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Die Musikkapelle Sachsenried begeisterte mit ihrem Spiel beim Jahreskonzert in der Schwabsoier Schulturnhalle die Zuhörer.

Musikkapelle Sachsenried

Schwungvolle Blasmusik, die Freude macht

Sachsenried - Sachsenried zählt gerademal knapp über 400 Einwohner. Da ist es schon erstaunlich, dass dieser kleine Ort oben auf dem Berg eine Musikkapelle mit 37 Musiker und Musikerinnen zu seinem Jahreskonzert aufbieten kann. 160 Besucher in der Schwabsoiener Schulturnhalle waren begeistert von der Musik des registermäßig gut besetzten Orchesters.

Es war ein sehr ausgewogenes Konzert mit gutem Gesamtklang. Der nicht zuletzt von der guten Besetzung der Register profitierte. Die tiefen und mittleren Register hatten dabei großen Anteil. An Lob für die Sachsenrieder Musikkapelle hat es nicht gemangelt. Bruno Gantner, Bezirksvorsitzender des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes, meinte kurz und bündig: „Mir hat’s gefallen.“ Pfarrer Karl Klein sagte: „Diese schwungvolle Blasmusik der Sachsenrieder Musikkapelle macht mir Freude.“

Markus Mangold, Dirigent der Ingenrieder Musikkapelle, vertritt die Meinung: „Die könnten gut in der Mittelstufe spielen.“ Ignaz Keck, langjähriger Dirigent in Bernbeuren, ist von der Leistungsfähigkeit der Sachsenrieder Musikkapelle „angenehm überrascht“.

Vier Monate hatte die Musikkapelle für das Jahreskonzert geprobt, wie Dirigent Josef Hindelang verraten hat. „Er hatte es dabei mit uns nicht immer leicht“, sagte dazu erster Vorstand Richard Demmel.

Der Dirigent hatte keine leichten Stücke aus dem Notenschrank geholt. Das wurde gleich zu Beginn des Konzerts mit der „Little Ouvertüre“ mit den melodischen Passagen im Holz-Satz deutlich. Das war zugleich die Ouvertüre zu einem gelungenen Konzert. Es folgte das Stück „A Day of Hope“. Die Trompetenfanfare zu Beginn wird dabei so nach und nach vom Orchester übernommen. Jutta Wohlfahrt spielte gekonnt das Tenorhornsolo.

Mit „Xian“ entführte die Kapelle die Besucher in das chinesische Kaiserreich des 14. Jahrhunderts. „Viel Freude bei der Stadtbesichtigung“ empfahl Moderatorin Verena Koch. Beim nächsten Stück, der „Big Sky-Ouvertüre“ von Hogenstein, hat der Dirigent die Register ordentlich gefordert. Mit dem Marsch „Allgäu-Land“, den Kurt Gäble dem Landkreis Unterallgäu gewidmet hatte, schickt die Kapelle die Besucher in die Pause.

Reichlich Abwechslung boten die Musiker im zweiten Teil des Konzerts mit dem getragenen „Mountain Wind“ (Dirigentin war dabei Anna Scholz), der Polka „Sorgenbrecher“ und dem „Lieblingswalzer.“ Moderator Thomas Koch meinte: „Da hat unser Dirigent seinen ganz persönlichen Lieblingswalzer aus dem Notenschrank geholt.“

Die Geehrten der Musikkapelle Sachsenried. Von links Raphael Neumann, Jutta Wohlfahrt, Lea Klinkhammer und Richard Demmel.

Mit „Mandy“, dem Potpourri „Connie Francis“ und dem Marsch „Auf uns“ klang das Konzert aus. Nach dem redlich verdienten Applaus revanchierte sich die Kapelle mit zwei Zugaben – der Polka „Auf der Stelle“ und dem Marsch „Flott voran“.

Ihr Debüt gaben heuer Lea Klinkhammer, Julia und Laura Hindelang. Für den Auftakt des zweistündigen Konzerts war die Schönach-Jugendkapelle mit Dirigentin Susi Zwick zuständig. Einfach super, wie munter und unbeschwert die 42 Buben und Mädchen aufgespielt haben. Mit dem „Maxglaner-Marsch“, der Garten-Polka, dem verträumten „Irisch Dream“ und der Zugabe „Summernight Work“ waren es vier Stücke. Applaus, Applaus, die Besucher waren begeistert von der Musik des Nachwuchses.

Ein Jahreskonzert bietet auch den passenden Rahmen dazu, um verdiente Musiker zu ehren, die über viele Jahre hinweg der Musikkapelle die Treue halten. „Sie sind die Leistungsträger und zugleich Vorbild“, sagte Bezirksleiter Gantner und fügte an: „Sie opfern für dieses Ehrenamt ihre Freizeit.“ Das sei eben nicht so selbstverständlich.

Seit 15 Jahren in der Musikkapelle spielt Richard Demmel das Flügelhorn. Ein Jahrzehnt der Musikkapelle die Treue halten Rebecca Demmel (Querflöte) und Raphael Neumann (Bariton). Die Bläserprüfung D1 hat Lea Klinkhammer (Querflöte) mit Bravour bestanden. Alle Geehrten bekamen Abzeichen und Urkunden des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes überreicht.

Walter Kindlmann

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