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Abstrakte Kunstwerke entstehen etwa beim Action-Painting durch eine dynamische Maltechnik.

Neues Angebot in Herzogsägmühle

Menschen sinnvolle Tagesstruktur geben

An ehemals Obdachlose und Menschen mit Behinderung richtet sich das tagesstrukturierende Angebot „Tagwerk“, das jetzt mit den entsprechenden Räumlichkeiten, die an die Lekos-Tagesstätte angeschlossen sind, in Herzogsägmühle eingeweiht worden ist.

Insgesamt finden 75 Bewohner der Einrichtung bei den Programmen „Lekos“ und „Tagwerk“ Unterstützung von zehn Betreuern und werden mit deren Hilfe zu einem strukturierten Tagesablauf angeleitet. Zu festen Zeiten aufstehen, zu Mittag essen, Termine einhalten und sich mit fordernden und sinnvollen Tätigkeiten beschäftigen, ist das Ziel des Angebots.

Zur Begrüßung stellten die Fachbereichsleiter Hans Rock (Wohnen für Menschen mit Behinderung) und Andreas Kurz (Menschen in besonderen Lebenslagen) den zahlreichen Besuchern der Einweihungsfeier das Novum, zwei Einrichtungen unter einem Dach vereinen zu können, vor. „Tagwerk ist ja ein altbayerischer Begriff und bedeutet, was ein Mensch an einem Tag an Arbeit schaffen kann. Wir alle verbringen die meiste Zeit unseres Lebens mit arbeiten. Dabei sieht man oft, was am Ende entsteht, ein Werk. Aber es gibt dabei auch einen unsichtbaren Aspekt, den, dass Menschen durch die gemeinsame Arbeit verbunden sind und dazugehören“, so Rock

Der kirchliche Segen wurde selbstverständlich auch gespendet. Aber Peitings evangelische Pfarrerin Brigitte Weggel segnete nicht den Anbau, sondern die Menschen, die dort künftig ihr Tagwerk verrichten. Dazu passend auch der von ihr ausgewählte Psalm 90 Vers 17: „Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hände bei uns; ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern!“

Neuer Film über Herzogsägmühle vorgestellt

Im Anschluss an die Einweihung folgte der zweite Höhepunkt des Tages: Der neue Film, der Herzogsägmühle vorstellt und vorwiegend den 80 bis 100 Besuchergruppen gezeigt wird, die sich jedes Jahr vor Ort über das Diakoniedorf informieren. Das besondere an dem neuen Film: Er wurde komplett in Eigenregie produziert, von und mit Bewohnern der Einrichtung.

Bis in den Nachmittag dauerte das umfangreiche Rahmenprogramm der Einweihungsfeier: In 53 Workshops konnte repariert, geschauspielert, gebastelt und vieles mehr ausprobiert werden. An Buffet, Eiswagen oder der Wurstbude konnte sich gütlich getan werden.

Sobald sich der Rummel um die Eröffnung gelegt hat, steht die alltägliche Arbeit im Vordergrund. Und die beschreibt Betreuerin Gabi Fischer so: „Wir wollen hier für jeden individuell eine sinnvolle Beschäftigung finden und so Struktur in den Tag bringen. Das ist für die Anfang 20-Jährigen, die eine Ausbildungsstelle anstreben, genauso wichtig wie für die Betreuten, die sich im Rentenalter befinden und ihr ganzes Leben gearbeitet haben.“

Das Angebot der Beschäftigungsmöglichkeiten ist dabei vielfältig: So kann beispielsweise in den Werkstätten mit Holz oder Ton gearbeitet werden, an Leinwänden gemalt oder einfach gebastelt werden. Desweiteren stehen Computer und eine Filmausrüstung zur Verfügung, um Filme zu produzieren.

Michael Schmid, Mitarbeiter des Herzogsägmühler Fachbereiches Menschen in besonderen Lebenslagen, fasst das Ganze so zusammen: „Wir wollen für jeden einen guten Grund finden, um sich sinnvoll zu betätigen. Wenn die Menschen kommen und eine Idee haben, dann mobilisieren wir, dass sie das versuchen können.

Franziskus Reich

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