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Ein ganzer Trupp von Handwerkern ist mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Nach Brand in der Metzgerei Rohrmoser

Immenser Schaden – Produktion soll heute wieder anlaufen

Peiting - Maschinen, Inventar, Wurst- und Fleischwaren: Alles Müll. Der Brand in den Produktionsräumen der Peitinger Traditions-Metzgerei Rohrmoser hat immensen Schaden verursacht. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Schon am Mittwoch soll der Laden wieder laufen.

Thomas Schuster steht an einem Haufen von Schrott. Zusammengeschmolzene Türen, verkokelte Maschinen. Im Hof hinter der Metzgerei stapelt sich zerstörtes Material. Den Metzgerkittel hat der junge Chef dieser Tage längst an den Nagel gehängt. In der Arbeitshose packt er mit an, versucht dem Chaos nach dem Brand in den Produktionsräumen vom vergangenen Montag Herr zu werden. Das Ausmaß des Schadens: es ist immens.

Besonders bitter: „Wir haben an dem Tag, an dem es gebrannt hat, noch frisch geschlachtet“, erzählt Schuster. In Vieh gerechnet heißt das: 25 Schweine, zweimal Großvieh, acht Rinderviertel, zwei Kälber. Gerechnet in Gewicht: 14 Tonnen Ware. Gerechnet in Waren: Unzählige Stangen Kochsalami, Schinken, Frischwurst und andere Schmankerl. Gerechnet in Euro: An die 150 000 Euro Schaden. Nur, was die Lebensmittel anbelangt. „Die komplette Ware ist kaputt, das Fleisch, die Dosen.“ Thomas Schuster zuckt mit den Schultern. Die Devise: Retten was zu retten ist.

Das gilt für die Räume und fürs gesamte Geschäft, das so schnell wie möglich wieder anlaufen soll, muss. 

Jeder Tag zählt

Nichts mehr zu retten ist bei großen Teilen des Inventars. Fenster sind gesprungen. Eine Trennwand zusammengeschmolzen. Spülmaschine, Ofen, Heizung, Fleischwolf: Alles Schrott. Türen, Kisten, ein Ofen: Müll.

Bezifferter Schaden, ersten Schätzungen zufolge: 80.000 bis 100.000 Euro. „Nur die Maschinen“, betont Schuster. Fliesen sind da noch gar nicht mit eingerechnet. Und auch nicht die Arbeiten, die in den Räumen auf Hochtouren laufen.

Ein ganzer Trupp Elektriker ist mit einer kompletten Neuinstallation der zerstörten Anlage beschäftigt. Eine neue Mauer ist eingezogen. Ein Heer an Profi-Reinigern lässt die Relikte verschwinden, die noch an den Brand erinnern. Ruß, Geruch. Alles muss weg. Alles muss wieder blütenweiß werden. Dafür sorgen die Maler.

Ende gut, alles gut?

Darüber, dass alles wieder blitzeblank ist, darüber wacht das Veterinäramt tagtäglich vor Ort. Und es sieht gut aus. Daumen hoch für den fleißigen Trupp aus Mitarbeitern, Helfern und Handwerkern, die auch in Nachtschichten das Unmögliche möglich gemacht haben: Schon am heutigen Samstag soll die Produktion wieder anlaufen.

Gearbeitet wird dann ausnahmsweise auch am Sonntag. Und am Montag, Dienstag auch. Schon am Mittwoch dürfen sich die Kunden wieder zu den üblichen Öffnungszeiten über frische Wurstwaren aus den Produktionsräumen der Metzgerei Rohrmoser freuen. Von wegen armes Würstchen, also! Ganz frische Würstchen gibt’s! Ende gut, hoffentlich alles gut.

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