+
Schritte zählen und damit etwas für die Schongauer Altstadt tun: Das ist die Idee der Aktion „Schongau bewegt sich: Die Altstadt geht voran“. Mit der sollen Angestellte ermuntert werden, außerhalb der Stadtmauer zu parken.

Aktion zum Altstadt-Parkraumkonzept

Schongau bewegt sich – und zählt Schritte

Schongau - Mit der Aktion „Schongau bewegt sich: Die Altstadt geht voran“ will die Stadt allen Angestellten innerhalb der Stadtmauern nicht nur die Parkplätze außerhalb der Altstadt schmackhaft machen, sondern zugleich die Unternehmen zur Gesundheits-Prävention animieren. Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt hofft auf möglichst viele Firmen-Teams.

Das neue Parkraumkonzept für die Schongauer Altstadt soll mit dem Slogan „Überall eine Stunde kostenlos parken“ vor allem Besucher von außerhalb anlocken. Erklärtes Ziel ist es, trotz wegfallender Parkplätze durch die Einrichtung der Fußgängerzone mehr Fluktuation auf den momentan oft noch stundenlang belegten Parkplätzen zu schaffen.

Derzeit ist es noch so, dass viele Parkplätze, die eigentlich für Kunden und Touristen gedacht wären, von Geschäftstreibenden und ihren Mitarbeitern blockiert werden. Von Anfang an war es deshalb das erklärte Ziel der Stadt, diese Autos auf die kostenlosen Parkplätze vor der Stadt zu locken.

Ein besonderes Konzept

Deshalb hat sich Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt eine besondere Aktion ausgedacht, die die Einführung des Parkraumkonzepts begleiten soll: „Schongau bewegt sich: Die Altstadt geht voran“ soll es heißen.

Dabei werden alle Mitglieder eines Teams (bestehend aus etwa fünf Personen eines Altstadt-Unternehmens) mit einem Schrittzähler ausgestattet. Die Schritte werden während des Aktionszeitraums von drei bis vier Wochen gezählt und auf einer öffentlich einsehbaren Webseite angezeigt – wobei für die Öffentlichkeit immer nur die Gesamtschritte eines Teams zu sehen sind.

Am morgigen Mittwoch sollen die Briefe an alle rund 200 Unternehmen in der Altstadt herausgehen, sagte Voigt. Mit den Vorsitzenden von Werbegemeinschaft Altstadt, Handelsverband und Gewerbeverband habe sie bereits gesprochen, damit die ihre Mitglieder möglichst zur Teilnahme animieren. Auch Schongau belebt, ein wichtiger Akteur in der Altstadt, soll ins Boot geholt werden. „Natürlich müssen wir das Thema noch erklären und vertiefen“, sagt Voigt.

Realistische Ziele stecken

Zum Beispiel müsse man sich auf ein realistisches Ziel einigen, das alle Teams gemeinsam schaffen können. Etwa so viele Schritte wie bei einer Alpenüberquerung. Zwischendurch kann es bei erreichten Etappen besondere Events geben, stellt sich Voigt vor.

Die Aktion soll natürlich nicht bierernst genommen werden, betont sie. „Es geht um Teambuilding in den Unternehmen, nicht um einen strengen Wettbewerb.“ Denn der Schrittzähler könne auch in der Freizeit getragen werden, „man könnte ihn auch daheim dem Hund umbinden“ – es soll eine positive Aktion sein, die das Parkraumkonzept begleitet. Und parallel will Voigt die 400 bis 500 Mitarbeiter von auswärts, die in der Altstadt arbeiten, stärker in den Fokus rücken.

Die größte Hürde dürfte der Schrittzähler werden, den jeder Teilnehmer braucht. Die Stadt hat über den Betreiber des Projekts, die Firma Instingo, ein gutes Angebot der Firma Garmin vorliegen. Dabei wird der sogenannte Fitnesstracker mit 30 Prozent Rabatt angeboten, kostet aber immer noch 59 Euro.

Schrittzähler gehört den Teilnehmer auch nach der Aktion

Voigt hofft, dass sich die Unternehmen an den Anschaffungskosten beteiligen und so den Mitarbeitern die Teilnahme schmackhafter machen. Der Schrittzähler bleibe danach im Besitz des Teilnehmers – und könnte auch bei weiteren Aktionen verwendet werden. Denn Voigt kann sich nächstes Jahr eine Wiederholung vorstellen, dann eventuell mit Firmen auch außerhalb der Altstadt.

Jetzt geht es aber erst einmal an die Premiere, und da ist der Zeitplan eng. Denn die Aktion soll parallel zum Start des Parkraumkonzepts voraussichtlich Ende September losgehen. Vorher sind noch viele Gespräche zu führen. Zumindest die Krankenhaus GmbH und die AOK in Schongau haben schon ihre Unterstützung zugesagt, sie wollen den Gesundheits-Aspekt fördern. „Wenn wir 100 Teilnehmer haben, wäre ich schon zufrieden“, sagt Voigt.

Auch interessant

<center>Trachtenkissen aus der Rosenheimer Dirndlwerkstatt</center>

Trachtenkissen aus der Rosenheimer Dirndlwerkstatt

Trachtenkissen aus der Rosenheimer Dirndlwerkstatt
<center>Samt-Kropfband (breit) mit Strass-Edelweiss</center>

Samt-Kropfband (breit) mit Strass-Edelweiss

Samt-Kropfband (breit) mit Strass-Edelweiss
<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Rehbockgehörn mit Strass</center>

Rehbockgehörn mit Strass

Rehbockgehörn mit Strass

Meistgelesene Artikel

Der himmlische Dauerbrenner

Schongau - „Sind sie nicht großartig? Jeder ein Unikat. Ich bin so froh, dass ich sie habe: die Eschenloher.“ Gerd Anthoffs Augen blinzeln vergnügt. Seine Begeisterung …
Der himmlische Dauerbrenner

VR Bank stellt auf Selbstbedienung um

Peiting/Lechbruck - Zwei Wochen nach der Ankündigung der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel, ihre Filiale am Hauptplatz in Peiting zum 1. Juli 2017 zu schließen, reagiert auch …
VR Bank stellt auf Selbstbedienung um

Ertappter Einbrecher versteckt sich unter Auto

Schongau - Dank der schnellen Reaktion der Polizei konnte ein kroatischer Supermarkt-Einbrecher in Schongau auf frischer Tat ertappt werden. Eine Großfahndung nach …
Ertappter Einbrecher versteckt sich unter Auto

Heuberger will erweitern

Bernbeuren - Das Autohaus Heuberger erweitert im kommenden Jahr. Geplant ist eine kleine neue Halle. Diese soll zwischen der derzeitigen Werkstatt und der Pflegehalle …
Heuberger will erweitern

Kommentare