit: Insgesamt wurden 16 000 Kubikmeter Kies aufgeschüttet. Und bei diesen großen Mengen an Material „läppern sich die Kosten einfach“, so Henze.

Mehrkosten eine gute Investition 

Insgesamt verursachte der heterogene Aufbau des Hangs Mehrkosten von 256 000 Euro. Also kostete der Ausbau den Landkreis Landsberg am Lech insgesamt eine knappe Million Euro. Angesichts der frequentierten Verbindung jedoch eine gute Investition: Der mangelhafte frühere Ausbau – der zu steil und zu schmal konzipiert wurde – zeigte, dass man eine Wegverbindung in schwierigem Gelände besser gleich ordentlich macht.

Klaus Mergel

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