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Hoher Besuch in Peiting: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (4.v.l.) eröffnete in beisein von zahlreichen Politikern und Bahn-Verantwortlichen das neue Video-Reisezentrum in der Marktgemeinde am Ostbahnhof.

Eröffnung mit Verkehrsminister Dobrindt

Peiting hat jetzt ein Video-Reisezentrum

Peiting - Das dritte DB-Videoreisezentrum auf der Strecke zwischen Schongau und Weilheim hat Alexander Dobrindt eingeweiht. Grund genug, dass sich die Lokalpolitiker gemeinsam mit dem Bundesverkehrsminister am Peitinger Ostbahnhof in die kleine Zelle drängten.

„Wir wollen zur Wiesn“, forderte Verkehrsminister Alexander Dobrindt den Mitarbeiter auf dem Bildschirm im DB-Videoreisezentrum am Peitinger Ostbahnhof auf. Und dann ging es los: Ruckzuck war die Karte ausgedruckt, die geladenen Lokalpolitiker strahlten. Und das, obwohl Ehrengast Dobrindt über eine halbe Stunde zu spät zum Termin gekommen ist. Schuld war aber daran nicht die Bahn, sondern die Fluggesellschaft – eine Tatsache, die von allen Seiten schmunzelnd wiederholt wurde.

Mit dem Reisezentrum ist in der Marktgemeinde auf der Strecke zwischen Weilheim und Schongau nun das dritte DB-Häuschen entstanden - neben Peißenberg und Schongau. Deutschlandweit einzigartig.In der Kreisstadt bedienen noch „echte Mitarbeiter“ die Kunden.

Investition von 50000 Euro

50 000 Euro habe man jeweils investiert, allerdings sei für die Einrichtung in Peiting „Nachdruck nötig gewesen“, wie es Dobrindt formulierte. Und der kam von Bürgermeister Michael Asam, der so ein Video-Reisezentrum als passende Ergänzung für die geplanten Ausbauarbeiten im Bahnhofsgelände sieht. Schließlich wird Stück für Stück die Straße saniert, und auch für das alte Bundeswehrgelände gibt es Pläne. Hier sollen knapp 60 Wohnungen entstehen. Unter anderem für sozial schwache Bürger. Zudem ist ein Kino im Gespräch.

Ja, und auch das „schändliche Bahnhofsgebäude“, so Asam, soll bald Geschichte sein. „Die Zugfahrer haben dann endlich nicht mehr den Eindruck, dass sie hier im Wilden Westen angekommen sind“, witzelte der Rathauschef. Damit all dies realisiert werden kann, forderte er erneut die Peitinger auf, beim Bürgerentscheid am 16. Oktober für den Ausbau der Bahnhofstraße und gegen den Erhalt einiger Allee-Bäume zu stimmen.

„Die Neugestaltung und auch das Reisezentrum sind ein positiver Ruck für die Marktgemeinde“, betonte er. Um die Pläne realisieren zu können, müsse nun noch ein Grundstück von der Bahn erworben werden (wir berichteten), und auch ein gleisebener Übergang wird angestrebt.

Pfaffenwinkelbahn soll schneller werden

„Der neue Service ist nur eines der guten Signale der Pfaffenwinkelbahn“, hob Verkehrsminister Dobrindt hervor. Außerdem wolle man die Geschwindigkeit von 60 auf 80 km/h erhöhen. Auch Barrierefreiheit sei ein großes Thema, wie es in Weilheim bereits umgesetzt wird. „Ein Projekt liegt allerdings noch vor uns“, so der Ehrengast. Nämlich die Strecke bis zum Schongauer Krankenhaus zu verlängern. „Daran arbeiten wird noch.“

Nichtsdestotrotz sei das Videoreisezentrum ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt zwischen Politik, Deutscher Bahn und der Eisenbahngesellschaft. „Davon profitieren alle Bürger in der Region.“

Zwar bleibt der Automat am Ostbahnhof erhalten, mit dem Video-Chat soll der Bahnkunde aber eine menschelnde Beratung erhalten. Bis zu vier Mitarbeiter sind in der Zentrale in Kempten gleichzeitig im Einsatz, um aktuell neun Standorte Südbayerns und Baden-Württembergs zu bedienen. Sie helfen via Kamera und Mikrofon zur richtigen Fahrkarte.

Bezahlt werden kann mit Bargeld, EC- und Kreditkarte. Vorteil sind die langen Öffnungszeiten von 70 Stunden pro Woche. Bundesweit betreibt die Bahn an 33 Bahnhöfen ein Video-Reisezentrum. Davon befinden sich 13 in Bayern, die von den Zentralen in Schweinfurt und Kempten bedient werden. Rund 5000 Anfragen werden monatlich an die bayerischen Stationen zu Fahrplanauskünften, Tickets und Serviceleistungen gestellt. Tendenz steigend, heißt es in einer Pressemitteilung der Bahn.

Öffnungszeiten

Besetzt ist das Video-Reisenzentrum in Peiting an Montagen von 7 bis 19 Uhr, Dienstag bis Freitag jeweils von 7.30 bis 19 Uhr, samstags von 8.15 bis 14.45 Uhr und jeden Sonntag von 8.15 bis 13.45 Uhr.

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