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Schwabsoier Mitbürger, die nicht nur von Menschlichkeit reden, sondern sie auch praktizieren: (v.l.) Ingrid Sulzenbacher, Lisa Kreitmair, Benjamin Fischer und Susanne Bussewitz mit den weihnachtlich verpackten Paketen.

Familien helfen Familien

Spenden, solange die Füße tragen

Hohenfurch - Einem Mitmenschen ein Lächeln zu schenken, kann so einfach sein. Ein Lächeln, das beim Auspacken eines Paketes zu erkennen ist. Dieses Lächeln soll durch die Paketaktion des Vereins „Familien helfen Familien“ ermöglicht werden. Mit den Weihnachtspäckchen soll wieder notleidenden Familien, Waisen, armen Kindern und alten Menschen in der Ukraine eine Freude bereitet werden.

An Sammelpunkten in verschiedenen Gemeinden konnten am Wochenende Päckchen und Pakete sowie Geldspenden abgegeben werden, die dann einem Sammeltransporter bei der organisierenden Familie von „Familien helfen Familien“ zugeführt wurden. In Schwabsoien waren Susanne Bussewitz und Anni Bolch die beiden guten Feen, die als Mitglieder im Pfarrgemeinderat die Organisation rund um die Paketaktion steuerten. Teamwork einer Zweiergruppe. Susanne übernimmt von den Spendern die Pakete und stapelte diese vor dem Pfarrheim auf, Anni wird die „Fracht der guten Herzen“ nach Peiting transportieren.

Eine der ersten Spenderinnen ist Ingrid Sulzenbacher. Für sie ist es mehr als selbstverständlich, sich an der Aktion zu beteiligen, obwohl sie sich vor kurzem schon an einer anderen Sammelaktion für ein Kinderheim in Rumänien beteiligt hatte. „Uns geht es einfach so gut, da muss man doch bereit sein, etwas zu geben“, sind ihre Gedanken dazu.

Die nächste Fuhre ist im Anmarsch

Gleich vier Pakete wuchten Lisa Kreitmair und Benjamin Fischer aus dem Kofferraum ihres Pkws. Lisa ist Erzieherin im SOS Kinderdorf und hat mit ihren Sprösslingen das Thema St. Martin und die Mantelteilung besprochen. Das zeigte Wirkung, was Lisa im Vorfeld nie für möglich gehalten hätte. Eigentlich wollte sie mit den Kleinen nur ein Paket zusammenstellen, um damit die Aktion für die Ukraine zu unterstützen. Mit den vielen mitgebrachten Spenden war es am Ende möglich, drei große Pakete zu füllen. Lisa selbst hat dann noch ein Paket selbst bestückt. Die Erzieherin weiß genau, wo der Schuh drückt und womit man Kindern eine Freude machen kann.

Susanne Bussewitz springt auf und läuft einer älteren Dame entgegen. Es ist Paula Messmer, die auch mit 84 Jahren ihr Paket noch zu Fuß zum Pfarrheim trägt. Sie erfährt immer aus dem Kirchenanzeiger, wann die Aktion steigt. Da will sie einfach dabei sein. „Ich danke jeden Tag, dass ich noch laufen kann. Und solange ich das noch kann, werde ich mein Paket vorbeibringen“, so die Seniorin. Respekt und Hut ab, diese Frau muss im Leben viel erlebt haben.

Sie kauft ein, er bringt das Paket

Es wird bunt, kunterbunt. Marianne Lieb hat ihr Paket bunt verpackt und den Inhalt bunt gemischt. Mit ihrem Ehemann Alexander war sie auf Einkaufstour, um die erbetenen Artikel zu kaufen. Marianne hat die Dinge ausgewählt, Alexander musste peinlich genau die Haltbarkeitsdaten überprüfen. Die beiden wollen vermeiden, dass irgend ein „Korintenkacker“ beim Ukrainischen Zoll das Paket beschlagnahmt.

Einer der letzten Spender des Tages ist Konrad Schmid. Der 81-Jährige hat mit seiner Ehefrau Scholastika ebenfalls im Zweierteam gearbeitet. „Sie kauft ein, ich bring’s hierher. So machen wir das alle Jahre.“ Sagt’s und legt sein Paket unter die Füße des großen Wandbildes des Hl. Stephan. Eine stattliche Menge an Paketen hat sich dort angesammelt. Anderen eine Freude zu bereiten kann so einfach sein.

Hans-Helmut Herold

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