Die neue Vorstandschaft der Knappschafts und Trachtenkapelle Peiting. Erste Reihe von links: Judith Binder, Elisabeth Jocher, Manuela Humpl und Sabrina Fröhlich. Zweite Reihe von links: Norbert Schelle und Hubert Geisenberger. Dritte Reihe von links: Dirigent Martin Wiblishauser, Josef Jocher, 2. Dirigent Albert Neuner und Christopher Huber. Vierte Reihe von Links: Sebastian Brennauer, 1. Vorsitzender Herbert Humpl, Manfred Dolp und Florian Pusch. Auf dem Bild fehlt Philipp Berchtold.

Mehr Frauen als Männer bei den Peitinger Musikern

Peiting - Vor einem Jahr hat Martin Wiblishauser die Peitinger Knappschafts- und Trachtenkapelle übernommen. Seither hat der Frauenanteil zugenommen. Die bilden jetzt sogar die Mehrheit.

„Ich weiß nicht, ob das an mir liegt“, meinte Wiblishauser, der erste Dirigent, und zog auf der Jahresversammlung erste Bilanz. So sei die erste Zeit von gegenseitigem Kennenlernen geprägt gewesen. Er habe das Jahr über den Dialog gesucht und dabei Vorbehalte ausgeräumt. „Ich hoffe, dass das gelungen ist.“ Mit dieser Kapelle habe er eine motivierte Truppe, die dem musikalischen Anspruch einer Höchststufen-Kapelle gerecht wird.

Vorantreiben will der Dirigent regelmäßige Proben mit kleinen Gruppen. Ziel sei, Traditionelles, Konzertantes und Unterhaltungsmusik mit höchstem Anspruch zu präsentieren. Martin Wiblishauser liegt auch viel daran, dass die Kameradschaft „von allen gepflegt wird“.

Zweiter Dirigent Albert Neuner ist überzeugt: „Wir haben mit Martin die richtige Wahl getroffen.“ Es sei ein Top-Jahr gewesen, mit 27 Auftritten und 47 Proben. Die Kapelle habe saubere Musik gemacht, vor allem beim Landesmusikfest in Weilheim und beim Bezirksmusikfest in Steingaden. „Dafür haben wir viel positive Resonanz gekriegt.“ Seine Bitte, der Kapelle die Treue zu halten, ist begründet. Denn den neun Zugängen der Großen und den zehn in der Jugendkapelle stehen 14 Austritte gegenüber, wie Vorstand Sebastian Brennauer erläuterte. Ein Vorbild an Treue und Durchhaltevermögen seien die ehemaligen Vorstände und Musiker Josef Stöger und Hermann Bader. Stöger war 18 Jahre Vorstand, Bader (seit 1955 bei der Kapelle) acht Jahre erster und neun Jahre zweiter Vorstand.

„Wir sind dankbar, dass wir solche Leut’ haben dürfen“, sagte Brennauer, der es als erster Vorstand immerhin auf 17 Jahre gebracht hat. Martin Wiblishauser wolle er für seine Arbeit danken. „Er ist mit seiner Menschlichkeit gut im Ort angekommen.“

Franz Multerers Trommlerzug war 34 Mal unterwegs. Heuer liege der Schwerpunkt auf der Marschwertung beim Bezirksmusikfest Oberland in Schongau. Sebastian Brennauer wolle er für seine Arbeit danken. „Ich fühlte mich nie als lästiges Anhängsel.“

Bürgermeister Asam bescheinigte der Kapelle, viel bewegt zu haben. „Da sind viele Zahnräder im Uhrwerk.“ Die 17 Jahre mit Brennauer seien von einem offenen Verhältnis geprägt gewesen. „Schade, dass Du aufhörst.“ Asam sagte auch, dass eine Bühnenerweiterung in der Schloßberghalle statikbedingt unmöglich sei. Insgesamt habe er den Eindruck, dass die Halle ein hohes Maß an Festlichkeit vermittle. Seinen Jahresbericht hielt Schriftführer Florian Eisenschmid sehr detailliert - in 45 Minuten.

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