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Christian Rieser aus Peiting zeigt, wie man ein Auto richtig überbrückt.

Interview: Ein Auto richtig fremdstarten

„Da kann so gut wie alles kaputtgehen“

Für Schlagzeilen sorgte jetzt ein Autoschaden in Peiting. Beim Überbrücken war etwas schiefgelaufen, der Motor fing Feuer. Warum das passiert sein könnte und wie man ein Auto richtig fremdstartet, darüber berichtet Christian Rieser aus Peiting im Interview.

„Fehler beim Fremdstarten: Motor brennt“. So lautete in der Montagsausgabe die Überschrift für einen Polizeibericht. Ein Peitinger Autofahrer hatte einer Schongauerin, deren Auto wegen vermutlich leerer Batterie nicht mehr ansprang, helfen wollen – und einen Kurzschluss verursacht. Folge: Feuer im Motorraum, rund 3000 Euro Schaden. Der Winter steht bevor, die Außentemperaturen sinken. Gerade bei älteren Fahrzeugen kann schon mal passieren, dass die Batterie nicht mehr genug Leistung hat und das Auto nicht anspringt. Wir sprachen über dieses Thema mit Christian Rieser, Geschäftsführer, Werkstattleiter und Kfz-Meister bei Auto Rieser in Peiting.

Herr Rieser, worin besteht die Gefahr beim Fremdstarten eines anderen Wagens?

Wenn man beim Fremdstarten die Pole verwechselt, kann das schwerwiegende Folgen haben. So gut wie alles kann kaputtgehen an der Elektronik: Verteiler, Steuergeräte, Sicherungskästen. Das ist immer kritisch, wenn man kein Fachmann ist und sich nicht richtig auskennt.

Was genau kann bei dem Vorfall in Peiting passiert sein?

Große Hitze kann entstehen, wenn man mit dem Pluspol auf Masse kommt, also irgendwo aus Versehen Kontakt mit der Karosserie hergestellt hat. Dass ein Auto gleich zu brennen anfängt, ist aber ungewöhnlich.

Was genau also muss man beachten, wenn man ein Auto fremdstartet?

Plus auf Plus und Minus auf Minus lautet die Grundregel, dann sollte nichts passieren. Wichtig außerdem: Die Zündung muss bei beiden Fahrzeugen aus sein, sonst kann es zu Spannungsspitzen kommen. Diese können auch Steuergeräte kaputtmachen. Die Batteriepole sind in der Regel mit Plus und Minus gekennzeichnet. Kleiner Tipp: Falls die Kennzeichnung nicht mehr lesbar ist, ist der Pluspol immer der dickere Anschluss.“

Wie geht man auf Nummer sicher?

Neben der Grundregel Plus auf Plus und Minus auf Minus immer erst das Massekabel anschließen, dann das Pluskabel.

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