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Schwierige Kreuzung mit schwierigen Platzverhältnissen: Die Einmündung von Kinsau auf die Bundesstraße 17.

Gemeinderat Kinsau

B 17: Einmündung bleibt schwierig

Kinsau - Eigentlich ist es im Kinsauer Gemeinderat um eine andere, unbedeutende Straße gegangen. Doch das Gespräch endete bei der B 17: Die Kinsauer haben ihre Not mit der Einmündung in die B 17. Während es anderenorts Lösungen mit Beschleunigungsstreifen und Brücken gibt, hat Kinsau weiterhin nur eine ungeregelte und gefährliche Kreuzung.

Von Winfried Besel kam in der jüngsten Sitzung des Kinsauer Gemeinderates die Wortmeldung, dass der Verkehr an der „Lus“ stark zugenommen habe. Gemeint war die Hohenfurcher Straße, die eigentlich für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist. Anton Baab bestätigte dies und fügte hinzu, dass seiner Beobachtung nach seit 14 Tagen die Polizei dort fast täglich kontrolliere.

Anton Dollinger nannte beim Namen, was alle anderen vermuteten: Dass viele Autofahrer die kleine Flurstraße verbotenerweise als Ausweichstrecke für die schwierige Einmündung auf die B 17 benutzen. „Da kommst du manchmal kaum raus, besonders an Sonntagen“, sagte Dollinger. Raimund Erhard beklagte – mit Blick auf die Nachbargemeinde Epfach, wo vor einigen Jahren eine früher unfallträchtige Einfahrt entschärft worden ist – dass es der Vorgängergemeinderat wohl versäumt habe, eine dauerhafte Lösung zu schaffen.

Ganz so einfach scheint dies jedoch seinerzeit nicht gewesen zu sein. Anton Baab – als Mitarbeiter des Straßenbauamts Weilheim durchaus Experte – wies darauf hin, dass die Bedingungen in Kinsau nicht mit Epfach oder anderen Orten zu vergleichen seien. Vor Ort ein Gewerbegebiet, eine Bahnlinie und eine Tankstelle in enger Nachbarschaft: Dies mache es schwierig. „Jeder Schwenkarm einer solchen Einmündung braucht mindestens 200 Meter Breite, die wir hier nicht haben.“

Auch das Argument, dass der Verkehr „derart zugenommen habe“, wie Winfried Besel sagte, wollte Baab so nicht stehen lassen: „In diesem Bereich sind das auf der B 17 seit Jahren 11 000 Fahrzeuge pro Tag.“

Dennoch: Wer die Einmündung von Kinsau auf die B 17 kennt, weiß um das Anliegen der Gemeinderäte. Die Ausfahrt nach links in Richtung Schongau gestaltet sich während der Rushhour als sehr schwierig. Gerade an Sonntagen ist es nur mit viel Geduld möglich, auf die stark befahrene Bundesstraße einzumünden.

Bürgermeister Marco Dollinger kündigte an, dass es mit dem Straßenbauamt Weilheim noch Gespräche geben werde. Da man ohnehin einen Rad- und Fußweg bauen wolle, müsse man in dem Bereich die Staatsstraße anpassen. „Wir werden auf jeden Fall unser Problem vorbringen.“ Doch auch Dollinger sieht die Sachzwänge vor Ort: „Ich bin kein Verkehrsexperte, aber die Platzverhältnisse dort sind einfach schwierig.“

Klaus Mergel

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