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Spielt den jungen Medicus Simon Fronwieser: Maximilian Geiger, der gleichzeitig auch Regisseur ist.

Henkerstochter-Schauspiel: Die Darsteller

Autor, Regisseur und Darsteller in einem

Schongau - Oliver Pötzsch’s Romane von der Henkerstochter haben Maximilian Geiger vom ersten Augenblick an fasziniert. Nun hat er sich mit dem jungen Medicus Simon Fronwieser seine Traumrolle auf den Leib geschrieben – Geiger ist nämlich Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person.

„Ich habe schon, seit ich das Buch gelesen habe, davon geträumt, irgendwann einmal den Simon Fronwieser zu spielen“, erzählt der 25-jährige Schongauer, der in Augsburg Geschichte studiert. Als er bei einer Lesung den Autor Oliver Pötzsch kennenlernte, habe ihm dieser quasi einen Freibrief erteilt, ein Theaterstück aus der Geschichte zu machen. Von Februar bis Dezember 2014 hat Geiger an dem Theaterstück gearbeitet, bis alles passte und die Rechte an der Geschichte vom Verlag erworben waren. Eigentlich war geplant, das Stück mit dem Theaterverein Treibhaus aufzuführen und zu organisieren. „Wir wollten natürlich gerne in historischer Umgebung spielen. Deshalb habe ich Bürgermeister Falk Sluyterman gefragt, ob wir die Bühne am Schaeggerplatz nutzen könnten“, erinnert sich der junge Regisseur.

So ein Stück ist absolutes Neuland

Der habe ihn an Manfred Wodarczyk verwiesen, weil dieser viel Erfahrung mit der großen Bühne hat. Damit hatte der Schongauer Sommer sein neues Historienspiel. „Ein Stück in dieser Größenordnung aufzuführen, ist für mich absolutes Neuland und in dieser Dimension schwierig“, so Geiger. Die große Bühne will gefüllt sein, durch den vielen Platz ergeben sich oft lange Laufwege. „Mit so einer Masse an Darstellern auch Wirkung zu erzielen – da steckt viel Arbeit dahinter“, weiß Maximilian, der die Laufwege zusammen mit seinem Regie-Team akribisch erarbeitet und schriftlich festgehalten hat.

„Die Umsetzung ist dann für die Darsteller nicht so schlimm, wie es scheint“, sagt er lachend. Jeder orientiert sich an einer bestimmten Person und hat aufs Stichwort seinen Einsatz. Im Vorfeld musste natürlich mit jedem einzelnen Darsteller genau besprochen werden, was er zu tun hat.

Regie-Team funktioniert gut

Für ihn selbst sei es nicht einfach, zu spielen und Regie zu führen. Deshalb hat er mit den anderen Gründungsmitgliedern des Theatervereins Treibhaus ein Regie-Team gebildet, was sich bis jetzt gut bewährt. „Die Proben waren insgesamt sehr witzig“, findet der Hauptdarsteller. Seit Februar probten die Hauptrollen intensiv, ab Ende April waren die Statisten mit dabei. „Wir sind zu einer großen Familie geworden. Jeder versteht sich mit jedem“, freut sich Maximilian. Für die Aufführungen wünscht er sich vor allen eins: „Gutes Wetter.“

Ursula Fröhlich

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