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Letzte Vorbereitungen: Markus Wörmann, Daniel Schmid, Johannes Pitzer und Michael Legelli. Nicht im Bild: Tobias Braun, Mario Drexler und Stephan Schleich.

30 Jahre „Böbing Openair“

20 Bands, 2 Bühnen, 2 Tage Party

Böbing - Ein Jubiläum feiert heuer das „Böbing Openair“. Vor 30 Jahren spielte die erste Band, diesmal stehen erstmals an zwei Tagen 20 Gruppen auf einer der beiden Bühnen. Zwei Tage Party bei freiem Camping werden angekündigt. „Wir würden uns freuen, die 1000-Zuschauer-Marke zu knacken“, so Organisator Daniel Schmid vom Verein Kunst und Krempel.

„Es gibt nix Bessas wey wos guads.“ Das Motto des Freitags-Headliners B-Bou passt auch zum Jubiläums- Open-Air, das auch heuer wieder die Truppe rund um Daniel Schmid auf die Beine stellt. Den Programmablauf haben Mitglieder des Vereins Kunst und Krempel in der vergangenen Woche zusammengezimmert, viele Handgriffe müssen noch gemacht werden, aber im Großen und Ganzen ist alles unter Dach und Fach für Freitag und Samstag, 12. und 13. August.

Eine unvergessliche Veranstaltung soll es wieder werden, und dafür hat man im Vorfeld schon einen guten Grundstein gelegt. Am Samstag stehen als Headliner die Chiemgauer Django 3000 auf der Bühne am Sportgelände. Aber wie immer sind es vor allem die lokalen Bands, die für Party sorgen. Diesmal ist die Liste nicht nur lang, sondern erstmals wird eben auch an zwei Tagen gerockt.

Es hat auch schon mal geknallt - nicht nur auf der Bühne

„Ich war schon auf dem ersten Böbinger Open Air“, erzählt Organisator Daniel Schmid, selbst gerade mal 30 Jahre. Als vier Monate altes Baby war er mit seinen Eltern vor Ort, das prägt. Ins Leben gerufen hatte das „Böbing Openair“ 1986 sein Großcousin Christian Schmid, der damals dann auch gleich mit seiner Gruppe Babo de Bebo aufgetreten ist. „Wir haben einfach ein paar landwirtschaftliche Hänger auf die Wiese gestellt“, so Schmid. Alles lief ohne großen Aufwand, aber dafür mit großem Erfolg. „Es gab ein legendäres Open Air mit einem riesigen Hagelschaden“, blickt Schmid zurück. 1992/93 muss es während eines Konzerts derart gescheppert haben, dass die Zuschauer sich in den Rohbau des Sportheims retten mussten. „Das komplette Bühnenequipment wurde zerstört.“ Trotzdem ging es weiter. Bis 1996, da kam das vorläufige Aus.

2000 beschlossen dann Markus Wörmann, Wolfgang Schneider, Klaus Schuster und Manfred Maar, das Festival wieder aufleben zu lassen. Waren es anfangs beim „Böbing Openair“ noch Bands wie One Voice, William Wetsox oder Nick Woodland, wurde es nun etwas wilder. Punk, Rock, Metal. 2009 hatte man viel Geld für die Hardcore-Punk-Band Born from Pain hingelegt – und eine Nullnummer gezogen. Keine Besucher, keine Einnahmen. 2010 folgte ein weiteres bitteres Jahr, man sagte das Open Air ab, weil es zuvor drei Wochen durchgeregnet hatte. 2011 holten Schmid und Wörmann mit Mario Drexler, Michael Legelli und Johannes Pitzer die Gruppe Betontod, was nicht nur voll einschlug, sondern auch zu einem Umdenken führte: „Wir hatten vorher einfach zu wenig Laufpublikum“, so Daniel Schmid. Man überlegte sich also, auch die breite Masse mit anzusprechen, „damit am Ende wenigstens eine Band dabei war, die einem brutal gut gefallen hat“, so Schmid. „Das Risiko, dass es total in die Hose geht und wir pleite gehen“, nahmen sie in Kauf. Der Durchbruch kam 2012 mit Fiddler’s Green: Erstmals kamen weit mehr als 800 Zuschauer.

Zwei Headliner zum Jubiläum

So gestaltete die Truppe aus Böbing – mit dabei auch Tobias Braun und Stephan Schleich – auch das diesjährige Programm, ging für das 30-jährige Jubiläum in die Vollen und buchte gleich zwei Headliner. Zusammen mit den 18 lokalen Bands hauptsächlich aus dem Landkreis kann sich das Angebot sehen lassen. Zum Geburtstag die 1000-Zuschauer-Marke zu knacken, wie es sich die Organisatoren wünschen, dürfte wohl kein Problem werden.

Vorverkaufsstellen:

Bäckerei Tralmer und Autolackiererei Wörmann in Böbing, in Schongau Musikhaus Kirstein und Sonnendeck & Oase in Weilheim. Online: www.boebing-openair.de. Weil die Straße von Peißenberg nach Böbing gesperrt ist: Die Umfahrung erfolgt über Hohenpeißenberg, Peiting und Rottenbuch nach Böbing. Oder von Weilheim über Uffing und Schöffau.

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