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Training mit Hanteln und Schwert

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Was auf der Bühne spontan ausschaut, wurde gut geübt: Dominik Nierer und Martin Kriwan beim Schwert-Duell. © uf

Schongau - Sport ist Mord – ein Motto, das für die Darsteller der Henkerstochter sicher nicht mehr zutrifft. Um auf der Bühne fit zu sein, absolvierten sie ein anspruchsvolles Trainingsprogramm.

Auf der Henkerstochter-Bühne geht es hoch her. Es wird gekämpft, gefochten, zugeschlagen. Hinfallen, Aufstehen, ein schweres Schwert schwingen. Alles Dinge, die eine gewisse körperliche Fitness erfordern. Einen professionellen „Quäler“ brauchte man nicht lange zu suchen. Henkers-Darsteller Dominik Nierer, der in den Ferien in einem Fitness-Studio jobbt, stellte den Kontakt zu Rainer Lindner her. Der ehemalige Berufssoldat, der selbst eine Statistenrolle im Stück übernommen hat, brachte als „Military Drill Instruktor“ die Schauspieler-Truppe körperlich auf Vordermann.

Schießtraining und Yoga gehören zur Vorbereitung

Zum Training gehörte nicht nur die Arbeit an Geräten und regelmäßiges Joggen. Linder jagte die Darsteller auch mit schweren Rucksäcken bepackt durchs Gelände. Auch Sprünge wurden im Plantsch geübt. Oder einmal eine Yoga-Stunde eingelegt. Schießtraining komplettierte das Rundum-Programm. „Körperliche Ertüchtigung in Perfektion“ nennt Linder das.

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Für das Henkerstochter-Stück geben die Darsteller alles. Hier beim Laufen mit Hanteln. © uf

Den sichtbarsten Erfolg habe das Training bei Eva Kriwan gezeigt. „Sie hat sich schwer rausgemacht“, sagt Linder lachend. Und Eva Kriwan freut sich über das Lob genauso wie über die neu gewonnene Kondition. „Für meine Rolle konnte ich das gut brauchen und habe kaum eine Trainingsstunde ausgelassen“, erzählt sie. Zudem habe das gemeinsame Training den Teamgeist gefördert und Spaß gemacht. „Danach fühlt es sich immer richtig gut an“, so Eva Kriwan.

Viel Übung und Muskeln

Auch bei den anderen Darstellern hat das Sportprogramm sichtbare Spuren hinterlassen. Henkers-Darsteller Dominik Nierer konnte an sich nicht nur bessere Kondition, sondern auch Muskelzuwachs beobachten. Für seine Rolle musste er zusätzlich noch ein Schwertkampftraining absolvieren. Dafür wurde Levin Steinbach, ein befreundeter Schauspieler, engagiert, der den Darstellern ein Wochenende lang die Grundregeln des Bühnen-Schaukampfs beibrachte. Jede Bewegung muss sorgfältig einstudiert sein, damit bei der Aufführung alles klappt. Dafür wurde fleißig geübt. Vom Erfolg können sich die Zuschauer beim Stück selbst überzeugen, wenn „Henker“ Dominik Nierer und „Teufel“ Martin Kriwan sich ein aufregendes Duell liefern.

Ursula Fröhlich

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