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Die Grafik zeigt die Pendler-Bilanz der einzelnen Kommunen. Eine hohe Einpendlerquote haben neben den Städten Schongau, Weilheim und Penzberg auch Seeshaupt und vor allem Denklingen.

Statistik belegt

Pendler-Zahl nimmt stetig zu

Weilheim-Schongau - Die Deutschen pendeln von Jahr zu Jahr mehr. Innerhalb von zehn Jahren, so ermittelte die Arbeitsagentur, stieg die Zahl um satte 30 Prozent. Auch im Landkreis Weilheim-Schongau verlassen zunehmend Menschen ihren Heimatort, um auswärts zu arbeiten.

Der Regionale Planungsverband München hat eine interessante Statistik erarbeitet. Nehmen wir das Beispiel Altenstadt. Dort arbeiteten beispielsweise im Jahr 2014 insgesamt 908 Personen (das sind die Beschäftigten am Arbeitsort) und somit 52 weniger als noch im Jahr 2004. Von den 908 Personen, die in Altenstadt arbeiten, wohnen 168 am Ort. 740 Personen pendeln von außerhalb nach Altenstadt ein. Die Zahl der Beschäftigten (908) setzt sich also aus den am Wohnort arbeitenden (168) und den Einpendlern (740) zusammen. Gleichzeitig pendeln aus Altenstadt 1040 Personen in andere Orte, um dort zu arbeiten. Somit pendeln mehr Menschen aus (1070) als einpendeln (740), was ein Minus von 330 ausmacht.

Betrachtet man alle Landkreis-Gemeinden, wird deutlich, dass lediglich Bernried, Eglfing, Peiting, Penzberg, Schongau und Weilheim Einpendlerräume sind. In allen anderen Gemeinden wird mehr ausgependelt.

Womit wir zu Schongau kommen. Dort arbeiteten bei der bislang letzten Erfassung 2014 insgesamt 7201 Menschen und damit 288 mehr als noch zehn Jahre zuvor. 2131 Menschen arbeiten am Ort, 5070 pendeln ein und 2708 aus. Ein deutliches Plus von 2362 also. Ganz anders in Peiting. Dort ist die Veränderung gegenüber 2004 allerdings eklatant. Damals waren 1091 Menschen weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als heute (4685). 1783 Menschen arbeiten am Wohnort, 2902 Personen pendeln ein und 2756 aus.

Penzberg ist absoluter Einpendler-Krösus

„Normalerweise“, so sagt Sabine Baudisch vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum, „sind es die großen Kommunen, die wesentlich mehr Einpendler haben.“ Doch Peiting belegt mit einem unwesentlichen Plus bereits das Gegenteil, noch eklatanter wird dies bei Peißenberg. Von 2936 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten 1257 am Wohnort, 1679 pendeln ein, aber 3741 Menschen pendeln aus. Was ein Missverhältnis von 2062 bedeutet.

Ganz anders sieht das in Weilheim aus. Dort sind es 9697 Beschäftigte, von denen 2999 in der Stadt arbeiten. Die Zahl der Einpendler beläuft sich hier auf 6698, die der Auspendler hingegen nur auf 4926. Noch krasser ist dies nur in Penzberg, wo 9901 Beschäftigte gemeldet waren, von denen 3597 vor Ort ihrer Arbeit nachgehen. Dort stehen 6304 Einpendlern nur 3151 Auspendler gegenüber, was ein Plus von 3153 ausmacht. Penzberg ist somit absoluter Einpendler-Krösus im Landkreis.

Ein Plus wird ansonsten nur noch in Eglfing (plus 34) und Bernried (plus 129) registriert. Ansonsten stehen den Einpendlern überall mehr Auspendler gegenüber. Insgesamt ist der Landkreis Weilheim-Schongau damit ein Auspendler-Landkreis bei insgesamt 6223 Auspendlern mehr als Einpendlern.

Noch mehr ins Gewicht fällt dies im Nachbarlandkreis Landsberg am Lech, wo sogar ein Minus von 8990 Personen gezählt wurde. Lediglich die Stadt Landsberg selbst mit 3249 mehr Einpendlern als Auspendlern sowie die Gemeinde Denklingen (plus 1382) laufen hier gegen den Trend.

Noch ein paar Beispiele von Altlandkreis-Gemeinden 

Bernbeuren verzeichnet ein Minus von 693, in Böbing sind es minus 410, in Burggen minus 526 und in Hohenfurch minus 495. Prem hält bei minus 22, Rottenbuch bei minus 285. Und auch in Schwabsoien mit der Firma Eirenschmalz stehen 626 Einpendlern 756 Auspendler gegenüber. Zum Vergleich: in Ingenried stehen stehen 81 Einpendlern 346 Auspendler gegenüber.

Ein deutliches Minus steht auch bei den früheren Altlandkreis-Gemeinden zu Buche, die heute zum Landkreis Landsberg zählen. Apfeldorf kommt auf minus 307, Kinsau auf minus 303 und Reichling sogar auf minus 433. Einzig Denklingen läuft hier aufgrund der örtlichen Unternehmen Hirschvogel und Schuster wider den Trend.

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