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Sorgenkind Leichenhaus: Im Zuge der Sanierung soll auch die bestehende Urnenwand erweitert werden.

Gemeinde Rottenbuch will Leichenhaus sanieren

Mehr Platz für Urnen

Rottenbuch - Das Leichenhaus auf dem Rottenbucher Friedhof muss hergerichtet werden. Im Zuge dessen soll auch die bestehende Urnenwand an der westlichen Hauswand erweitert werden.

Das Leichenhaus ist in die Jahre gekommen. Vor allem das Dach weist Schäden auf. Noch ist allerdings bezüglich der Arbeiten nichts konkret. Wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates berichtet wurde, wartet Rottenbuchs Rathauschef Markus Bader noch auf die Zuschusszusagen vom Landesamt für Denkmalpflege und der Bayerischen Landesstiftung. Bislang steht laut Bürgermeister eine Kostenschätzung von um die 37 000 Euro im Raum. Ist die Finanzspritze fix, sollen die Aufträge vergeben werden. Ziel von Bader: Möglichst im Winter die Ausschreibung über die Bühne bringen. „Es wird eine Komplettsanierung“, sagt er. Sprich: Neben dem Dach soll auch gleich die Fassade hergerichtet werden.

Und auch die Urnenwand will die Kommune im gleichen Aufwasch angehen. Grund: Die bestehende Anlage, deren erstes Fach im Jahr 2010 belegt worden war, ist wegen der großen Nachfrage an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Von 14 Fächern sind nur noch zwei frei, war in der Sitzung zu hören. Ein erster Plan liegt bereits vor, mit dem sich der Bürgermeister durchaus anfreunden kann.

Doch die Frage im Rat war: Soll die Urnenwand gleich mit zwei neuen Elementen rechts und links der jetzigen Anlage erweitert werden oder lieber in einem ersten, kleineren Schritt. Die große Lösung würde zwar 34 Fächer bringen, wäre aber auch teurer. Rund 36 000 Euro soll dies kosten, rechnete Bader vor.

Die Gemeinderäte verständigten sich deshalb darauf, dass das Rathaus noch ein zweites Angebot für eine abgespeckte Lösung einholt, die später bei Bedarf erweitert werden kann. Dann aber soll es fix gehen: Bader möchte aus Kostengründen bereits in der nächsten Sitzung den Auftrag vergeben. „Nächstes Jahr wird es garantiert teurer“, mahnte der Rathauschef zur Eile. Um eines wird der Gemeinderat aber nicht herumkommen: Die Nutzung der Urnenwand soll im Zuge der nächsten Beratung über die Gebührenordnung Thema werden, wie Bader ankündigte. Derzeit sind 500 Euro für ein Fach fällig, Laufzeit zehn Jahre. „Das ist relativ günstig“, meinte der Rathauschef. „Man muss überlegen, ob man das anpackt.“

Beim zweiten Sorgenkind ist auch noch nicht klar, wie es weitergeht. Das Frauenbrünnerl an der Straße runter zur Ammermühle bedarf dringend einer Sanierung. Im Schindeldach des Wallfahrtskircherls, dass noch aus der Klosterzeit stammt, haben sich Löcher im Dach aufgetan. Schuld ist die Schattenlage am bewaldeten Hang. Die mit rund 40 000 Euro veranschlagte Sanierung ist unstrittig, allerdings ist die Frage nach der Art und Weise weiter offen.

Den Planungsauftrag hatte der Gemeinderat bereits im Juni an ein heimisches Büro vergeben. Zwei Varianten stehen im Raum: Eine widerstandsfeste Kupferlösung, die von mehreren Gemeinderäten favorisiert wird, oder eine aufwändigere Holzschindel-Konstruktion. Letzere verlangt der Denkmalschutz und stellt laut Bader nur dafür Zuschüsse in Aussicht. Die Zuschusszusage liegt bereits vor, allerdings fehlt ein offizielles OK des Freistaats. Bader will zumindest im Winter den Bereich um die Kirche ausholzen, Gespräche mit den Grundbesitzern wurden bereits geführt.

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