Wolfgang Gaisbauer
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Wieder wohlauf: Wolfgang Gaisbauer mit seinem Hund Snoopy.

Wie kam das Herzmittel in Snoopys Kreislauf?

Herrchen warnt vor Giftköder auf der Hundemeile

Schongau - Wegen mutmaßlicher Giftköder auf einer in Schongau beliebten Hunde-Gassi-Strecke will Wolfgang Gaisbauer nun andere Zamperl-Besitzer warnen.

Hunde gelten bei den meisten Menschen als treue und gern gesehene Begleiter. Doch auf der sogenannten „Hundemeile“ in Schongau sollen gezielt Giftköder ausgelegt worden sein, wie der Schongauer Wolfgang Gaisbauer entsetzt berichtet. „Um Hundebesitzer zu vertreiben“, vermutet er.

Der spanische Mischling Snoopy des 49-jährigen Hundehalters musste das schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Gaisbauer brachte seinen kleinen Liebling in der letzten Februarwoche zu seinen Eltern, die in Nähe der Schongauer Berufschule wohnen. Der Windhund-Mischling und die Eltern des Schongauers sind ein eingespieltes Team: Wenn der aufgeweckte Hund Auslauf braucht, wird die Terrassentür geöffnet und Snoopy läuft selbstständig seine Runde. Die umfasst die Wilhelm-Köhler-Straße bis zum „Faulen Graben“.

Als der Sohn seinen zehnjährigen Hund am späten Nachmittag abholt, wirkt Snoopy noch unverändert. Das böse Erwachen folgt am nächsten Morgen. Der kleine Racker erbricht mehrmals, ist völlig desorientiert und schlapp. Gaisbauer erkennt die Zeichen, ein entsetzliches Déjà-vu, denn diese Situation hat er schon mal erlebt. „Das war das zweite Mal innerhalb eines Jahres“, berichtet der Hundefreund fassungslos. „Im letzten Jahr litt Snoopy nach dem Auslauf schon mal an solchen Symptomen, nur war es dieses Mal schlimmer.“

Der Tierarzt diagnostiziert laut Gaisbauer „ein Herzmittel, das normalerweise Menschen einnehmen“. Der Hundebesitzer ist sich sicher, dass das für Tiere giftige Medikament extra in einer Wurst präpariert wurde. „Es ist nämlich so: Mein spanischer Straßenköter ist sehr heikel, der frisst nur Wurst“, führt der 49-Jährige aus, und setzt noch einen drauf: „Mit Hundefutter kannst ihn jagen, auch das frisst er nicht.“

Das Vorgehen des Unbekannten kann er sich nur so erklären: „Vermutlich ist jemand über die Kothaufen sehr verärgert, die nach Einbruch der Dunkelheit von manchen Gassigängern einfach liegengelassen werden.“ Um andere Hundehalter vor einer solchen Situation zu bewahren, hat er auch schon die Polizei alarmiert. „Die möchten mehr Streifen an der sogenannten Hundemeile vorbeischicken, nur wird das auf den Feldwegen schwierig“, befürchtet der wohnhafte Schongauer. Deshalb bittet er Hundehalter, sich bei ihm unter Telefon 08861/6945833 zu melden, wenn ihnen ähnliches passiert ist - so könne man Indizien sammeln.

Vor allem aber möchte er andere Hundebesitzer warnen. Ihnen ans Herz legen, auf ihren treuen Begleiter noch besser aufzupassen und genauer hinzuschauen. Gaisbauer jedenfalls wird seinen Schützling ab jetzt an die Leine nehmen und verstärkt darauf achten, was Snoopys Aufmerksamkeit erweckt.

Elena Wlacil

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