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Das Feldkreuz in der Flur Sedlhof in Birkland wurde heuer in die Denkmalliste aufgenommen.

Flurkeurz in Birkland

Neues Baudenkmal: Ort zum Innehalten

Birkland - Ein Flurkreuz hat es in die Liste der Bodendenkmäler auf Peitinger Flur geschafft. Wann genau es errichtet wurde – unklar. Fakt ist jedoch, dass es bereits stand, als Leonhard Schilcher vom Sedlhof in Birlkand geboren worden ist. Und das war im Jahre 1873.

Was wir sehen, prägt uns, fragt uns an, verändert uns. Heute feiert die Kirche das Fest der Kreuzerhöhung. Nach der Einweihung der Basilika über dem Heiligen Grab in Jerusalem, wurde am 14. September 335 den Gläubigen zum ersten Mal das Kreuzesholz in diesem neuen Kirchenraum gezeigt – „erhöht“ – und zur Verehrung dargereicht. Das Kreuz des Erlösers prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft des christlichen Abendlandes.

Flurkreuze bezeugen eine alle Bereiche des Lebens umfassende Volksfrömmigkeit. So unterschiedlich die Anlässe zu ihrer Errichtung auch waren, sollen sie den Vorübergehenden jederzeit aber zu Gebet und Andacht auffordern.

Kreuz steht inmitten einer Wiese

„Mein Freund, wo gehst Du hin? Vergiss nicht, dass ich Dein Erlöser bin. Dass ich so viel gelitten hab für Dich. Daher bleib stehn und grüße mich! Mein Jesus Barmherzigkeit!“ steht neben dem Flurkreuz zwischen zwei mächtigen Linden inmitten der Wiese beim Sedlhof an der Straße zwischen Birkland und Aich. Dieses Eisenkreuz mit gusseisernem Korpus auf altarförmigem Sockel wurde heuer im Rahmen der Nachqualifizierung in die Liste der Baudenkmäler aufgenommen.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege stuft seine Errichtung in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass es ein schon früher an dieser Stelle errichtetes Kreuz ersetzte. Schließlich hatten die ursprünglich dort stehenden alterschwachen Bäume ein Alter zwischen 200 und 300 Jahre. Warum es einst aufgestellt wurde, weiß heute niemand mehr. Auch muss noch genauer geforscht werden, wer den Sockel schuf (eventuell Steinmetz Anton Stumpf), woher der Sandstein stammt (Großbichleck bei Wildsteig, Echelsbach oder aus der näheren Umgebung) und von welcher Gießerei das Eisenkreuz bezogen wurde. Infrage kommen neben dem Hüttenwerk Wasseralfingen, Kustermann München oder Graßmayr Innsbruck ebenso Gießereien in Augsburg.

Linden haben stattliche Größe

Es stand jedenfalls schon da, als Leonhard Schilcher – Großvater des heutigen Besitzers Josef Schilcher – 1873 das Licht der Welt erblickte. Bei einem Unwetter Anfang der 1960er Jahre riss ein herab fallender Ast das Kreuz aus der Verankerung. Maler Hermann Schlaf fasste damals den Korpus neu. Er war ein Heimatvertriebener, der nach dem Krieg in Birkland wohnte. Und Josef Schilcher pflanzte 1982 zwei frische Linden, die heute schon wieder eine stattliche Größe haben.

Gerhard Heiss

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