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So sehen die beiden Häuser heute aus.

Aus dem Bauuschuss

Wirtschaft und Geschäft in Marienplatz-Häusern geplant

Schongau - Aus dem ursprünglich groß angekündigten H&M in Schongaus Altstasdt wird nichts. Jetzt plant die Stadt Schongau mit anderen Besucher-Magneten. 

Hochfliegende Pläne hatte Richard Merkle mit seinen beiden Häusern am Marienplatz 10 und 12. Vom großen Mode-Magneten hatte er schwadroniert und den Eindruck erweckt, H&M würde nur darauf warten, endlich nach Schongau kommen zu dürfen. Letztlich kam die Fußgängerzone nur so schnell, weil Merkle das als Bedingung für die Ansiedlung des großen Mode-Geschäfts genannt hatte. Auch im Stadtrat hatte er vor vollem Haus Ambitionen geweckt, die dann bitter enttäuscht wurden, als bekannt wurde, dass er seine Häuser zum Verkauf stellt. Die Firma ICB aus Herrenberg (Baden-Württemberg) griff zu – jetzt wurden die Pläne im Bauausschuss vorgestellt.

„Wir hatten viele Gespräche mit dem Denkmalschutz, dem Landratsamt und dem Bauherren“, schickte Stadtbauamts-Mitarbeiter Michael Wölfle voraus. Klar, dass an einer so zentralen Stelle des denkmalgeschützen Altstadt-Ensembles nicht herumgewerkelt werden kann, wie man will. Doch die Firma ICB hat bereits bei anderen Altstadt-Sanierungen bewiesen, dass sie ihr Handwerk versteht – es habe laut Wölfle kaum Probleme gegeben. Im Erdgeschoss sind eine Gastronomie und ein Laden vorgesehen, im ersten und zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss je fünf Wohnungen zwischen 63 und 107 Quadratmeter Größe. Vor allem die Wohnungen ganz oben dürften attraktiv sein, denn sie gehen laut Wölfle zum Teil über zwei Ebenen mit Galerie. Im unteren Bereich des Daches wird es elf Gauben geben, im oberen 28 Dachfenster. Der rückwärtige Teil zum Innenhof wird mit Balkonen und einer Treppe ausgestattet.

Sluyterman: "Ein guter Mix aus Gewerbe und Wohnen"

42 Stellplätze sind erforderlich – neben dem Bestand werden auch welche geschaffen, so dass noch insgesamt sieben gegen eine gewisse Geldsumme abzulösen sind, was in der Altstadt normal ist. „Ich bin froh, dass es dort weitergeht. Das ist ein guter Mix aus Gewerbe und Wohnungen“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD). Weil die Gebäude zum Teil auch im Erdgeschoss seit Jahren leerstehen, sei das eine gute Nachverdichtung mit attraktiven Wohnungen in der Altstadt. „Die Bewohner dort tun der Innenstadt auch als Konsumenten gut“, sagte Sluyterman.

Stephan Hild (UWV) war ebenfalls froh, dass das Projekt jetzt jemand in Angriff nimmt, „nachdem uns der Vorbesitzer verarscht hat. Das kann man nicht anders sagen.“ Es sei die Belebung, die man sich erhofft habe. Sluyterman dankte für die „deutlichen Worte“, und auch Bettina Buresch (ALS) konnte „so viel hochwertigen Wohnraum für die Altstadt nur begrüßen“. Einstimmig ging der Bauantrag durch.

Das galt auch für einen weiteren Antrag der Firma ICB, denn auch ein Haus in der Ballenhausstraße gehört zum Projekt dazu. Das soll abgerissen werden, „es ist nicht erhaltenswert“, sagte Wölfle. In dem Neubau – dort ist auch der Zugang zu den Marienplatz-Wohnungen vorgesehen – sollen sechs Wohnungen und drei Garagen untergebracht werden sowie Funktionsräume. „Der First muss die gleiche Höhe haben wie die angrenzenden Gebäude, das ist erfüllt“, sagte Wölfle. Dass über den geplanten Gauben auch noch Dachfenster geplant sind, gefällt der Stadt dagegen nicht so gut. Aber Stadtbaumeister Ulrich Knecht machte klar, dass es daran nicht scheitern werde und das gerade noch vertretbar sei. „Letztlich entscheidet das sowieso der Denkmalschutz.

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