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Drei von sechs Bike-Park-Paten: (von links) Marc Lodes, Constantin Hauck und Matthias Schlötels mit ihrem Ansprechpartner von Seiten der Stadt, Alfons Wittmann.

Freiwilligen-Arbeit

Die Bike-Park-Paten und ihre Aufgaben

Schongau - Sechs Ehrenamtler haben sich inzwischen bei der Stadt Schongau als Bike-Park-Paten vorgestellt. Einer davon ist Marc Lodes. Er erklärt, was die Freiwilligen an der jüngsten Schongauer Sportanlage zu tun haben.

Der Schongauer Bike-Park boomt. Vergangenen Sonntag waren über den Tag verteilt um die 300 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene am Start. Autokennzeichen verrieten, dass die Sportler bis aus München, Garmisch, Starnberg, Kempten und dem Ostallgäu angereist sind. „Das ist wirklich der Wahnsinn“, sagt Alfons Wittmann, Sportreferent der Stadt Schongau. Hellauf begeistert ist auch Marc Lodes, direkter Anwohner und der allererste Bike-Park-Pate.

Lodes erklärt, welche Aufgaben die inzwischen sechs Bike-Park-Paten haben – und welche nicht. „Wir sind diejenigen, die mit einem anderen Blick über die Anlage schweifen“, sagt er. Sollte ein Kind ohne Helm fahren, weißt er auf die Helmpflicht hin, klar. Außerdem verfolgt er den Zustand der Strecke und gesamten Anlage. Große Schlaglöcher oder ein Loch im Zaun meldet er der Stadt. Allerdings alles freiwillig. „Wir müssen nicht schauen. Und wir sind auch nicht schuld, wenn etwas passiert“, betont Lodes.

Es ist ein Ehrenamt

Die Schongauer Bike-Park-Paten üben ihr Amt zu 100 Prozent ehrenamtlich aus. Sie sind begleitend für den groben Unter- und Erhalt der Anlage zuständig, aber definitiv keine Trainer. Und schon gar nicht der Prellbock für Beschwerden. „Das muss jedem klar sein“, sagt auch Wittmann, der mit den Bike-Park-Paten über eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe stets in Kontakt steht. Und so auch über mögliche Probleme umgehend informiert wird.

Lodes selbst benutzt den Park übrigens nicht aktiv, hat mit Biken wenig am Hut. Für sein Engagement ausschlaggebend war die bereits länger zurückliegende Bike-Park-Infoveranstaltung im Ballenhaus. „Da hat es so viele Leute gegeben, die aus Unwissenheit und einer Laune heraus versucht haben, das Projekt zu versauen, dass ich mich sofort als Pate melden wollte“, sagt er.

Lärmbelästigung, Minderung der umliegenden Grundstückswerte und die Zerstörung des regen Wildwechsels – in Lodes Augen totaler Schmarrn. „Da regen sich die Leute auf, dass unsere Jugend verkommt, und wenn dann ein Freizeitangebot geboten wird, ist es auch nicht recht.“ Emotionale Tennisduelle, die große Fantrommel der EAS, die Blechrutsche im Plantsch oder Feste wie der Schongauer Sommer seien laut. Aber nicht der Bike-Park. Allein schon deshalb, weil die meisten mit Integralhelm fahren, aus dem sie gar nicht herausbrüllen können.

Apropos Ausrüstung:

Lodes wurde neulich von einem Bürger angerufen und darauf aufmerksam gemacht, dass ein Kind ohne Helm auf dem Bike-Park unterwegs sei. „Da fällt dir doch wirklich nichts mehr ein, oder?! Jeder Erwachsene sollte in der Lage sein, das Kind selbst darauf aufmerksam zu machen, auf die Helmpflicht hinzuweisen.“ Umso wertvoller, dass die Bike-Park-Paten vorbildlich und mit offenen Augen vorangehen.

Ein erstes gemeinsames Paten-Treffen am Bike-Park ist für Samstag, 29. Oktober, geplant. Die Stadt Schongau veranstaltet dann von 14 bis 16 Uhr einen Workshop – selbstverständlich auch für die Benutzer. Gezeigt wird, wie die die Fahrer die Anlage eigenhändig in Schuss halten können. Auf dem Parkgelände stehen nämlich Rechen, Schaufel und Sand zur Verfügung, um Löcher oder andere Unebenheiten auszugleichen.

Eine Aufgabe, die sich im Optimalfall als Selbstläufer entwickelt. „Ich bin da sehr zuversichtlich, weil die Jugendlichen ja wollen, dass ihre Strecke in einem Topzustand ist“, sagt Lodes, der bereits von anderen Parks weiß, dass sich die Unterhaltsarbeiten verselbstständigt haben.

Darüber hinaus plant die Stadt Schongau pro Jahr ein bis zwei Gemeinschaftsaktionen. Eine Art Ramadama auf dem Bike-Park – mit Bikern und Paten.

Workshop am Bike-Park

Die Stadt Schongau lädt am Samstag, 29. Oktober, von 14 bis 16 Uhr zum Bike-Park-Workshop. Gezeigt wird unter anderem, wie die Benutzer die Strecke in Schuss halten können und sollen.

Öffnungszeiten:

Schon mehrmals standen Biker in voller Montur vor verschlossenem Park, konnten nicht nachvollziehen, warum das Gelände wegen Regen gesperrt ist. Kleiner Tipp: Die Stadt Schongau veröffentlicht auf ihrer Internetseite www.schongau.de (auf der Startseite rechts den Reiter Bike Park anklicken), ob der Park aktuell offen oder geschlossen ist. 

Die gleiche Information wird auch auf Facebook unter „Bikepark Schongau“ bekanntgegeben. Für das Auf- und Zusperren ist Sportreferent Alfons Wittmann zuständig, der sich am Wetterbericht orientiert. Heißt: Sobald Regen fällt oder fallen könnte, bleibt das Gelände verriegelt. Gleiches gilt übrigens auch für die bevorstehenden Wintermonate – die Bike-Park-Saison neigt sich also dem Ende zu.

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