Hier sollen die Seniorenwohnanlage sowie zwei Doppelhäuser entstehen. Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler und Hubert Kustermann sehen sich vor Ort die Pläne an. foto:ms

Seniorenwohnanlage auf dem Weg

Reichling - Grünes Licht hat der Reichlinger Gemeinderat für den Bau einer Seniorenwohnanlage gegeben. In ihrer jüngsten Sitzung segneten die Räte den Bauantrag ab. Damit steht dem Vorhaben nun von Seiten der Gemeinde nichts mehr im Weg.

Geplant ist ein zweistöckiges Gebäude mit acht barrierefreien Wohnungen (wir berichteten): Dieses will die „Konstruktiv Bau GmbH“ aus Tutzing in Reichling am Kinsfeld (gegenüber dem Lagerhaus) errichten.

Das Projekt selbst hatte Hubert Kustermann, Geschäftsführer des Bauträgers, bereits in der vorangegangen Sitzung ausführlich vorgestellt. Diesmal ging es nur noch um den Bauantrag - beziehungsweise genauer genommen um eine Tektur zu einem bereits genehmigten Bauantrag: Die Firma „Konstruktiv Bau“ hatte bereits letztes Jahr den Bau von sechs Doppelhaushälften beantragt. Stattdessen werden an derselben Stelle jetzt nur vier Doppelhaushälften, dafür aber zusätzlich eine Seniorenwohnanlage errichtet.

Sehr zur Freude der Gemeinde, die im Ort einen Bedarf für seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen festgestellt hatte.

Das Vorhaben sei zulässig, so weit es sich in die Umgebungsbebauung einfüge, informierte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler bei der Behandlung des Bauantrags. Die Verwaltung sehe keine Hindernisse, so Horner-Spindler - und auch die Stellplatzfrage sei ja bereits geklärt. Auch das Ratsgremium hatte keine Einwände und erteilte das gemeindliche Einvernehmen. Gegenüber der vorherigen Gemeinderatssitzung hatte der Bauträger jetzt lediglich die Ausrichtung der Seniorenwohnanlage geändert und das geplante Gebäude um 180 Grad gedreht. Die Wohnungen werden somit jetzt nach Westen anstatt nach Osten ausgerichtet, damit die Bewohner von der Nachmittagssonne profitieren können.

Kustermann möchte nach Möglichkeit die geplanten Doppelhaushälften und die Seniorenwohnungen auch gemeinsam vermarkten: Er denkt dabei an Familien, die eine Doppelhaushälfte erwerben wollen und gleichzeitig für ihre Eltern noch eine separate Wohnung benötigen. So könnten zum Beispiel zwei Generationen ganz nahe beieinander wohnen, aber dennoch getrennt, wie er gegenüber unserer Zeitung erläuterte. Aber natürlich können alle Seniorenwohnungen auch einzeln erworben werden.

Manuela Schmid

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