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Peitings Bürgermeister Michael Asam gibt beim Fahr-Simulator der Fahrschule „Candy Drive“ Gas – sein Schongauer Amtskollege Falk Sluyterman schaut von oben zu.

5. Pfaffenwinkel Gewerbeschau

Mitmach-Erlebnis bei heimischen Betrieben

Peiting - Tausende Besucher haben die fünfte Pfaffenwinkel Gewerbeschau besucht – diesmal zum dritten Mal im Peitinger Eisstadion. Für die Veranstalter ein voller Erfolg – das Mittelzentrum Peiting-Schongau-Altenstadt hat sich einmal mehr von seiner Schokoladenseite gezeigt.

Die Messestände aufwändiger und moderner denn je. Die Teams vor Ort motiviert. Viel Mitmach-Erlebnis. Und das von den heimischen Betrieben und Organisationen: Die fünfte Pfaffenwinkel Gewerbeschau mit 73 Ausstellern ist ein Aushängeschild für die Region – eindrucksvoll unter Beweis gestellt an diesem Wochenende in der Peitinger Eishalle.

„Do schaust...“: Das Motto bei der Pfaffenwinkel-Gewerbeschau ist auch 2016 Programm. Zum dritten Mal in Peiting, zweimal bereits in Schongau über die Bühne gegangen, zeigt man sich in diesem Jahr moderner denn je: Computer-Simulationen, Monitore, jede Menge Technik, Mess-Apparate. Anfassen und Ausprobieren macht Lust aufs Produkt und weckt Interesse beim Besucher.

Ob bei der Fahrschule oder der Verkehrswacht: Am Fahr-Simulator dürfen sich nicht nur gstandene Mannsbilder probieren. Frau am Steuer – Ungeheuer? Von wegen. Schließlich ist die Gefahr nicht im Geschlecht verankert. Am Stand der Verkehrswacht simuliert eine Spezial-Brille das Fahren vor dem Monitor mit Lenkrad mit 0,8 Promille.

Ist ja nicht so viel, denkt man. Setzt die „Rausch-Brille“auf. Und hui, diese Optik. Es fährt. Da kann’s einem schon schwummrig werden, von jetzt auf gleich. „Wenn man in der Kneipe sitzt, dann geht das ja viel langsamer“, erklärt Renate Kirchbichler. Ziemlich erschreckend ist das. Wie gut, dass gegenüber gleich der Weinhändler mit einem Trost-Tropfen wartet.

Gar berauschend dürfte die Resonanz bei den Firmen sein, die energetisch etwas zu bieten haben: Viele Besucher sind bei der Gewerbeschau, um sich in Sachen energetische Sanierung zu informieren. Ob Photovoltaik, Wärmepumpe oder eine Entkalkungsanlage: Häusle-Sanierung hat vielleicht auch ob der aktuellen Niedrigzinsen Hochkonjunktur. Und von der dürften auch die Messe-Firmen nach vielen Beratungen an diesem Wochenende profitieren. Hochkonjunktur auch bei den Energieberatern.

Quasi ein Energie-Kick ist das Angebot an vielen Ecken im zur Messe umfunktionierten Eisstadion: Ein Kicker am Multimedia-Stand, nebenan gleich die Brauerei – na, wenn das mal kein Männer-Traum ist.

Ein Glitzer-Tattoo bei der Bank für die Kleinen. Das „Krokodil-Maul“, ein Oximeter, der Krankenhaus GmbH am Finger, und zwar für Jung und Alt. Sauerstoffsättigung und Puls passt. Dann am besten gleich weiter zum Badeenten-Zählen bei der Krankenkasse. Oder vielleicht doch lieber ein Plausch mit der perfekt geformten Dame vom Fitness-Studio und das kleine, schlechte Gewissen am tollen Kuchenbuffet des ECP-Nachwuchses oder bei den Schlemmereien des Stadion-Stüberls „OverTime“ danach?

Einfach klasse, was sich die Aussteller für die Besucher in diesem Jahr haben einfallen lassen. Apropos Besucher: An die 5000 waren es in diesem Jahr. Ein schöner Erfolg für das Mittelzentrum Schongau-Peiting-Altenstadt, das sich mit der Neuauflage der totgesagten Gewerbeschau vor fünf Jahren ein Stück von dem zurückgeholt hat, was eine gesunde Region ausmacht: Eine florierende Wirtschaft, die sich zeigen kann und will. Dahinter steht neben den beiden Kommunen mit ihren Gewerbeverbänden in diesem Jahr einmal mehr der ECP als engagierter Ausrichter der Gewerbeschau.

Und auch für den Peitinger Eishockey-Club war es eine rundum gelungene Veranstaltung erklärt Vorstand Gerhard Weyrich gestern auf Anfrage der Schongauer Nachrichten. „Es wurden alle Plätze verkauft, alle Aussteller sind denke ich zufrieden“, weiß er aus persönlichen Gesprächen an den Ständen. Auch, wenn es gestern Nachmittag merklich ruhiger wurde – den hochsommerlichen Temperaturen geschuldet.

Den Termin für die Gewerbeschau deshalb vorverlegen? Eher nicht. Denn: Wer will schon in der Winterjacke durchs Eisstadion an den Ständen vorbeischlendern? „Und früher ist es einfach noch kalt in der Halle“, sagt Weyrich. Dann kommen wieder die Pfingstferien. So wird es wohl beim Juli bleiben.

Schließlich gibt es ein großes gemeinsames Ziel – und das gilt an allen Monaten im Jahr. So betonen es bei der offiziellen Eröffnung am Samstagmorgen zumindest alle ranghohen Redner: Die Menschen sollen die Dienstleistungen und Produkte aus der Region wieder mehr zu schätzen wissen. Service und Fachwissen vor Ort zahlt sich aus, so der Tenor. Vor allem für den Endverbraucher, der sich auf seine heimischen Firmen verlassen kann.

Pfaffenwinkel-Gewerbeschau lockte mit viel Info und Aktion 

Genau das zeigen die Aussteller bei der fünften Pfaffenwinkel Gewerbeschau in diesem Jahr. Trotz denkbar ungünstiger Wetterlage. Haben in den vergangenen Wochen alle auf Sonne gehofft und den Regen verflucht, so hatte es Petrus an diesem Wochenende ein wenig zu gut gemeint: 30 Grad und Sonnenschein am gestrigen Sonntag waren den Besucherzahlen in der Halle nicht gerade zuträglich.

Ein bisschen ruhiger als sonst was die Laufkundschaft betrifft, aber trotzdem gute Kundengespräche also. Es zeigt sich: Dabeisein ist alles. Wer sich zeigt, bleibt im Gespräch und im Gedächtnis. Sich von seiner besten Seite zu präsentieren: Das ist den 73 Ausstellern der Pfaffenwinkel Gewerbeschau trefflich gelungen.

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