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Die Absolventen der Mittelschule Peiting mit Rektor Jochen Böhm (re), Konrektorin Sabine Track (hinten 12. v.li.) und den Klassleitern Daniel Mertl (vorne 7. v.li.), Wolfgang Wimmer (vorne 3. v.re) und Johannes Scherer-Herz (vorne 5. v. rechts).

71 Absolventen

Mittelschule Peiting: Präsent für die besten Schulabgänger

Peiting - 71 Absolventen der Mittelschule Peiting konnten gestern ihr Abschlusszeugnis in Empfang nehmen. Neun von ihnen hatten eine Eins vor dem Komma und erhielten ein Präsent von den Bürgermeistern Michael Asam und Markus Bader.

„Wir sind eine weiterführende Schule, auch wenn das häufig verkannt wird“, betonte Schulleiter Jochen Böhm. Absolventen der Mittelschule könnten nicht nur eine Berufsausbildung machen, sondern auch das Gymnasium oder die Fachoberschule besuchen.

Besonders freute sich Böhm auch über die Besucherzahl bei der Abschlussfeier, die so groß war, dass noch Stühle aufgestellt werden mussten: „Das ist ein Zeichen von Respekt und Wertschätzung für die Absolventen.“

Bezug nehmend auf Udo Lindenbergs „Hinter dem Horizont geht’s weiter“ wünschte er den Absolventen einen Beruf, der sie glücklich macht. In dieser Zeit, die zwischen Terror und Pokemon go, das auch vor dem Lehrerzimmer nicht mehr haltmache, schwankt, zwischen Flüchtlingshilfe und der humanitären Bankrotterklärung an den Grenzen, sei es wichtig, den eigenen Horizont permanent zu erweitern. „Es ist notwendig, das, von dem ihr glaubt, dass es stimmt zu überprüfen“, hielt er die Schüler zu Selbstreflexion an und forderte sie auf: „Lasst euch nicht blenden von Ideologien und Populismus, nicht lenken von Hass und Neid. Einfache Lösungen in Schwarz und Weiß gibt es nicht!“ Auf die Haltung komme es an, so Böhm, „denn nur wenn wir selbst über uns lachen können, können wir auch nachsichtig mit eigenen Fehlern umgehen und Dinge, die nicht in unserer Macht liegen, akzeptieren“.

Seinen besonderen Dank richtete er an den Elternbeirat, die Fördervereinsvorsitzende Heike Hans, das Sekretariat und den Hausmeister sowie die Tutoren unter der Leitung von Sabine Walser.

Peitings Bürgermeister Michael Asam zeichnete die Besten Schüler aus der Marktgemeinde aus, betonte aber: „Man wird nicht an dem gemessen, was der Notendurchschnitt zeigt, sondern man kann sich noch entwickeln.“ Den Sinn der Schule begreife man sowieso erst später, neben dem Lehrstoff werde viel an Kameradschaft und Sozialverhalten vermittelt.

Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader betonte, dass die Ansprüche im Berufsleben ständig steigen, dass auch für normale Berufe umfassende Bildung und jahrelange Ausbildung nötig seien. Die Mittelschule habe in den Bildungsbereichen Wirtschaft, Soziales und Kultur sowie Politik gute Arbeit geleistet. „Werdet mündige und nachdenkliche Bürger, die nicht auf einfache Lösungen und Versprechungen reinfallen“, gab er den Schülern angesichts der weltpolitischen Lage mit.

Mario Lindauer (Raiba) und Thomas Geiger (Kreissparkasse) sowie Kerstin Giebel (Hoerbiger) ehrten Schüler, die die Erkundungstage in den Betrieben mit Auszeichnung abgeschlossen hatten.

Die Schülersprecherinnen Anna-Lena Deibler und Julia Dhein bedankten sich bei Eltern und Lehrern und blickten auf die Höhepunkte des letzen Schuljahrs, besonders die Abschlussfahrt nach Wien, zurück.

Ein anrührendes Märchen erzählte Elternsprecherin Christiane Schmutz, das ihre Stellvertreterin Vroni Speer dahin deutete, dass es nicht nur auf die schulischen Leistungen, sondern auch andere Talente ankomme, die von den Lehrern vorbildlich in Aktionen, die nicht auf dem Lehrplan stehen, gefördert worden seien.

Für die passende Umrahmung der Veranstaltung sorgte der neue Schulchor, der den Absolventen mit dem umgedichteten Geburtstagslied „Heut ist ein besonderer Tag“ ein lautstarkes „Macht’s gut!“ mit auf den Weg gab.

Ursula Fröhlich

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