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Land unter: Der Mühlbach am Fohlenhof in Rottenbuch ist blitzartig übergelaufen. 

Heftiges Unwetter über Böbing und Rottenbuch

Keller bis zu 1,10 Meter tief unter Wasser

Rottenbuch/Böbing - Vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen und zwei tote Hühner: Ein heftiges Unwetter wütete am Dienstagabend über Rottenbuch und Böbing. Vier Stunden hatten die Feuerwehren mit den Wassermassen zu kämpfen.

Bürgermeister Markus Bader hat das Unwetter am Dienstagabend voll erwischt. Satte 1,10 Meter tief stand sein Keller unter Wasser. „Wir wohnen am niedrigsten Punkt unterhalb des Schmauzenbergs, in einer kleinen Mulde, haben deshalb die volle Ladung abbekommen“, sagt er. Zwischengelagerte Möbel, sein geliebter Billardtisch – alles beschädigt. Doch nicht genug. Auf der anderen Seite seines Hauses durchfluteten die Wassermassen den Hühnerstall, zwei Hennen sind dabei ertrunken.

1,10 Meter tief stand der Keller des Rottenbucher Bürgermeisters unter Wasser. 

Es war Dienstagabend gegen 17 Uhr, als die Rottenbucher Feuerwehr ausrückte. Die Straßen an Schweigsee und Echelsbacher Brücke waren überschwemmt, mussten gesperrt werden. Im Wohngebiet Weihanger sind 14 Keller vollgelaufen. Der Campingplatz verwandelte sich blitzartig in einen See, der sogar das große Trampolin verschwinden ließ. Und der Mühlbach nahe Fohlenhof tritt ebenso übers Ufer.

„Wahrscheinlich sind noch mehr Keller vollgelaufen, die die Hausbesitzer eigenständig ausgepumpt haben“, sagt Rottenbuchs Feuerwehrkommandant Werner Herbst, der mit seinen Männern und tatkräftiger Unterstützung der Schönberger (ein Fahrzeuge) und Peitinger (zwei Fahrzeuge) Feuerwehr bis 21 Uhr im Einsatz war.

Steinige Wiesen: Die vom Schmauzenberg kommenden Wassermassen überschwemmten die Felder mit Kies. 

Alle Hände voll zu tun hatte auch Böbings Bürgermeister und Feuerwehrkommandant Peter Erhardt. Ebenfalls von 17 bis 21 Uhr pumpte er mit seinen Männern zwölf Keller aus. Drei bis 40 Zentimeter, je nach Lage, standen diese unter Wasser. Vor allem im Ortsteil Pischlach drückten die von Schönberg kommenden Wassermassen durch Fenster und Türen. „Einen so starken Regen habe ich bei uns noch nie gesehen, unwahrscheinlich“, so Erhard.

Wie hoch die Schäden der Hausbesitzer sind, kann noch niemand sagen. Rottenbuchs Bürgermeister Bader war bereits am Mittwochvormittag auf Wegefahrt und musste feststellen: „Wir haben schon ziemlich große Straßenschäden, an zwei Stellen haben die Wassermassen sogar den Asphalt nach oben gedrückt.“

Während in Rottenbuch, Böbing, Bad Bayersoien und Garmischer Raum die Welt kurzzeitig unterging, blieben Orte wie Peiting, Schongau und Altenstadt komplett verschont. Wie so oft drückten die Wolken nur leicht in das Gebiet zwischen Ammer und Lech hinein. Weiter nördlich hingegen wütete es ähnlich stark. Die Straße am Engelsrieder See in Rott war überschwemmt, musste von der Feuerwehr gesperrt werden. Außerdem krachten durch den Starkregen und Hagel Äste auf die Fahrbahn.

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