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Erläuterte das Vorhaben: Sebastian Mahrenholz von Penny. Links Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler, die aufmerksam zuhört.

Ludenhausen

Grünes Licht für einen Penny-Markt

Ludenhausen - Die Nahversorgung mit Lebensmitteln und Dingen für den täglichen Gebrauch ist gesichert. In Ludenhausen-Nord wird von einem Investor ein Einzelhandels-Kaufmarkt gebaut, der von der Einkaufskette Penny betrieben wird. Kosten rund 2,5 Millionen Euro. Reichlings Gemeinderat hat dafür grünes Licht gegeben.

Der Lebensmittelmarkt wird von dem Kaufbeurer Investor Hans Schneider gebaut. Dazu wird von der Gemeinde das „Sondergebiet Nahversorgung-Ludenhausen-Nord“ im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Schneider hat von privater Seite ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft, das direkt an der Staatsstraße Weilheim, Wessobrunn, Landsberg liegt. 6000 Fahrzeuge passieren täglich diese Straße in beide Richtungen. Schneider ist auch der Bauträger.

„Für die Gemeinde ist wichtig, dass mit dem Lebensmittelmarkt die Nahversorgung sichergestellt wird“, sagt Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. Vorgesehen sind eine Nutzfläche von 1200 Quadratmetern mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern, eine Bäckerei mit einem Café (145 Quadratmeter), dazu eine Außengastronomie, Park- und Stellplätze.

Hans Schneider baut seit 30 Jahren Einkaufsmärkte. „Ich hab die Hand am Puls der Lebensmittelhändler“, sagte er bei der Sitzung des Gemeinderats. Margit Horner-Spindler meinte, sie sei vor allem von älteren Leuten auf möglichst nahe Einkaufmöglichkeiten angesprochen worden. Die wären mit einem nahversorgungsrelevanten Sortiment gesichert.

Über den Bau selbst gab es keine Diskussion im Gemeinderat. Etwas länger diskutierte man, ob Sattel-, Pult- oder Flachdach besser in die Landschaft passe. Die Mehrheit entschied sich dann doch für ein Flachdach, ein Garant für größeren Lichteinfall. Den Nutzungsvertrag mit der Handelskette Rewe/Penny hat Hans Schneider auf 15 Jahre abgeschlossen. Insgesamt ist der Investor 30 Jahre an den Vertrag gebunden. Sollte also Penny nach 15 Jahren den Markt aufgeben, müsste Hans Schneider für die nächsten 15 Jahren einen neuen Nutzer suchen.

Mit der Ausweisung „Sondergebiet Nahversorgung“ ist sichergestellt, dass auf dem Grundstück nichts ohne Zustimmung der Gemeinde erfolgt. „An der Gemeinde führt kein Weg vorbei,“ sagte Planer Volker Kirtscher von Arnold Consult aus Kissing. Sebastian Mahrenholz, Gebietsleiter von Expansion Penny-Markt, indes war es vorbehalten, den Markt vorzustellen. Penny hat 2150 Filialen und erzielt einen jährlichen Umsatz von sieben Milliarden Euro. Das Sortiment umfasst 2000 Artikel. „Kein kleiner Betrieb“, meinte Mahrenholz.

Das Ladenbaukonzept sieht neben LED-Beleuchtung und Glastüren an den Kühlregalen auch klimafreundliche Verbundkälteanlagen vor. „Wir sind Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit“, sagte Mahrenholz. Statt der oftmals noch üblichen Längs- sind im Ludenhausener Markt Querregale vorgesehen. In Ludenhausen mit 599 Einwohnern entstehen zwölf Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit.

Der Zeitplan sieht vor, Flächennutzungs- und Bebauungsplan so rasch wie möglich durch sämtliche Instanzen zu schleusen. Die Verwaltung ist hierbei gehalten, ein frühzeitiges Bürgerbegehren in die Wege zu leiten. Die reine Bauzeit ist auf sieben Monate kalkuliert. Wenn alles flott geht, wird der Markt im Sommer 2017 eröffnet. Geschlossen hat Reichlings Gemeinderat dem Vorhaben zugestimmt.

Walter Kindlmann

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