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Erweiterung: So soll der Standort vergrößert werden.

am standort peiting

Gaplast will kräftig erweitern

Peiting - Nach vier Jahren möchte sich der Vorzeigebetrieb Gaplast an seinem Standort in Peiting vergrößern. Die Planungen wurden nun dem Marktgemeinderat vorgestellt.

Für die Firma Gaplast hat Peneder Businessbau einen schicken Entwurf zur Betriebserweiterung gemacht. Und diesen zusammen mit Firmengründer Roland Kneer dem Peitinger Gremium vorgestellt. Dabei ging Kneer gleich auf Nummer sicher: „Nageln Sie mich auf keine Jahreszahl fest. Es ist noch vieles in der Entwicklung und abhängig von Vertragsverhandlungen.“

Die Eingabeplanung umfasst laut Ivo Kux von Peneder derzeit Flächen für Verwaltung von etwa 1200 Quadratmetern – hiervon sollen heuer rund 500 Quadratmeter realisiert werden. Dann sollen auch Produktion um circa 10 000 Quadratmeter und Lagerflächen um 2200 Quadratmeter vergrößert werden. Also insgesamt rund 13 400 Quadratmeter. „Die Bauetappen hängen vom Geschäftsgang der Firma Gaplast ab“, sagte Kux. Das Bild, das man jetzt vom Unternehmen mit dem Schwerpunkt der Spritzgussproduktion habe, werde auf jeden Fall fortgesetzt. Mit viel Glas für ein transparentes Arbeiten. Auch die Grünanlagen sind den Planern ein Anliegen.

Stand der Dinge: Derzeit sieht es so bei Gaplast aus.

Einmütig freuten sich die Ratsmitglieder über die Neuigkeiten. „Es ist toll, dass es mit Gaplast steil bergauf geht“, bekräftigte Bürgermeister Michael Asam. Angefangen habe man vor vier Jahren mit 25 Angestellten. „Es werden mit den Umbauten zehn bis 30 Mitarbeiter mehr werden“, gab Kneer in Aussicht. Pro drei Mitarbeiter würde ein Parkplatz geschaffen – da diese in drei Schichten arbeiten. Insgesamt 180 Beschäftigte sind in dem Industrieunternehmen in Peiting und dem Hauptsitz Saulgrub-Altenau derzeit tätig.

„Langfristig wäre es natürlich schön, wenn der Firmensitz von Altenau nach Peiting kommt“, fühlte Michael Deibler (CSU) vor. Wie berichtet, war dies bereits vor sechs Jahren im Gespräch. Doch auch in Altenau soll erweitert werden, das hat zumindest BVP-Mann Bernhard Huber gehört. „Der Buschfunk funktioniert“, lachte Kneer. Und bejahte, dass man Altenau nicht sterben lassen wolle. Damit habe man in Peiting kein Problem. „Die beiden Sitze können gut nebeneinander leben“, wiegelte der Rathauschef ab.

Das Areal soll nicht vollgestopft werden

Ob auch Photovoltaik zu den Plänen der Macher gehört, wollte Grünen-Rat Thomas Elste wissen. Dies verneinte der Firmengründer. Zum einen seien die vorhandenen Gebäude statisch nicht dafür ausgerichtet und Photovoltaik rechne sich erst auf 20 Jahre. „Das ist auch eine Sache der Wirtschaftlichkeit.“

Zur baurechtlichen Situation konnte Marktbaumeister Jochen Rohrmoser noch etwas beitragen: „Im Bebauungsplan wurde schon von Anbeginn weit vorausgedacht. Und das Vorhaben passt eins zu eins.“ Lediglich einer Abweichung müsse das Gremium zustimmen. Nämlich dass die Parkplätze die veranschlagte Baugrenze überschreiten. Da es eben noch keine fixen Ablauf gebe, könne man die Genehmigung für die nächsten vier Jahre erteilen und nach Bedarf verlängern. Dem stimmten die Räte einmütig zu.

„Ich bin froh, dass wir in Peiting weitermachen können“, bedankte sich Kneer. „Mit der Fläche könnten wir viel mehr anstellen. Dann würden wir aber von unserem Weg abkommen.“ Und das ist weder im Sinne der Gemeinde noch in dem des Unternehmers. Denn vollgestopft soll das Areal nicht werden. Nun soll alles so zügig wie möglich in die Wege geleitet werden.

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