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Das Kulturzentrum Happerger wird saniert und zu einer Versammlungsstätte umgebaut.

Kulturzentrum Happerger

Happerger: Umbau-Pläne vorgestellt

Reichling/Ludenhausen - Wie der Umbau und die Sanierung des Kulturzentrums Happerger genau aussehen sollen, zeigte Planer Johann Riesemann im Reichlinger Gemeinderat auf. Ob jedoch auch die gewünschte Bühne umgesetzt werden kann, hängt von den Kosten ab.

In den 217 Quadratmeter großen Saal sollen bei Veranstaltungen künftig bis zu 435 Menschen eingelassen werden dürfen. Bei Bestuhlung sollen rund 300 Sitzplätze möglich sein. Die nötigen Rettungswege werden auf der Ost- und auf der Westseite geschaffen. Küche, Ausschank und die sanitären Anlagen sind an ihren ursprünglichen Plätzen vorgesehen. Die Entwässerung und die Heizung müssen erneuert werden, und auch ein behindertengerechtes WC soll errichtet werden. „Die Eingriffe ins Gebäude sollten so gering wie möglich gehalten werden“, erläuterte Riesemann.

Was sich ändern wird, ist der Zugang: Dieser ist künftig auf der Westseite vorgesehen und mit Foyer und Überdachung geplant. Der Plan sieht ebenso einen Anbau nach Norden und Osten vor: Hier sind eine Bühne, ein Bühnennebenraum, ein zweites WC sowie ein Stuhllager geplant.

Ist eine Bühne doch zu teuer?

Allerdings ist noch nicht sicher, ob die Bühne überhaupt verwirklicht werden kann: Denn die Gemeinde hat einen Kostenrahmen von 520 000 Euro als oberstes Limit angesetzt. Falls das Geld am Ende nicht reicht, müsste der Umbau ohne Bühnengebäude verwirklicht werden.

Riesemann schätzte in der Sitzung die Kosten ohne den Bühnenanbau bereits auf rund 510 000 Euro. Mit Bühne wären es rund 641 000 Euro.

Allerdings wollen die Ludenhausener viel Eigenleistung erbringen und hoffen somit, die Kosten entsprechend drücken zu können, damit am Ende möglichst doch noch eine Bühne verwirklicht werden kann.

Mit den Eigenleistungen sei durchaus ein Einsparpotential vorhanden, meinte Heinrich Quartal, der den Bühnenanbau als unbedingt nötig erachtete: „Das wäre ja Humbug, wenn wir 500 000 Euro reinklatschen, und dann kein Bühnenanbau dabei ist“, meinte er.

Dieter Rapp warnte jedoch davor, dass bei den Sanierungsarbeiten sowieso noch viel Unvorhergesehenes kommen könnte: „Wir haben ein massiv altes Gebäude, es wird nicht alles so reibungslos laufen.“ 510 000 Euro seien eh schon „optimistisch“ geschätzt, meinte er.

Gemeinde kann kein Wagnis eingehen

Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler räumte ein: „Es ist uns bewusst, dass der Bühnenanbau sehr wichtig ist“ – aber die Gemeinde habe leider keine Möglichkeit, sich finanziell noch weiter hinauszulehnen. „Das ist für uns enorm viel Geld – die Gemeinde kann kein Wagnis eingehen“, erklärte sie, warum 520 000 Euro für die Kommune das absolute Limit seinen. Vom Amt für Ländliche Entwicklung sei der Gemeinde ein Zuschuss in Höhe von 200 000 Euro in Aussicht gestellt worden. Horner-Spindler schlug vor, die Maßnahme aufzusplitten und auf zwei Lose zu verteilen. Die Bühne und der Bühnnebenraum (Los 2) sollen nur dann verwirklicht werden, falls alle restlichen Arbeiten (Los 1) im Kostenrahmen bleiben. Dieser Vorgehensweise schloss sich auch der Gemeinderat in seinem Beschluss an.

Eingereicht wird auf alle Fälle jetzt der komplette Plan mit Bühnenanbau. Wenn alles klappt, soll im Frühjahr 2017 mit den Umbauarbeiten begonnen werden.

Manuela Schmid

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