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Wollen für die SPD in den Bundestag: Enrico Corongiu (l.) aus Mittenwald und Felix Burger aus Murnau.

Vorbereitungen zur Bundestagswahl

Kein SPD-Bewerber aus dem Landkreis

Weilheim-Schongau - Dullinger, Dullinger, Dullinger: Dreimal trat Angelica Dullinger für die SPD bei Bundestagswahlen an, doch jetzt ist Schluss: Im September 2017 wird ein Kandidat aus dem Raum Garmisch-Partenkirchen CSU-Platzhirsch Alexander Dobrindt Konkurrenz machen. Kandidatensuche ist bei den Parteien gerade das große Thema, doch vieles ist noch vage.

Bei den Bundestagswahlen im kommenden Herbst ist vieles anders. Zum einen wurde der Bundeswahlkreis 226 neu zugeschnitten. Er umfasst jetzt nur noch die Landkreise Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen, die Landkreise Landsberg und Starnberg bilden zusammen mit der Stadt Germering den neuen Bundestagswahlkreis 224. Zum anderen bekommt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der seit 2002 im Bundestag sitzt, SPD-Konkurrenz aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Während im Landkreis Weilheim-Schongau kein SPDler den Hut für die Dullinger-Nachfolge in den Ring geworfen hat, bewerben sich im Nachbarlandkreis zwei Genossen um diese Aufgabe: Felix Burger aus Murnau (27 Jahre/Verkaufsleiter einer Firma im Lebensmittelbereich) und Enrico Corongiu aus Mittenwald (27/Rettungsassistent beim BRK). Burger und Corongiu werden sich in den nächsten Wochen in den Ortsverbänden vorstellen. Wer letztlich Bundestagskandidat wird, entscheidet sich bei der Aufstellungsversammlung am 24. September.

So schaut es bei den anderen Parteien aus:

- CSU: Alexander Dobrindt gilt als gesetzt. Laut Bundeswahlkreisgeschäftsführer Leopold Hahn findet die Aufstellungsversammlung am Montag, 25. Juli, um 19 Uhr beim Stroblwirt in Oberhausen statt. 160 Delegierte wollen Dobrindt dann in seinen fünften Bundestagswahlkampf schicken. Gegenkandidaten gibt es laut Hahn nicht.

- Grüne: „Bei uns interessieren sich zwei Mitglieder vehement für eine Kandidatur“, so Kreissprecher Alfred Honisch. Namen wollte er nicht nennen. Die Aufstellungsversammlung ist für Herbst geplant. 2013 kandidierte Gabriela Seitz-Hoffmann.

- Freie Wähler: „Die Bundestagswahl wird bei unserer Landesvorstandssitzung am 23. Juli das zentrale Thema sein“, so die Kreisvorsitzende Susann Enders. Erst danach könne sie mehr sagen. 2013 kandidierte sie selbst.

- FDP: „Wir stellen selbstverständlich eine Kandidatin oder einen Kandidaten auf“, so der Kreisvorsitzende Klaus Breil. Es gebe auch schon Ankündigungen für Bewerbungen, aber die Abstimmungsgespräche zwischen den Kreisvorständen hätten gerade erst begonnen. Die Aufstellungsversammlung soll im September oder Oktober stattfinden. 2013 kandidierte Breil.

- Die Linke: Dass auch Die Linke für die Bundestagswahl einen Kandidaten nominieren wird, steht für Reinhard Böttger aus Peiting, Mitglied im Kreisvorstand Oberland, fest. „Bei uns ist aber noch nicht entschieden, wer antreten wird.“ Das werde bis zum Jahresende, spätestens im Frühjahr passieren. Sicher ist: Die Kandidatin von 2013, Michaele Siebe, wird nicht mehr kandidieren.

- Piraten: In einer Umfrage des Landesvorstandes hat sich die Mehrzahl der Piraten-Mitglieder dafür ausgesprochen, die Kandidaten auf dem nächsten Landesparteitag vom 4. bis 6. November zu wählen. „Diesem Votum ist der Vorstand gefolgt“, teilt Marion Ellen, Pressesprecherin des Landesverband, mit. „Einzelne Kandidaten sind bis zum Landesparteitag nicht namentlich bekannt“, so die Specherin. Der Landesvorstand würde es aber begrüßen, wenn für den Wahlkreis Weilheim wieder ein Direktkandidat antritt. Vor vier Jahren war es Aleks Lessmann.

- Bayernpartei: Die Bayernpartei kann bereits mit konkreten Namen aufwarten. Laut Regina Schropp aus Huglfing, die dem Landesvorstand der Bayernpartei angehört, ist die Bundestagsliste der Bayernpartei bereits aufgestellt worden. Sie wird von dem Münchner Stadtrat Richard Progl angeführt. Auch für den Bundeswahlkreis Weilheim steht ein Kandidat bereit: Siegfried Seelos, Landwirt aus Schwabbruck.

- AfD: Bereits vor vier Jahren erzielte die Alternative für Deutschland (AfD) mit 5,3 Prozent bei den Zweitstimmen ein beachtliches Ergebnis – einen Direktkandidaten gab es nicht. Das soll 2017 anders werden. „Wir sind sehr daran interessiert, in allen Wahlkreisen einen Direktkandidaten zu stellen“, sagte Martin Schmid vom AfD-Landesverband Bayern. Am 23. Juli hält die AfD ihren Parteitag in Ingolstadt ab. Die Namen für die Landesliste und die Kandidaten für die einzelnen Wahlkreise liegen aber voraussichtlich erst Ende des Jahres bzw. Anfang 2017 vor.

Michael Gretschmann und Brigitte Gretschmann

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