Mit Schwung ins Bauvorhaben sind gestern beim Spatenstich gestartet (von links): Robert Freund (designierter Leiter der Peitinger Produktion), Landrat Friedrich Zeller, Firmenchef Roland Kneer, Georg Fink (Sparkasse Garmisch), Bürgermeister Michael Asam und Architekt Ivo Kux. foto: bas

Gaplast: Spatenstich in Peiting

Peiting - Jetzt müssen selbst die letzten Zweifler verstummen: Gaplast kommt nach Peiting - das haben der Chef der Altenauer Firma, Roland Kneer, und viele Ehrengäste gestern beim Spatenstich im Industriegebiet an der August-Moralt-Straße besiegelt.

Gaplast: Die Firma, die in Kunststoff macht. Die Firma, die sich von einem unscheinbaren Betrieb zu einem echten „global Player“ gemausert hat. Die Firma, die Kosmetik- und Pharma-Unternehmen mit Verpackungen versorgt - von der Entwicklung bis hin zur Qualitätssicherung. Diese Firma wird ihren Standort weg von Altenau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) nach Peiting verlagern. Der erste Bauabschnitt ist für dieses Vorhaben, das noch viele Jahre dauern wird, der erste Schritt.

Für den florierenden Familienbetrieb, den Firmenchef Roland Kneer einst aus Trümmern erschaffen hatte, ist das Bauvorhaben in Peiting ein Riesen-Schritt: Mit dem Spatenstich für einen Firmenneubau in Peiting beginnt für die Altenauer Firma Gaplast die Verlagerung in die Marktgemeinde - der Startschuss für eine Millionen-Investition.

Und die sieht so aus: Gebaut wird in diesem Jahr der erste Abschnitt des gesamten Projekts. Der schlägt alleine mit zehn Millionen Euro zu Buche. Die Produktion in Peiting soll bereits am 2. Januar 2012 starten. Verlagert werden in den ersten Gebäudekomplex, der auf der Wiese neben Schotten & Hansen erwächst, einige Abteilungen: Und zwar alles, was in Sachen Produktion mit Spritzanlagen zu tun hat, ein kleiner Teil der Verwaltung, aus dem Werkzeugbau und der Qualitätssicherung. „Entwicklung und Vertrieb bleiben vorab in Altenau“, so Roland Kneer.

Einem ersten Bauabschnitt folgt logischerweise auch ein zweiter: Die Bläserei soll ebenfalls nach Peiting verlagert werden. Und zwar mit einem großen Teil der Verwaltung. Das wird allerdings erst 2017 bis 2020 geschehen. So genau kann das jetzt noch keiner sagen. Denn wer weiß schon, wie sich der Markt entwickelt?

Aus dem verstaubten Unternehmen, das Kneer - einst leitender Ingenieur - vor 20 Jahren übernommen hat, ist ein Betrieb mit Platz für noch mehr Zukunft und vielleicht eine Voll-Verlagerung nach Peiting geworden. Doch jetzt ist erstmal Spatenstich. Und der Rest: Alles Zukunftsmusik.

Barbara Schloterer-Fuchs

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