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Hatten viel Spaß: Die Gruppe des chinesischen Vereins „Natur Wuhan“ zu Besuch bei Annamarie und Rudi Standl.

Besondere Gäste

"Natur Wuhan": Chinesen zu Besuch in Böbing-Pischlach

Böbing - Böbing hat rund 1800 Einwohner, Wuhan in China sage und schreibe zwölf Millionen. Doch eine 35-köpfige Delegation aus dem fernen Osten hat jetzt den Weg ins Voralpenland gefunden, um sich auf dem Biohof von Annamarie und Rudi Standl zu informieren.

Die Chinesen hatten beim Landwirtschaftsministerium nachgefragt, wo sie in Oberbayern auf einem landwirtschaftlichen Biobetrieb ökologische Erfahrungen sammeln könnten. Sie erhielten die Adresse von Familie Standl. Vor zwei Monaten besichtigten Vertreter aus China kurz den Hof, waren offenbar zufrieden und vereinbarten gleich einen festen Termin für einen Besuch. Die angereiste Gruppe sind alles Mitglieder eines Vereins, der sich „Natur Wuhan“ nennt und im Jahr 2008 gegründet wurde. Mittlerweile gehören dem Verein mehr als tausend Familien an. Ihnen ist es sehr wichtig, den Kindern ab dem Alter von einem Jahr ein biologisches und ökologisches Wissen näher zu bringen.

Vereinsvorstand und Gründer von „Natur Wuhan“ ist Chenfeng Wang (43). Er hat in München studiert und war persönlich mit seiner Familie an dem informativen Nachmittag zu den Standls angereist. Für den Verein brauchen die Mitglieder keinen Beitrag leisten. Sie kaufen von den Biobauern aus der Provinz sämtliche Produkte auf, verkaufen und vermarkten deren Lebensmittel an Märkte, Geschäfte und Privatpersonen. Mit diesen Verkauf unterstützen sie wiederum die Bauern und stemmen den Haushalt des Vereins.

Über drei Stunden wurden die Gäste von Annamarie und Rudi Standl durch den Hof geführt, bekamen wertvolle Hinweise und Erklärungen, was sich so alles in und um den Biohof abspielt. Mächtigen Spaß hatten vor allem die Kinder auf der Weide mit den zwölf Kühen und ebensoviel Ziegen. Im Umgang mit den Tieren zeigte sich schnell, das aus ihnen einmal gute Landwirte werden können. Nachdem sie mitgeholfen hatten, die Kühe in den Stall einzutreiben, durften einige von ihnen sogar das Melken per Handarbeit ausprobieren, mit den jungen Ziegen an der Leine spazieren gehen sowie mit Hund und Katz kuscheln.

Nach soviel Besichtigungen und Informationen musste Standl mit seinem uralten Traktor, der für die Kinder etwas ganz besonderes war, einige Runden durch Pischlach fahren. Zum Abschied nach dem dreistündigen Besuch gab es noch Grillfleisch und kühle Getränke. Für Chenfeng Wang war schon jetzt klar: „Nächstes Jahr würde ich gerne mit einer anderen Gruppe wiederkommen."

Werner Schubert

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