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Teilnehmer der Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt kurz vor Bernbeuren.

Früh im Sattel

1300 Teilnehmer bei der Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt

Peiting - „Im Frühtau zu Berge wir ziehn...“. Diese deutsche Version eines schwedischen Lieds gilt nicht nur für Wanderer. Es trifft auch auf die Teilnehmer der Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt zu, die bereits zum 33. Male stattfand.

Schon vor der offiziellen Startzeit von 6.30 Uhr machten sich die ersten Radler auf die Socken, sprich Pedale, um die vier verschieden langen Touren durch das Voralpenland in Angriff zu nehmen. Wie beliebt die Traditionsveranstaltung ist, zeigte einmal mehr der Zuspruch. Rund 1300 Teilnehmer, die teilweise von weit her anreisten, registrierten die Radsportfreunde Pfaffenwinkel, der Zusammenschluss der Vereine RC Altenstadt, RC Peiting, SC Huglfing und SV Söchering. Sie sorgten wie eh und je mit über 100 Helfern für den reibungslosen Ablauf.

„Wir hatten sogar eine Gruppe aus Frankreich von der Cote d´Azur, die zusammen 4000 Kilometer absolvierte“, berichtete Uwe Flad vom Organisationsteam, das bei Start und Ziel am Peitinger Eisstadion die Radler in Empfang nahm und dort auch verköstigte. „Am beliebtesten sind die längeren Touren“, erklärte Flad.

Die 160 Kilometer-Runde über Schwabniederhofen, Bernbeuren, Lechbruck, Schönberg, Uffing, Peißenberg, Wessobrunn und zurück nach Peiting mit über 1500 Höhenmetern nahmen rund 430 Teilnehmer in Angriff. Die etwas kürzere über 125 Kilometer, die den Schlenker nach Osten bis fast an den Staffelsee ausließ, absolvierten sogar 555 Zweirad-Wanderer.

Rund 300 weiße Schilder mit roten Pfeilen wiesen den Radlern dabei den Weg, wobei selbst die lange Tour einigen Hartgesottenen nicht genug war. Wolfgang Reichl aus Peißenberg, der zusammen mit einer Gruppe vom Post SV Weilheim unterwegs war, erledigte die Anfahrt im Sattel. „Insgesamt komme ich so auf rund 190 Kilometer“, meinte der Peißenberger bei der ersten Verpflegungsstation an der Auerberghalle in Bernbeuren gut gelaunt. Zwei weitere bei den Feuerwehrhäusern in Schönberg und Peißenberg sorgten dafür, dass die Radler unterwegs ihren Hunger stillen und Durst löschen konnten.

Letzterer war angesichts der nicht gerade sommerlichen Temperaturen am frühen Morgen nicht so groß wie bei manchen Hitzetouren in der Vergangenheit. „Ich habe gar keine Jacke dabei“, ärgerte sich ein Starter kurz bevor er sich in Peiting in den Sattel schwang. Das war aber nicht die einzige Ausrüstungspanne. „Einer hatte auch seine Radlschuhe vergessen“, erklärte Flad, während ihn eine Radlerin nach einem Fahrradschlauch für ihr Mountainbike fragte. „Wir haben zwar einiges an Ersatzteilen da, aber nicht alles. Das geht bei der Vielzahl der Modelle gar nicht“, bedauerte Flad. Die Mountainbikes, und auch überraschenderweise E-Bikes, waren bei der Wanderfahrt deutlich in der Minderheit. „Der Wert wird bei uns zwar nicht erfasst, aber ich denke, dass 95 Prozent mit dem Rennrad unterwegs sind“, meinte Flad.

Auf Rennräder setzte auch eine größere Gruppe aus Augsburg. „Wir sind alle um die 40 und wollen uns bewegen“, erklärten die Schwaben, die sich aus der Schule oder dem Studium kennen, ihre Motivation, an der Wanderfahrt teilzunehmen.

Den geselligen Charakter betonte ein Quartett aus dem Fünf-Seen-Land, das sich regelmäßig in Peiting trifft. „Wir sind uralte Freunde und sehen uns hier regelmäßig, schließlich sind wir bereits zum achten Mal bei der Rundfahrt dabei“, erzählten die vier Radler.

Noch deutlich größer war die Mannschaft vom „Team Hirschvogel one“. Vom Automobilzulieferer aus Denklingen waren über 60 Teilnehmer dabei, die sich für zusammen 7000 gefahrenen Kilometer über den Pokal für die Gruppe mit der größten Kilometerleistung freuen durfte. Freude herrschte bei nahezu allen Teilnehmern, nachdem sie das Ziel erreichten. „Das war wieder eine tolle Veranstaltung, wie kommen wieder“, war oft zu hören. Für die meisten wird es also nicht die letzte Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt gewesen sein.

Roland Halmel

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