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Eröffnete die Ausstellung in den Kellergewölben des Römerhofs: Wolfram Kulot (re.).

Ausstellung für Alles

Von verspielt bis verstörend

Altenstadt - Einen Querschnitt durch das Kulturschaffen aus der Region liefert auch dieses Jahr wieder die Ausstellung für Alles (AfA) des Kulturfördervereins lechwärts im Römerhof in Altenstadt. 15 Künstler aus der Umgebung zeigen dort ihre Werke.

„Das Thema Alt & Neu passt nicht nur auf die Kunstwerke gut“, meinte Wolfram Kulot, Vorsitzender des Kulturfördervereins lechwärts. In der Ausstellung sind immerhin Künstler von 18 bis 80 Jahren vertreten. Den Ausstellungsraum, der sich in den Kellergewölben des Römerhofs befindet, bezeichnete er als „Subkultur Underground der Region“. Dort findet sich eine bunte Mischung an Ausstellungsobjekten: von verspielt bis verstörend, von der Skulptur über Malerei und grafische Arbeiten bis hin zur Fotografie. Wobei die Grenzen fließend sind.

Es geht um die Kunst - käuflich ist sie trotzdem

„Es ist eine Ausstellung, die aus dem Volk kommt. Es geht um die Kunst und nicht ums Geld“, so Wolfram Kulot. Nichtsdestotrotz sind einige der Arbeiten käuflich zu erwerben. Sogar eine „künstlerische“ Lampe (K. Socher) ist in der Ausstellung zu sehen und für nur 40 Euro zu haben. Manche der Arbeiten geben Rätsel auf, wie eine knallrot lackierte und mit Folie umwickelte phallische Holzskulptur mit frischer Sonnenblume, die gleich am Eingang die Blicke auf sich zieht.

Subtiler ist da die von Wolfram Kulot selbst geschaffene Skulptur „Neue Ideen in altem Kopf“, die einen silbernen Totenkopf kombiniert mit technischen Elementen zeigt. Einer, der von Anfang an regelmäßig Werke bei der AfA zeigt, ist Peter Siek. Diesmal ist er mit Fotografien vertreten, die ein altes Haus in Venedig dem BMW-Gebäude in München gegenüberstellt. Ebenfalls fotografisch aufgearbeitet hat Volker Jänisch das Thema. „Mittelalter-Handy“ heißt mit Witz ein Bild, das einen Mobil-telefonierenden Mann mittleren Alters zeigt. Rote Beeren gehen fließend in ein Kreuzstich-Stickmuster über – digitale Bildbearbeitung macht es möglich.

Öl- und Siebdruckarbeiten

Ebenfalls schon zum siebten Mal mit Arbeiten vertreten ist Barbara Hoheisel-Wühr, deren Werke erst durch den Titel so richtig abgerundet sind. Ein Ölbild mit streng grafisch angeordneten blauen Streifen auf beigem Grund heißt „Am Strand mit Gaultier“. „Das sind seine Farben“, ist die Erklärung der Künstlerin dazu. „The Old Man and his Dog“ lässt eine regenbogenfarbige Linie auf sattem braunen Grund zwei kleine Bögen machen. Paul Ressl dagegen zeigt vorher- nachher-Bilder von der Restauration des Rottenbucher Fohlenhofs und stellt altes Arbeitsmaterial, wie Tonnen und Pinsel darunter. Seine Söhne Fred und Paul sind mit Siebdruckarbeiten vertreten. Und Samuel Kulot hat eine Soldaten-Figur mit Gasmaske und Patronengürtel aufgestellt: „Krieg ein altes Thema – immer wieder neu.“ Es gibt also wieder allerhand zu sehen bei der AfA im Römerhof.

Öffnungszeiten

Geöffnet ist die Ausstellung noch einmal am Sonntag, 9. Oktober, von 14 bis 18 Uhr.

Ursula Fröhlich

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