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Da war was los: Auf dem Bild begeisterten die  Swinging Coteletts die Böbinger Besucher.

Erfolgreiches Open Air

Böbing rockt!

Böbing - Friedlich gefeiert mit harten Rhythmen wurde am Wochenende beim 30. Jubiläum des Böbing Open Air. Trotz schlechten Wetters am Freitag wurde die Wunschmarke von 1.000 Besuchern geknackt.

„Wir sind zufrieden“, strahlte Daniel Schmid, Vorsitzender des Vereins Kunst & Krempel und Veranstalter des Böbing Open Air. Das Wetter hatte es zu Beginn am Freitag zwar mit Nieselschauern und frischen elf Grad am Abend nicht gerade gut mit den Veranstaltern gemeint, aber so ab 20 Uhr war die „Hütte“ voll und die Ehrenamtlichen an den Verpflegungsständen hatten alle Hände voll zu tun.

Dafür präsentierte sich der Samstag mit Sonne und warmen Temperaturen. Die gute Mischung aus Metal, Rock und Indie hat wieder funktioniert und lockte am Freitag 1000 und am Samstag 1200 Besucher zum Festival. Dafür zeichneten sicher auch die Topacts BBou und Django 3000 verantwortlich, die am Freitag beziehungsweise Samstag die Bühne rockten und das Publikum zum Toben brachten. Der erste mit oberpfälzer Rap vom feinsten, auch wenn sich die Texte der frei gerapten Zugaben mehr unterhalb der Gürtellinie bewegten. Letztere mit unverwechselbarem Sound, bei dem auch der Hit „Heidi“ nicht fehlen durfte.

Obszönitäten von der Bühne

Zuvor hatte die gute Laune-Band Sentilo Sono, die zum zweiten Mal dabei war, den Besuchern eingeheizt. Ebenfalls so richtig zum Tanzen brachten die Swinging Coteletts aus dem Altlandkreis Schongau das Partyvolk mit temporeichem, russisch angehauchtem Ska-Rock-Latin. Die bösen Buben im Golfer-Dress gaben die Jungs von Knopf aus Garmisch, die die Obszönitäten, die sie von der Bühne schrien, immerhin mit Bonbos aus riesigen Pinatas versüßten.

Bilder vom Böbing Open Air: Mehr als 1.000 Besucher

Ebenfalls von der harten Fraktion waren Artifex, Bastard Babes, Password Monkey, Redemption of my Fairytale sowie Smoke The Sky mit Hard und Heavy Rock und Metal. Nicht mit weniger Drive, aber melodischer, präsentierten sich Ponyplay mit eigenwilligem RodeoRock und Johnny Beat, bei denen Johnny Cash auf Punkrock traf.

Am Freitag sorgten Casino Blackout, Burial of all Dreams und die Höllenbriada für die harten Rhythmen, während die Formation Ska-Jah aus Weilheim mit bayerischem RootsReggae die Sonne beschwor, was mit Verzögerung ja immerhin einen Tag später funktioniert hat.

Gamskampler fielen wegen Todesfalls aus

Ebefalls mit von der Partie waren DiePlomaten aus Schongau, die mit ihrer besonderen Crossover-Mischung und einigen brandneuen Songs überzeugten, während die junge Gruppe Rigoros aus Peiting am späten Freitagabend nach dem glorreichen Auftritt von BBou das Kunststück schaffte, das Publikum noch einmal mit bayrischem Heimatsound zu fesseln.

Zur Enttäuschung vieler Besucher hatten die Gamskampler aus Schnackslreith kurzfristig abgesagt, aber ein Todesfall in der Familie des Schlagzeugers war mehr als ein triftiger Grund, nicht aufzutreten. Dafür war Frontmann Hans, alias Manuel Herz, immer in den ersten Zuschauerreihen zu finden.

Den krönenden Abschluss des diesjährigen Böbing Open Airs bildete die Gruppe Beats Bulls, in der sich einige Musiker der Gruppe Babo de Bebo des legendären ersten Böbing Open Airs in neuer Besetzung zusammengefunden haben, mit Rock-Hits aus den vergangenen Jahrzehnten, die die Augen der altgedienten Böbing Open Air-Besucher noch einmal zum glänzen brachten und Erinnerungen wachriefen.

Übrig blieben begeisterte Besucher, gute Laune, barfuß auf Teer wundgetanzte Füße, der eine oder andere Sonnenbrand und dicke Schädel. Die sind bis zum nächsten Jahr, wenn das Böbing Open Air in die 31. Runde geht, sicher vergessen.

Ursula Fröhlich

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