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Hatten sichtlich Spaß bei der Peitinger Musiknacht: (v.l.) Susanne, Tanja, Victoria und Lusi.

Gefeiert wurde die ganze Nacht

Defiliermarsch als Startschuss für 6. Peitinger Musiknacht

Peiting - Mit einem Schlag begann diesmal die Peitinger Musiknacht. In der Schloßberghalle zapfte Altbürgermeister Klement Sesar ein Fass Bier an, die Wies’n-Kapelle Sepp Folger eröffnete die sechste Musiknacht mit dem bayerischen Defiliermarsch.

Eisleckend ist das Damenquartett gerade auf dem Weg zum Keppeler. Julia, Theresa und zweimal Franzi heißen die vier Peitingerinnen, die, wie so viele, dem Wochenende und der sechsten Peitinger Musiknacht entgegengefiebert hatten. „Endlich ist mal wieder was los“ meinte eine, und so oder so ähnlich hört man den Satz in dieser Nacht immer wieder.

Bilder von der Nacht der Musik in Peiting

Eine Nacht, elf Locations und zwölf Konzerte stehen auf dem Programm, zu Ende gegangen sein dürfte diese Musiknacht bei manchen erst am frühen Morgen. „Wir lassen uns von der Musik inspirieren“, erzählt die eine Franzi auf die Frage, welche der elf Wirtschaften Peitings sie ansteuern. Gerade sind sie aus dem Café Central gekommen, jetzt lauschen sie Michael Pobisch und Mandana, die davon singen, woher sie kommen: „I am from Austria“.

Da wollen Julia, Theresa und die beiden Franzis nicht hin, aber immerhin ins M32 oder vielleicht in die Schloßberghalle – inspiriert von der Musik und vielleicht von den Freunden, die man an diesem Abend treffen kann. Es ist ja überall Leben im Ort, wie die vier festgestellt haben.

In der Schlossberghalle hatte diesmal alles begonnen, als noch fast die Sonne schien. Mit drei Schlägen, einen zur Sicherheit, weil das Zapfgeschirr aus Plastik ist, hat Altbürgermeister Klement Sesar den Wechsel ins Fass getrieben und mit Sepp Folger von der Münchner Wies’n-Band sowie den beiden Initiatoren, Michael Schmid und Thomas Breitenfellner, auf die Nacht angestoßen. Nachdem Sesar den Defiliermarsch dirigiert hatte, konnte es losgehen.

Allmählich füllten sich die Lokale und Straßen, vor allem rund um den Hauptplatz war wie immer am meisten geboten. Für jeden Geschmack und jede Musikrichtung gab es etwas. Im Grünen Salon etwa kamen die Freunde der der osteuropäisch-jiddischen Klezmermusik auf ihre Kosten, das Quintett Suk Schirim spielte dort. Eine Formation, zu der Naren Illmann, der Wirt, eine besondere Beziehung hat, spielte die Band um Shoshanna Blumenfeld doch schon auf seiner Hochzeit.

Bei Solid Tube, also Michael Pobisch und Mandana, gab’s Austropop à la Fendrich und Ambross, während von Ferne der Bass der Katzen mit der roten Kappe tönte. In der Kegelbahn hatten die Red Cap Cats aufgebaut und spielten Rock’n’Roll-Hits aus den legendären Zeiten. Tierisch, musikertierisch, ging es auch im M32 zu. Vor allem zu vorgerückter Stunde pilgern immer wieder kleine Grüppchen in die Münchener Str. 32 und versuchen, noch einen Platz in der Kultkneipe zu bekommen. Das gilt auch für Jacqueline aus Bad Kohlgrub, die zum ersten Mal bei der Peitinger Nacht der Musik dabei ist. Man treffe viele Freunde, erzählt die junge Dame, die mit ihrem Freund Valentin gerade noch ein Plätzchen im M32 ergattern konnte. „Danach geht es noch in die Schloßberghalle“, haben sie beschlossen, wo Sepp Folger und im Anschluss Rigoros spielen sollen.

Kurz vor Mitternacht ist die Stimmung in der Schloßberghalle tatsächlich am brodeln. Sepp Folger hat sich noch Verstärkung auf die Bühne geholt, Rosi Mainusch gibt alles und schmettert „I will survive“. Als letzte Zugabe noch „Highway to Hell“ von ACDC, dabei hält es kaum noch einen der Besucher auf den Sitzen.

Weil die B 472 zwar keine Autobahn in die Hölle, aber die Straße in ein Katastrophengebiet ist, hatten sich die Initiatoren kurzfristig entschlossen, für die Peißenberger Flutopfer zu sammeln. So standen in den beteiligten Kneipen Sammelbüchsen, wo man den einen oder anderen Euro als Spende für die Betroffenen hinterlassen konnte. „Wir bringen jeden Euro persönlich in Peißenberg vorbei“, versprach Michael Schmid junior, und hoffentlich füllten sich die Sammelbüchsen ebenso wie die Peitinger Wirtschaften bei der sechsten Musiknacht.

Oliver Sommer

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