Ergänzte die Brass-Band perfekt: Die Sopranistin Gabriela Pechmannová. foto: rwg

Brassmusik und Opernarien - Experiment geglückt

Schwabniederhofen - Was ist eine Brass-Band? Das fragte sich so mancher der rund 100 Zuhörer, der zum Konzert der Band ins „Kulze“ nach Schwabniederhofen gekommen waren.

Die Frage klärte an diesem lauen Sommerabend der künstlerische Leiter, Dirigent und Moderator, Ekkehard Hauenstein: Die Tradition der Brass-Bands stammt aus Großbritannien und ist eine reine Blechbläserbesetzung. Auf englischen Blechinstrumenten gespielt, geben Brass-Bands nicht nur musikalisch anspruchsvolle Konzerte, sondern kämpfen auch in spannenden Wettbewerben um den Meisterschaftstitel. Seit einigen Jahren ist die Brass-Band-Begeisterung nun auch in Deutschland angekommen. Zum Glück, denn die musikalische Darbietung der Münchner Brass-Band überzeugte vollkommen.

Mit einem neuen Programm waren die 30 Blechbläser, unterstützt von fünf symphonischen Schlagzeugwerken, angetreten und wagten sogar ein kleines Experiment. „A Night at the Opera - mit der Sopranistin Gabriela Pechmannová“, so stand es auf dem Programm. Klassische Musik mit Blechbläsern, dazu bekannte Opern-Arien, kann so ein Experiment gelingen? Es konnte. Pechmannová überzeugte mit ihrem kräftigen, auch in der Tiefe volltönenden Sopran vor allem in den schwungvollen Arien „Habanera“ aus der Oper Carmen von Georges Bizet und „Una voce poco fa“ aus Der Babier von Sevilla von Gioacchino Rossini. Da harmonieren das rhythmische, das schmissige der Kompositionen mit dem besonderen Klang einer Brassmusik wunderbar, wenn gleich das doch sehr sanfte, zarte „Ave Maria“ von Franz Schubert in dieser Kombination eher Geschmackssache ist. Zu wahrhaft meisterlicher Form kamen die fast ausschließlichen Laienmusiker in ihrem speziell für Brassmusik komponierten Stück „Aspects of Adiemus“. Mitreißend die Conga-Klänge, betörend der rhythmische Einklang der Blechbläser, da kommt der Spaß an der Musik rüber.

Die Münchner Brass-Band gibt es seit fünf Jahren. Drei Konzertprogramme stellen sie pro Jahr auf die Beine und sie nehmen natürlich, ganz nach alter englischer Tradition, an Brassmusik-Wettbewerben teil. Zwölf Brassbands gibt es schon in Deutschland, allein zehn davon kommen aus Bayern.

„Wir konzentrieren uns auf die Schönheit der Musik und auf das Musizieren miteinander“, erklärte Hauenstein den begeisterten Zuhörern. Zu diesem Zweck beginne man jede Probe mit einem Choral, das verbinde. Eine gute Wahl zur Einstimmung, wie man beim Konzert hörte.

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