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Gründungsmitglied Klaus Fischer (rechts) beim Grußwort vor dem Museum in Epfach, das jetzt seit 25 Jahren besteht.

25 Jahre Museum Abodiacum

Geschichte heim nach Epfach geholt

Epfach - Am Tag des offenen Denkmals wurde in Epfach das 25. Jubiläum des Museums Abodiacum mit einem Festakt gefeiert. Das Museum stellt nicht nur die römische Geschichte des Orts dar, sondern ist auch von seinem Konzept her einzigartig.

Die Idee zum Museum entstand bereits 1986 anlässlich der 2000 Jahr-Feier des Orts. Damals kam der Wunsch auf, die Ausstellungsstücke zur römischen Geschichte Epfachs, die bislang in Museen in Augsburg und München gelagert wurden, im alten Feuerwehrhaus weiter zu präsentieren. Ein Vorhaben, das laut Markus Martin, Leiter des historischen Ausschusses bei der Bevölkerung auf große Begeisterung stieß.

Mit viel ehrenamtlichem Elan und Einsatz von Epfacher Firmen zum Materialkostenpreis wurde das Museum mit dem Erlös aus der Jubiläumsfeier eingerichtet und 1991 schließlich eröffnet.

Das Projekt war schon ein Risiko

„Die spinnen ja, die Epfacher“, zitierte sich Initiator Klaus Fischer, der diese an das Asterix-Comic angelehnten Worte bei der Eröffnung sprach, selbst. Ein Risiko sei das Projekt damals tatsächlich gewesen. „Die Epfacher Geschichte fand bis dahin im römischen Museum in Augsburg und im prähistorischen Museum in München statt“, so Fischer, der mit seinen Mitstreitern die Frühgeschichte des Orts nicht den Heimatpflegern und Museen überlassen, sondern die Fundstücke zurück nach Epfach holen wollte.

„Bevor die Römer nach Augsburg kamen, machten sie in Epfach Station“, wusste Klaus Fischer und erinnerte an „einen Bus begeisterter Epfacher und Landjugend-Mitglieder“, der einst nach Augsburg fuhr, um eine Kopie der in Epfach gefundenen Büste des römischen Statthalters Claudius Paternus Clementianus zu übergeben.

Im Tausch brachte man den so genannten „Schafhalterstein“ mit, der ursprünglich wohl als Grabstein Teil der Umfassungsmauer des Lorenzbergs war und jetzt in die Außenwand des Museums eingemauert ist. Seinen Nachfolgern in der Museumsbetreuung gab Fischer mit auf den Weg: „Habt Mut, was Neues zu machen, habt Mut, was zu verändern. Aber haltet dieses Haus am Leben!“ Darin war er sich mit Bürgermeister Michael Kießling und Altbürgermeisterin Viktoria Horber, in deren Amtszeit die Museumseröffnung fiel, einig.

Die zahlreichen Besucher hatten sich vorzugsweise im Schatten um das Museum in Epfach platziert.

„Das Museum ist Epfacher Bürgern und Vereinen zu verdanken und eigentlich nicht mehr wegzudenken“, so Viktoria Horber zum Museum, das mit Ausstellungsstücken, wie Gebrauchskeramik, Pfeilspitzen, alten Brückenpfeilern, einem römischen Legionär in voller Rüstung sowie einer Rekonstruktion der Anlage auf dem Lorenzberg zahlreiche Besucher in den Ort lockt.

Obgleich Horber betonte, dass es nicht einfach war, das Museum zu installieren, und zurückblickend bedauerte, dass der Plan, die Sammlung in der alten Schule in größerem Rahmen zu präsentieren, damals politisch nicht möglich war. „Haltet’s zamm, des ist mir ganz wichtig“, adressierte Horber an die Epfacher, die sich nach wie vor ehrenamtlich für das Museum, das ohne Kasse auskommt und von morgens bis abends zugänglich ist, einsetzen.

Kuchen und Deftiges gab's für Leib und Seele

Anschließend knallten, gemäß dem römischen Spruch „Edite, bibite collegiales!“ (Esst und trinkt, Freunde!), die Sektkorken, und die Besucher konnten sich am reichhaltigen Kuchenbuffet oder im Gasthof Sonne an römischen Schmankerln wie „Legionärspfanne“ oder „Römerspieß“ laben. Dort gab es in der Tenne auch eine Fotoschau von den Anfängen des Museums.

Ursula Fröhlich

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