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Beim Kindernachmittag am vergangenen Montag auf dem Schongauer Volksfest war noch einmal viel los.

Bilanz nach den Festtagen

Zu gutes Wetter fürs Volksfest

Schongau - Friedliches Miteinander, super Essen und tolle Fahrgeschäfte – aber an den entscheidenden Tagen zu gutes Wetter? Die Festwirt-Schmach vom Vorjahr ist vergessen, angenommen wurde das Schongauer Volksfest allerdings nur abends. Für den Organisator heißt das: Draufzahlgeschäft.

Die wichtigsten Volksfesttage aus Sicht der Schausteller sind der Samstag und der Sonntag. „Die waren tagsüber tot“, sagt Organisator Ronny Grubart. Wetterbedingt. Das sei heuer einfach zu gut gewesen. „Ich glaube, dass die Familien alle beim Baden waren.“ Erst als die Temperaturen gesunken sind, füllten sich Rummelplatz und Festzelt. Für monströse Fahrgeschäfte wie den Phönix sei das einfach zu wenig. Und für das 1200-Mann-Zelt?

Zelt war meist so gut wie voll

Festwirt Maximilian Diegruber möchte sich nicht beklagen. An den Abenden, bis auf Donnerstag, war das Zelt so gut wie voll. „Wir hätten am Tag zwar locker 500 Besucher mehr geschafft, im Großen und Ganzen hat es aber gepasst“, sagt der 25-Jährige. Die Kalkulation stehe bei ihm noch aus. Wie viele Essen und Getränke letztlich rausgegangen sind, konnte er am gestrigen Dienstag nicht sagen.

Fakt ist: Diegruber hat die Feuertaufe als Festwirt erfolgreich bestanden. „Das Essen war wirklich hervorragend“, sagt Grubart. Und auch das Bedienungs-Personal habe bestens gearbeitet. Irgendwelche Beschwerden vonseiten der Besucher habe es in keiner Sekunde gegeben.

Überhaupt verliefen die fünf Tage Schongauer Volksfest extrem friedlich und harmonisch. „Ich habe nochmals bei den Securities nachgefragt, es gab keinen einzigen Vorfall“, betont Grubart. Selbst beim Räumen des Festzeltes habe sich kein einziger Gast quergestellt. „Das ist außergewöhnlich.“

Hätte besser laufen können: (von links) Festwirt Maximilian Diegruber, Koch Manfred Barnsteiner und Organisator Ronny Grubart zogen am gestrigen Dienstag eine erste Bilanz des Schongauer Volksfestes.

Letzteres gilt auch für den Montag, den Kindertag. „Der hat es verhältnismäßig nochmals rausgerissen“, sagt Grubart. Entgegen Samstag und Sonntag kamen zum Abschluss viele Familien. Die Bühne war bei der Bürgermeister-Sprechstunde mit zirka 25 Kindern voll. Zum Vergleich: 2015 waren es nur acht Teilnehmer.

Trotzdem wird Organisator Grubart – wie schon 2015 – ein Minusgeschäft zu verzeichnen haben. „Ich spreche nicht über Zahlen, weil das in unserem Geschäft von Haus aus wenig Sinn macht. Aber die Summe reicht auf jeden Fall aus, um mehrere schlaflose Nächte zu haben.“ Für sechs Monate harte Arbeit, die er in diese 156. Auflage investiert hatte, habe sich der Andrang „hinten und vorne“ nicht gelohnt.

Gibt es nochmal ein Volksfest?

Deshalb muss Grubart ernsthaft in Betracht ziehen, seinen großen Plan, die Neu-Etablierung des Schongauer Volksfestes, ad acta zu legen. Ob es 2017 wieder eins gibt, „steht in den Sternen“, sagt er. In rund zwei Wochen werde er sich mit Diegruber und Bürgermeister Falk Sluyterman zusammensetzen und beratschlagen.

Impressionen vom Schongauer Volksfest 2016

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