Toller Aufenthalt in Calvi: Die Peitinger Mittelschüler haben die Partnerstadt besucht.

Peiting-Calvi

Erster Schüleraustausch seit 15 Jahren

Peiting - Es ist der Schulterschluss zweier Nationalitäten, die sich alleine in Sachen Fußball vielleicht nicht ganz so grün sind: Die Mittelschule Peiting hat die Freundschaft zur Schule der verschwisterten Partnerstadt Calvi wieder aufleben lassen. Mit den Klassen 8M und 9M gab es zum ersten Mal seit zirka 15 Jahren wieder einen Schüleraustausch. Mit Erfolg – es bahnt sich vielleicht gar eine Schulpartnerschaft an.

Ein ganzer Haufen bayerischer Schüler, gemischt mit einem ganzen Haufen italienischer Schüler aus der Peitinger Partnerstadt Calvi. Kann das gutgehen? Und wie! „Wir wurden ganz herzlich versorgt und aufgenommen“, erzählt Klassleiter Matthias Pechtl, der nach einer sehr langen Zeit mit seiner Lehrer-Kollegin Annemarie Wolf den Austausch mit Calvi angegangen ist. Mit dabei war auch ein Begleiter des Peitinger Freundeskreises Calvi.

Der Freundeskreis pflegt die Städtepartnerschaft nicht nur seit Jahrzehnten, er hatte das Ganze auch eingefädelt und an der Schule angefragt, ob es nicht mal wieder einen Schüleraustausch geben könne. Und den gab es dann schließlich. Fünf Tage, 800 Kilometer und jede Menge Programm. Verschnaufpausen gab es für Schüler und Lehrer wenig. „Man war sehr bemüht, uns viel zu zeigen.“

Neben vielen Sehenswürdigkeiten in und um Calvi gab es auch ganz spezielle Programm-Punkte für die Schüler. Eine Dorf-Rallye beispielsweise, die die Schüler in deutsch-italienischen Gruppen meistern durften. Auch die Fahnenschwinger von Calvi kamen zum Einsatz. Im Gegenzug gab’s von den Peitinger Schülern einen Volkstanz in Tracht fürs italienische Publikum.

Ganz schön viel in wenig Tagen. Tage, in denen man sich ans Herz gewachsen ist. „Die Schüler waren anfangs schüchtern“, sagt Pechtl. Binnen kürzester Zeit hätten sich die deutschen und die italienischen Kinder allerdings bestens mit Händen und Füßen verständigt. Auch der Google-Übersetzer kam via Smartphone oft zum Einsatz, der besseren Völkerverständigung wegen. Spätestens beim gemeinsamen Fußballspiel Peiting-Calvi verstanden sich alle prächtig.

In der Gemeinde Peiting hofft man darauf, dass man die calvesischen Schüler bald eben so herzlich in der Marktgemeinde empfangen kann. Zumindest wäre der aufgefrischte Austausch ein gelungener Auftakt für eine Schulpartnerschaft. Darüber denken zumindest beide Seiten bereits laut nach.

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