Kurzfristig 120 Flüchtlinge untergebracht

Asyl: Weilheim-Schongau hilft anderen Landkreisen

Weilheim-Schongau - 120 neue Asylbewerber kommen in den Landkreis Weilheim-Schongau, hatte es vergangene Woche geheißen (wir berichteten). Doch dabei handelt es sich nicht um die normale Zuteilung durch die Regierung von Oberbayern, wie sie bis Ende März üblich war, ehe das Ende der Balkan-Route den Flüchtlingsstrom unterbrochen hat.

„Die Zuweisung steht weiter bei Null“, bestätigte Landratsamts-Sprecher Hans Rehbehn. Vielmehr handelt es sich um Amtshilfe für andere Landkreise, die ihre Asylbewerber nicht rechtzeitig selbst unterbringen konnten.

Hintergrund ist die Anweisung der Regierung von Oberbayern, bis Ende Mai alle mit Flüchtlingen belegten Turnhallen zu räumen. Auch in Schongau wurde die Berufsschul-Turnhalle freigemacht und die in Spitzenzeiten 160 Flüchtlinge auf andere Unterkünfte im Landkreis verteilt. Doch das hat offenbar nicht überall so gut geklappt. Denn die 120 Asylbewerber, die vergangene Woche aufgenommen wurden, stammen aus Ebersberg, München-Moosfeld sowie Bruckmühl und Prien (beide Kreis Rosenheim). Dort waren sie ebenfalls in Turnhallen untergebracht, konnten aber offenbar nicht innerhalb der eigenen Landkreise verteilt werden.

„Deshalb kam die Anfrage über die Regierung von Oberbayern, ob wir Amtshilfe leisten können“, sagte Rehbehn. Weil der Landkreis Weilheim-Schongau genügend Kapazitäten frei hatte, habe man sich dazu bereiterklärt. Denn man habe noch genug Gebäude gehabt, bei denen vor April der Mietvertrag abgeschlossen wurde. Ab diesem Zeitpunkt musste alles über die Regierung von Oberbayern laufen. Die zusätzlichen Asylbewerber wurden über alle möglichen Gemeinden verteilt – wo genau, konnte Rehbehn nicht sagen.

Die Flüchtlinge sollen aber nicht dauerhaft bleiben. „Sobald in den betreffenden Landkreisen geeignete Unterkünfte vorhanden sind, gehen sie wieder dorthin zurück.“ Wann das sein wird, ist unklar. Man rechne die Asylbewerber aber nicht in die offizielle Statistik mit ein. Die steht, Stand Montag, bei 1758 Asylbewerbern im Landkreis Weilheim-Schongau.

Rubriklistenbild: © dpa

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