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Prominente Gratulantin: Ilse Aigner überreichte Michael Kießling Blumen und Hochprozentiges.

Michael Kiessling aus Denklingen

Bürgermeister für Bundestag nominiert

Denklingen - Der CSU-Direktkandidat für den Bundestag im neuen Wahlkreis Landsberg-Starnberg heißt Michael Kießling. Der Bürgermeister von Denklingen setzte sich in einer Stichwahl gegen Stefan Ebener aus Gauting durch. Damit dürfte sich Denklingen bald einen neuen Bürgermeister suchen dürfen.

160 Delegierte der CSU-Kreisverbände Starnberg und Landsberg sowie des Ortsverbands Germering waren in Germering zusammengekommen, um den Direktkandidaten für den neuen Wahlkreis zu küren. Fünf Bewerber hatten in den vergangenen Wochen bei Vorstellungskonferenzen um Sympathien gekämpft. Neben der 25-jährigen Thui Tran aus Germering als einziger Frau wollten Hans-Peter Hoh, Stephan Ebner (beide Gauting), Bernhard Kösslinger (Finning) und Michael Kießling das fast sichere Ticket in den Bundestag lösen.

Bei der entscheidenden Versammlung durften sie noch einmal je zehn Minuten für sich werben. Die Reihenfolge der Vorstellungsreden wurde ausgelost, dann wurde entschieden. Der erste Wahlgang brachte noch keine Entscheidung. Es zeichnete sich aber schon ab, dass Kießling die meisten Unterstützer im Saal hatte. Mit 65 Stimmen verpasste er die notwendige absolute Mehrheit aber um 16. Der 30-jährige Ebner kam auf 37 Stimmen, es folgten Hoh und Tran mit jeweils 23 und Kösslinger mit zehn Unterstützern.

Deutlicher Erfolg in der Stichwahl

Die Stichwahl brachte dann ein deutliches Ergebnis. Ebner, Landesgeschäftsführer der Jungen Union, wurde noch nicht einmal von allen Starnberger Delegierten unterstützt. Mit 52 Stimmen blieb er weit hinter Kießling zurück, der 103 CSU-Mitglieder von sich überzeugen konnte. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, die auch Chef des Bezirksverbands Oberbayern ist, gratulierte Kießling mit einem Strauß Blumen und Hochprozentigem. Aigner war während der Stimmabgabe des ersten Wahlgang erschienen und stimmte die Wartenden während der Auszählung auf die Bedeutung der anstehenden Bundestagswahl ein. Darauf waren auch alle Delegierten in ihren Vorstellungsreden eingegangen. Nur eine starke CSU könne eine Rot-Rot-Grüne-Regierung verhindern. Kießling, der die Pediga als Ausschnitt für Verzweiflung bezeichnete, meinte sogar: „Jede Stimme für die AFD stärkt Rot-Rot-Grün.“

Für die Gemeinde Denklingen bedeutet Kießlings Kandidatur, dass sie sich vermutlich ab Ende nächsten Jahres einen neuen Rathauschef suchen muss. Natürlich betont der 43-Jährige, man müsse erst einmal gewählt werden. Doch nachdem die CSU außerhalb von München seit Jahrzehnten jedes Direktmandat gewonnen hat, stehen die Chancen bestens, dass Kießling den Sprung in den Reichstag auch schafft. 

CSU-Kandidaten fast sicher im Reichstag

Über seine Nominierung zeigte sich der selbstbewusste Kießling nicht so überrascht – wohl aber über den großen Vorsprung in der Stichwahl: „Das ist wirklich der Wahnsinn.“ Es habe interne Vorstellungsrunden in den Landkreisen Landsberg und Starnberg sowie in Germering (Kreis Fürstenfeldbruck) gegeben, das zum Wahlkreis gehört, „und da bin ich offenbar ganz gut angekommen“.

Dem Vorwurf, das Bürgermeisteramt habe er nur als Sprungbrett für höhere Weihen genutzt, widerspricht Kießling vehement: „Ich bin sehr gerne Bürgermeister. Und bei der Kommunalwahl vor zweieinhalb Jahren war noch kein Gedanke, dass es ausgerechnet in Landsberg einen neuen Wahlkreis geben könnte.“ Als das Thema Bundestags-Kandidatur aufkam, habe er als Vize-CSU-Kreischef und Kreistagsmitglied natürlich überlegt – so eine Chance gebe es schließlich nicht alle Tage. „Wenn man dann den Rückhalt der Parteikollegen im Landkreis hat, macht es einem die Entscheidung leichter“, so Kießling.

Kießling: Aufgewachsen in Weilheim

Der 43-Jährige Michael Kießling wuchs im Weilheimer Ortsteil Marnbach auf. Er spielt Fußball beim TSV Weilheim und ist noch immer bei der Bergwacht Weilheim aktiv, wo er seit 1989 Mitglied ist. 1993 zog Kießling in den Landkreis Landsberg und wohnte in Dießen, Utting und Lengenfeld, ehe er nach Denklingen zog. 18 Jahre lang hat er als Produktmanager bei einem börsennotierten Software-Unternehmen gearbeitet, ehe es ihn in die Politik zog und er – nach der gescheiterten Landrats-Kandidatur 2013 – im Jahr darauf Bürgermeister in Denklingen wurde.

Witzigerweise hat sein älterer Bruder Andreas die umgekehrte Richtung eingeschlagen: Der Politologe, der von 1996 bis 2001 im Weilheimer Stadtrat saß und als CSU-Experte an der LMU München lange Jahre gefragter Gesprächspartner für die Medien war, arbeitet mittlerweile beim Energieversorger Eon.

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